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Fast sechs Jahre nach dem ersten Modell hat Apple den HomePod mini erneuert: mit S10-Chip, fünf neuen Farben, einem Oberteil, das zur Musik leuchtet, und erstmals Raumklang aus vier Lautsprechern. In Deutschland kostet er 169 Euro und kommt am 30. Oktober. Siri AI, mit der Apple ihn bewirbt, folgt erst später und vorerst nicht hierzulande.
Apple hat den HomePod mini 2 am 13. Oktober beim Termin „Welcome home“ vorgestellt, zusammen mit der Smart-Home-Zentrale HomeView und dem neuen Apple TV 4K. Die Einzelheiten stehen in der deutschen Mitteilung im Apple Newsroom, die technischen Werte im deutschen Datenblatt.
Der erste HomePod mini kam im Oktober 2020 und blieb bis auf neue Farben unverändert. Im April 2026 hatte er rund 2.000 Tage ohne Hardware-Update hinter sich, länger als jedes andere aktive Apple-Produkt. Den S5-Chip hatte Apple ursprünglich für die Apple Watch Series 5 von 2019 entwickelt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der HomePod mini 2 hat den S10-Chip, WLAN 6E und Bluetooth 6 und kommt in Rosa, Grün, Blau, Weiß und Mitternacht.
- Mit dem Apple TV 4K der vierten Generation bilden vier Lautsprecher erstmals einen Raumklang, der sich selbst auf den Raum einmisst.
- Sound Glow lässt die Oberseite zur Musik leuchten, außerdem dient der Lautsprecher am Mac als Standardlautsprecher.
- Er kostet in Deutschland 169 Euro und ist ab Freitag, 30. Oktober, erhältlich, vorbestellbar seit dem 13. Oktober.
- Siri AI kommt erst per späterem Update, zum Start nur auf Englisch und in acht Ländern. Deutschland ist nicht dabei.
Technische Daten im Vergleich
Äußerlich bleibt der HomePod mini, wie er war: Höhe und Durchmesser sind identisch, das Gewicht sinkt um zehn Gramm. Innen hat sich mehr getan.
| HomePod mini | HomePod mini 2 | |
|---|---|---|
| Chip | S5 | S10 |
| Lautsprecher | Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen | Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen |
| Mikrofone | vier | drei |
| WLAN | 802.11n (WLAN 4) | WLAN 6E |
| Bluetooth | 5.0 | 6 |
| Thread | ja | ja |
| Ultrabreitband | ja | ja |
| Temperatur- und Feuchtigkeitssensor | ja | ja |
| Maße | 84,3 mm hoch, 97,9 mm breit | 84,3 mm hoch, 97,9 mm breit |
| Gewicht | 345 g | 335 g |
| Netzteil im Lieferumfang | 20 Watt | 20 Watt |
| Preis in Deutschland | 139 Euro (zuletzt) | 169 Euro |
Der Ultrabreitband-Chip dient der Erkennung, wenn ein iPhone in die Nähe kommt, und setzt ein iPhone mit U1-Chip voraus. Für die Einrichtung braucht es ein iPhone oder iPad mit aktueller Software und WLAN. Apple nennt als Softwarestand HomePod-Software 27.2.
Klang und Sound Glow
Der S10-Chip wertet die Musik laufend aus und passt Dynamik, Lautstärke und Klang an. Der Lautsprecher strahlt rundum in alle Richtungen ab, einzeln, als Stereopaar oder verteilt auf mehrere Räume.
Neu ist Sound Glow: Die Oberseite leuchtet und pulsiert passend zu Bass und Höhen. Die Farben richten sich nach dem Albumcover des laufenden Titels, sodass jeder Song anders aussieht. Für Klangkulissen wie Regen gibt es eigene Animationen. Die Sprachsteuerung von Sound Glow setzt laut Apple ein iPhone mit Apple Intelligence und aktueller Software voraus.
Raumklang mit dem Apple TV 4K
Zusammen mit dem neuen Apple TV 4K lässt sich erstmals ein Raumklang aus vier Lautsprechern aufbauen. Apple TV und Lautsprecher erkennen, wo jeder Lautsprecher im Raum steht, und gleichen Laufzeit und Lautstärke automatisch an.
