Dieser Beitrag kann Partnerlinks enthalten. Mehr dazu im Partnerprogramm.
Auf dem Datenblatt sieht der HomePod mini 2 beim Klang aus wie sein Vorgänger: gleicher Aufbau aus Treiber und Membranen, gleich großes Gehäuse. Zwei Direktvergleiche hören trotzdem einen Unterschied, nur nicht in derselben Größe. Den klarsten Fortschritt sehen zwei der drei ersten Tests ohnehin an anderer Stelle.
Seit dem 30. Oktober ist der HomePod mini 2 im Handel. In Deutschland kostet er laut Apples Mitteilung 169 Euro. Apple spricht dort von einem noch intensiveren Hörerlebnis, nennt aber keinen Messwert und keine Gegenüberstellung mit dem ersten Modell.
Die Gegenüberstellung liefern jetzt die ersten Tests von CNET, Cult of Mac und The Verge. Sie ergänzen die technischen Eckdaten des HomePod mini 2 um das, was kein Datenblatt zeigt: wie er sich im Alltag schlägt. Alle Beiträge zum Gerät bündelt die Seite zum HomePod mini 2.
Das Wichtigste in Kürze
- CNET hört im Direktvergleich deutlich mehr Klangumfang und einen lauteren, klareren Klang als beim ersten HomePod mini.
- Cult of Mac hört vor allem stärkeren Bass, warnt aber vor zu hohen Erwartungen.
- Apples Datenblätter nennen denselben Lautsprecheraufbau, neu ist der S10 statt des S5.
- Laut The Verge antwortet Siri regelmäßig in unter drei Sekunden, beim ersten Modell dauerte es oft bis zu zehn.
- Siri AI fehlt noch, und der Mac-Lautsprecher-Modus lief in einem Test nicht, ein anderer beschreibt ihn als nutzbar.
Gleicher Aufbau, neuer Chip
Apple führt in den technischen Daten des HomePod mini 2 einen Breitbandtreiber und zwei Passivmembranen auf. Das Datenblatt des ersten HomePod mini nennt denselben Aufbau, auch Höhe und Breite stimmen überein. Bei den Mikrofonen sinkt die Zahl von vier auf drei.
Der hörbare Unterschied müsste also woanders herkommen. Ed Hardy von Cult of Mac vermutet dahinter den S10. Laut Apple analysiert der Lautsprecher mit ihm und Computational Audio Musik in Echtzeit, um Dynamikbereich, Lautstärke und akustische Performance zu optimieren. Einen Messwert oder einen Vergleich mit dem S5 im ersten Modell liefert Apple dazu nicht.
Zwei Hörvergleiche, zwei Größenordnungen
Tyler Lacoma stellte für CNET den HomePod mini 2, den ersten HomePod mini und den HomePod der 2. Generation nebeneinander. Bei gleicher Lautstärke wechselte er mit Apple Music in Lossless-Qualität wiederholt zwischen den Geräten. Sein Ergebnis:
Der neue Mini 2 hatte deutlich mehr Umfang und einen lauteren, klareren Klang als der erste HomePod Mini.
Der Unterschied habe seine Meinung über einen Lautsprecher geändert, der ihm auf dem Papier nicht lohnend erschien. Den Spitzenplatz behält trotzdem der große HomePod, vor allem bei Lautstärke und Bass.
Auch Ed Hardy verglich für Cult of Mac beide Generationen direkt, und zwar mit seinem eigenen ersten Modell. Ein Testgerät von Apple bekam er nach eigener Angabe nicht. Er schreibt:
Für meine Ohren klingt die zweite Generation spürbar besser. Vor allem der stärkere Bass.
