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Der kleine HomePod hat jetzt den neueren Chip, das schnellere WLAN und die einzige Siri-AI-Zusage. Der große hat den Klang, für den man einen HomePod überhaupt kauft. Zwischen beiden liegen 230 Euro, und welcher Lautsprecher der richtige ist, entscheidet sich weniger am Datenblatt als am Raum, in dem er stehen soll.
Mit dem HomePod mini 2, den Apple beim Termin „Welcome home“ am 13. Oktober vorgestellt hat, stehen wieder zwei aktuelle HomePod-Modelle im Sortiment. Der große HomePod 2 ist seit Februar 2023 auf dem Markt und kostet seit der Preisrunde im Juni 399 Euro, der HomePod mini 2 kommt am 30. Oktober für 169 Euro.
Die technischen Werte nennt Apple in den deutschen Datenblättern zum HomePod mini 2 und zum HomePod (2. Generation), die Chips in den Mitteilungen zum HomePod mini 2 und zum HomePod von 2023. Gegenüber dem HomePod mini der ersten Generation ist der Nachfolger vor allem beim Sprung vom S5 auf den S10 und beim WLAN gewachsen, beim Lautsprecher selbst kaum.
Das Wichtigste in Kürze
- Der HomePod 2 hat einen 4-Zoll-Tieftöner, fünf Hochtöner, Raumerkennung und 3D Audio mit Dolby Atmos. Der HomePod mini 2 hat nichts davon.
- Der HomePod mini 2 ist technisch neuer: S10 statt S7, WLAN 6E statt 802.11n, Bluetooth 6 statt 5.0.
- Siri AI hat Apple offiziell nur für den HomePod mini 2 angekündigt, per späterem Update und zunächst nur auf Englisch. Im deutschsprachigen Raum fehlt Siri AI auf beiden Modellen.
- Für den Raumklang am neuen Apple TV 4K lassen sich beide Modelle kombinieren: ein Paar vorn, ein Paar hinten.
- Ein Stereopaar bilden nur zwei Lautsprecher desselben Modells und derselben Generation.
Technische Daten im Vergleich
| HomePod mini 2 | HomePod 2 | |
|---|---|---|
| Preis in Deutschland | 169 Euro | 399 Euro |
| Marktstart | 30. Oktober 2026 | 3. Februar 2023 |
| Chip | S10 | S7 |
| Lautsprecher | Breitbandtreiber, zwei Passivmembranen | 4-Zoll-Tieftöner, fünf Hochtöner mit eigenem Neodym-Magnet |
| Kalibrierungsmikrofon für den Bass | nicht angegeben | ja |
| Raumerkennung | – | ja |
| 3D Audio mit Dolby Atmos | – | ja |
| Mikrofone für Siri | drei | vier |
| WLAN | WLAN 6E (802.11ax) | 802.11n |
| Bluetooth | 6 | 5.0 |
| Thread und Ultrabreitband | ja | ja |
| Temperatur- und Feuchtigkeitssensor | ja | ja |
| Beschleunigungssensor | – | ja |
| Sound Glow | ja | nicht angegeben |
| Höhe | 84,3 mm | 168 mm |
| Breite | 97,9 mm | 142 mm |
| Gewicht | 335 g | 2,3 kg |
| Farben | Rosa, Grün, Blau, Weiß, Mitternacht | Weiß, Mitternacht |
| Stromversorgung | 20-Watt-Netzteil im Lieferumfang | Netzkabel |
Der große HomePod ist doppelt so hoch und fast siebenmal so schwer.
Klang: Hier liegt der eigentliche Unterschied
Der HomePod mini 2 arbeitet mit einem einzigen Breitbandtreiber und zwei Passivmembranen, die den Bass verstärken. Ein Wellenleiter verteilt den Klang rundum, der S10 passt Dynamik und Lautstärke laufend an.
Der HomePod 2 trennt Bass und Höhen auf eigene Treiber und misst den Bass über ein internes Mikrofon nach. Die Membran seines Tieftöners bewegt sich laut Apple um 20 Millimeter. Dazu kommt die Raumerkennung: Er erkennt an den Schallreflexionen, ob er vor einer Wand oder frei steht, und stellt den Klang darauf ein. Der HomePod mini 2 kann das nicht, Apple führt die Funktion bei ihm ausdrücklich als nicht zutreffend.
3D Audio mit Dolby Atmos gibt es ebenfalls nur beim großen Modell, für Musik und Video. Beim HomePod mini 2 führt Apple auch diese Funktion als nicht zutreffend.
Technik: Der Kleine ist moderner
Bei Chip und Funk hat sich das Verhältnis umgekehrt. Im HomePod mini 2 steckt der S10, den Apple 2024 mit der Apple Watch Series 10 eingeführt hat. Der HomePod 2 nutzt seit 2023 den S7 aus der Apple Watch Series 7 von 2021.
Deutlicher ist der Abstand beim Funk. Der HomePod mini 2 nutzt WLAN 6E und Bluetooth 6, der HomePod 2 noch 802.11n, also den Standard, der heute WLAN 4 heißt, und Bluetooth 5.0.
Neu ist beim HomePod mini 2 auch Sound Glow: Die Oberseite leuchtet und pulsiert zur Musik, die Farben richten sich nach dem Albumcover. Für den HomePod 2 nennt Apple die Funktion nicht.
Siri AI: Kein Argument für Käufer hierzulande
Siri AI hat Apple offiziell nur für den HomePod mini 2 angekündigt. Das Update dafür kommt später und kostenlos, laut der englischen Mitteilung zunächst nur auf Englisch, in den USA, Australien, Großbritannien, Indien, Kanada, Neuseeland, Singapur und Südafrika. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind nicht dabei, und auf iPhone und iPad in der EU ist Siri AI laut Apple zunächst nicht verfügbar. Damit fehlt Siri AI auf dem HomePod mini 2 hierzulandevorerst ganz.
Beim großen HomePod beschreibt bislang nur ein Bildtext auf Apples Bestellseite einen Siri-AI-Leuchteffekt, die Produktseite nennt Siri AI nicht. Für die Kaufentscheidung im deutschsprachigen Raum spielt Siri AI damit auf keinem der beiden Modelle eine Rolle.
Stereopaar und Raumklang am Apple TV
Ein Stereopaar bilden laut Apple nur zwei Lautsprecher desselben Modells und derselben Generation. Ein HomePod mini 2 lässt sich also nicht mit einem HomePod 2 zu einem Paar verbinden, ebenso wenig mit einem HomePod mini der ersten Generation. Das HomePod-Stereopaar richtet die Home-App ein, sobald zwei passende Lautsprecher im selben Raum stehen.