Vorn und hinten steht dafür jeweils ein Stereopaar, als Modelle kommen der HomePod mini 2 und der HomePod der zweiten Generation infrage. Ein Stereopaar bilden wie bisher nur zwei Lautsprecher desselben Modells, die beiden Paare dürfen sich aber unterscheiden: Vorn kann ein HomePod-Paar der zweiten Generation stehen, hinten ein Paar HomePod mini 2. Zwingend ist das Apple TV 4K der vierten Generation mit aktueller Software.

Der HomePod mini der ersten Generation und der HomePod der ersten Generation sind nicht dabei. In der zweiten Beta von tvOS 27.2 hatte sich der Raumklang noch mit zwei HomePod-Paaren der zweiten Generation am Apple TV 4K der dritten Generation gezeigt. Final nennt Apple ausschließlich die vierte Generation des Apple TV.
Lautsprecher für den Mac
Am Mac dient der HomePod mini 2 als Standardlautsprecher für Musik, Filme, Spiele, FaceTime und Videoanrufe, einzeln oder als Stereopaar. Voraussetzung ist ein Mac mit WLAN 6E oder neuer. Die Farben sind laut Apple auf passende Macs abgestimmt.
Zentrale fürs Smart Home
Als Steuerzentrale für Apple Home schaltet der HomePod mini 2 per Sprache Licht, Schlösser, Garagentore, Rollos oder Thermostate. In der Home-App lassen sich Szenen und Automationen anlegen, und Zubehör bleibt auch unterwegs über das iPhone erreichbar. Thread-Geräte mit HomeKit oder Matter bindet er direkt ein.
Hört er einen Rauch- oder Kohlenmonoxidmelder, schickt er sofort eine Mitteilung ans iPhone, iPad und an die Apple Watch. Über die Home-App lässt sich dann zuhören und mit Personen vor Ort sprechen. Apple weist darauf hin, dass sich die Funktion nicht für Notfälle eignet und ein separates Update der Home-Architektur voraussetzt.
Zusammen mit Türklingeln und Kameras, die die Gesichtserkennung von HomeKit Secure Video nutzen, sagt er an, wer vor der Tür steht. Apple nennt dafür ausdrücklich die Apple Home Collection, die allerdings nur in den USA, Kanada und teilweise Großbritannien erscheint.
Siri AI: angekündigt, aber nicht für Deutschland
Siri AI bringt Apple erst mit einem späteren, kostenlosen Software-Update auf den HomePod mini 2. Laut der englischen Mitteilung soll die Assistenz Gespräche führen, Wissensfragen mit aktuellen Informationen aus dem Web beantworten, Musik besser finden und auf persönliche Inhalte zugreifen, etwa einen Song, den jemand per Nachricht empfohlen hat, oder ein Rezept aus einer E-Mail.
Zum Start läuft Siri AI nur auf Englisch, in den USA, Australien, Großbritannien, Indien, Kanada, Neuseeland, Singapur und Südafrika. Wer das Zuhause in der Home-App verwaltet, braucht ein iPhone oder iPad mit Apple Intelligence, auf dem Siri AI eingeschaltet ist. Auf iPhones und iPads in der EU ist Siri AI laut Apple zunächst nicht verfügbar, damit fehlt hierzulande die Grundlage.
Die englische Mitteilung beschreibt außerdem, dass der Lautsprecher bis zu sechs Personen im Haushalt an der Stimme erkennt und deren Geräte für Nachrichten, Timer und Lieblingsmusik verbindet. Die deutsche Fassung lässt Siri AI und die Stimmerkennung vollständig weg. Dieselbe Bindung an das iPhone des Haushalts gilt für Siri AI auf dem Apple TV 4K.
Siri-Anfragen verarbeitet der HomePod mini 2 auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute, wo die Daten laut Apple weder gespeichert noch für Apple oder andere zugänglich sind. Audioaufnahmen von Siri-Anfragen speichert Apple standardmäßig nicht.