Im selben Text bremst er: Einen Unterschied wie Tag und Nacht solle niemand erwarten, und am Ende spricht er von einem moderat verbesserten Klang. CNET schreibt dagegen von massiven Verbesserungen. Beide Texte sind Höreindrücke, Messwerte liefert keiner von ihnen. Die Richtung stimmt überein, das Ausmaß nicht.
| Test | Aufbau | Klang | Tempo |
|---|---|---|---|
| CNET (Tyler Lacoma) | Direktvergleich mit erstem HomePod mini und HomePod der 2. Generation, gleiche Lautstärke | deutlich mehr Umfang, lauter, klarer, hinter dem großen HomePod | Siri reagiert laut Test sofort |
| Cult of Mac (Ed Hardy) | Direktvergleich mit dem eigenen ersten HomePod mini | spürbar besser, vor allem im Bass, kein Unterschied wie Tag und Nacht | Verzögerung nach Sprachbefehlen verschwunden |
| The Verge (Jennifer Pattison Tuohy) | zwei Tage mit zwei Geräten im Büro, kein Klangvergleich | sehr guter Lautsprecher für seine Größe | regelmäßig unter drei statt oft bis zu zehn Sekunden |
Zwei Tests stellen das Tempo nach vorn
Jennifer Pattison Tuohy hat für The Verge nicht den Klang verglichen, sondern die Reaktionszeit. Einen Musikwunsch erfüllte der HomePod mini 2 in wenigen Sekunden, Licht und Rollos schaltete er in unter drei Sekunden. Auf dem ersten HomePod mini wartet sie darauf nach eigenen Angaben oft bis zu zehn Sekunden. Als Grund nennt sie den S10 und WLAN 6E statt WLAN 4.
Siri AI ist dabei noch gar nicht im Spiel. Hardy macht dieselbe Beobachtung: Die lästige Pause, bevor der Lautsprecher reagiert, sei verschwunden. Die schnellere Reaktion nennt er seine liebste Neuerung, noch vor dem Klang.
CNET setzt den Schwerpunkt anders. Auch Lacoma beschreibt Siri als sehr schnell, die eigentliche Frage beim Kauf ist für ihn aber der Klang.
Wo die Tests bremsen
Siri AI kommt erst per späterem Update. Laut Apples englischer Mitteilung startet es auf Englisch in den USA, Australien, Kanada, Indien, Neuseeland, Singapur, Südafrika und Großbritannien. Deutschland ist vorerst nicht dabei, Österreich und die Schweiz stehen ebenfalls nicht auf der Liste.
Die Sound Leuchten überzeugen in keinem der drei Tests. Lacoma findet sie nicht beeindruckend, Tuohy zu dezent, und Hardy achtet entweder nicht darauf oder fühlt sich abgelenkt.
Einen Fehlschlag meldet The Verge bei einer Funktion, die Apple ausdrücklich bewirbt: den HomePod mini 2 als Standardlautsprecher für den Mac. Mit einem Mac mini M4, macOS 27.2 und HomePod Software 27.2 fand Tuohy die Option in den Toneinstellungen nicht. Die Verbindung lief nur als normales AirPlay, mit gelegentlichen Aussetzern. Sie verweist auf weitere Berichte über dasselbe Problem, eine Antwort von Apple lag ihr beim Erscheinen des Textes nicht vor. Cult of Mac beschreibt die Funktion dagegen als nutzbar. Der Modus fällt also nicht überall aus.
Warum der Wechsel jetzt anders aussieht
Nach den Daten sprach beim Vergleich mit dem ersten HomePod mini wenig dafür, einen einzelnen Lautsprecher in Küche oder Bad zu ersetzen. Die Tests verschieben diese Rechnung, gewichten aber unterschiedlich: CNET sieht den Grund zum Wechsel im Klang, Cult of Mac und The Verge eher im Tempo. Hardys erstes Modell landet trotzdem nicht im Karton, es zieht nur vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer um.
Ich halte die schnellere Reaktion deshalb für das bessere Kaufargument. Der Klanggewinn ist zu verschieden beschrieben, um allein dafür ein funktionierendes Gerät zu ersetzen. Ich rechne damit, dass der Tempogewinn auch hierzulande ankommt, weil S10 und WLAN 6E nicht an die Sprache gebunden sind.
Wer in erster Linie Musik hört, vergleicht ohnehin besser mit dem großen HomePod, denn der bleibt auch bei CNET klar vorn. Der Wechsel selbst ist kein großer Aufwand: Laut CNET waren die bisherigen Einstellungen bei der Einrichtung mit iPhone oder iPad in unter einer Minute übernommen.
Steht bei dir noch ein erster HomePod mini, und wären dir die schnellere Reaktion oder der kräftigere Bass 169 Euro wert? Schreib uns in die Kommentare, welcher der beiden Punkte bei dir den Ausschlag gibt.