Preis und Verfügbarkeit
In Deutschland kostet der HomePod mini 2 169 Euro, in den USA 149 Dollar. Vorbestellt werden kann seit dem 13. Oktober, im Handel ist er ab Freitag, 30. Oktober, in den USA und mehr als 23 weiteren Ländern und Regionen.
| Zeitraum | Preis in Deutschland | Preis USA |
|---|---|---|
| HomePod mini bis 24. Juni 2026 | 109 Euro | 99 Dollar |
| HomePod mini ab 25. Juni 2026 | 139 Euro | 129 Dollar |
| HomePod mini 2 | 169 Euro | 149 Dollar |
Bei der Preisrunde am 25. Juni hatte Apple den bisherigen HomePod mini bereits verteuert, ohne an der Hardware etwas zu ändern. Gegenüber dem Preis vom Jahresanfang liegt der Nachfolger damit 60 Euro höher.
Bedienungshilfen und Umwelt
Als Bedienungshilfen nennt Apple Anpassungen für die Touch-Bedienung, VoiceOver, Siri, die Steuerung über Home-App und HomeKit sowie Transkriptionen von Intercom-Durchsagen.
Alle Magnete bestehen aus 100 Prozent recycelten Seltenen Erden, die Beschichtung der von Apple entwickelten Leiterplatten aus 100 Prozent recyceltem Kupfer, Gold und Lötzinn. Die Verpackung besteht vollständig aus Fasermaterial.
Was vorab bekannt war und was nicht stimmte
Den Termin am 30. Oktober hatte Bloomberg wenige Tage vorher für Apple TV 4K und HomePod mini genannt, für den HomePod mini 2 traf er zu. Die Farbpalette hatten Ende September Produktbilder im Apple-Code gezeigt, auf denen Gelb und Orange fehlten. Das System hinter Siri AI steckte laut einer Code-Auswertung bereits in der aktuellen HomePod-Software, ohne aktiv zu sein.
| Merkmal | Stand der Berichte | Angabe von Apple |
|---|---|---|
| Chip | S9, S10 oder S11 | S10 |
| Design | unverändert | unverändert, 10 g leichter |
| Farben | neue Töne, Rot getestet | Rosa, Grün, Blau, Weiß, Mitternacht |
| Funk | N1-Chip mit WLAN 7 möglich, mindestens WLAN 6E | WLAN 6E, Bluetooth 6 |
| Ultrabreitband | zweite Generation | Ultrabreitband-Chip, Generation nicht genannt |
| Siri AI | zentrales Verkaufsargument zum Start | per späterem Update, zum Start nur Englisch |
| Marktstart | Herbst, zuletzt 30. Oktober | 30. Oktober |
| Preis | offen | 169 Euro |
Für wen ist der HomePod mini 2 gedacht?
Der HomePod mini 2 richtet sich an alle, die einen kompakten Lautsprecher für Apple Home suchen, und vor allem an Haushalte, die mit dem neuen Apple TV ein Heimkino aufbauen wollen. Vier Lautsprecher, die sich selbst einmessen, gibt es bei Apple nur in dieser Kombination, und das funktioniert unabhängig von Siri AI. Wenn du einen HomePod mini der ersten Generation besitzt, bekommst du vor allem den moderneren Chip, schnelleres WLAN, den Leuchteffekt und die Raumklang-Fähigkeit.
Ich halte den HomePod mini 2 hierzulande für ein solides Hardware-Update, das ohne Siri AI aber nur einen Teil dessen liefert, wofür Apple ihn bewirbt. Bloomberg nannte zuletzt rund fünf Monate ab dem Start von iOS 27 als bestmöglichen Fall dafür, dass Siri AI auf EU-iPhones ankommt. Ich erwarte, dass Apple Siri AI in der EU dann gleich mit Deutsch einführt und der HomePod mini 2 damit seine wichtigste Funktion hierzulande nachgeliefert bekommt.
Kaufst du den HomePod mini 2 schon jetzt für Klang und Raumklang, oder wartest du, bis Siri AI auf Deutsch darauf läuft? Erzähl uns in den Kommentaren, wofür dein HomePod mini bei dir im Einsatz ist.