Beim Raumklang mit vier Lautsprechern ist Apple großzügiger. Er setzt das Apple TV 4K der vierten Generation voraus und zwei passende Paare, eines vorn und eines hinten. Die beiden Paare dürfen sich unterscheiden: Apple zeigt selbst ein Setup mit zwei HomePod 2 neben dem Fernseher und zwei HomePod mini 2 dahinter.

Rechnet man die Preise zusammen, ergeben sich drei Stufen:
| Raumklang mit vier Lautsprechern | Lautsprecher | Mit Apple TV 4K (349 Euro) |
|---|---|---|
| Viermal HomePod mini 2 | 676 Euro | 1.025 Euro |
| Zweimal HomePod 2 vorn, zweimal HomePod mini 2 hinten | 1.136 Euro | 1.485 Euro |
| Viermal HomePod 2 | 1.596 Euro | 1.945 Euro |
Der HomePod mini der ersten Generation und der HomePod der ersten Generation sind beim Raumklang nicht vorgesehen.
Gemeinsamkeiten im Smart Home
Als Steuerzentrale fürs Smart Home nehmen sich beide Modelle nichts. Beide sind Home Hub für Apple Home, binden Thread-Zubehör mit HomeKit oder Matter ein und messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum. Beide erkennen den Alarmton von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern und schicken dann eine Mitteilung ans iPhone.
Auch als Lautsprecher am Mac lassen sich laut Apple beide Modelle nutzen, einzeln oder als Stereopaar. Voraussetzung ist ein Mac mit WLAN 6E oder neuer.
Wann sich der große HomePod lohnt
Ich würde die Entscheidung an der Raumgröße und am Hörverhalten festmachen, nicht an der Technik. Für Küche, Bad, Schlafzimmer oder Arbeitszimmer reicht der HomePod mini 2, und als Steuerzentrale fürs Smart Home ist er dem großen Modell ebenbürtig, beim WLAN sogar überlegen. Wer Musik bewusst hört, ein großes Wohnzimmer beschallen will oder Wert auf Dolby Atmos legt, kommt am HomePod 2 nicht vorbei.

Beim Heimkino halte ich die gemischte Variante für den sinnvollsten Weg: zwei HomePod 2 vorn tragen Dialoge und Bass, zwei HomePod mini 2 hinten liefern die Rückkanäle. Das kostet 460 Euro weniger als vier große Lautsprecher. Ärgerlich bleibt, dass der große HomePod mit WLAN 4 und einem Chip von 2021 fast vier Jahre nach seinem Start technisch hinter dem kleinen Modell zurückliegt und trotzdem 230 Euro mehr kostet.
HomePod mini 2 vs. HomePod 2 – das Wichtigste auf einen Blick
Der HomePod mini 2 ist das modernere Gerät und der günstigere Einstieg, der HomePod 2 der deutlich bessere Lautsprecher. Siri AI spricht hierzulande derzeit für keines der beiden Modelle. Wer beide kombiniert, kann den Raumklang am neuen Apple TV 4K ohne Einschränkung aus großen und kleinen Lautsprechern zusammenstellen.
Würdest du für das Wohnzimmer zum großen HomePod greifen, oder reichen dir zwei HomePod mini 2 als Stereopaar für 338 Euro? Schreib uns in die Kommentare, welcher Raum bei dir welchen Lautsprecher bekommt.
Häufige Fragen: HomePod mini 2 vs. HomePod 2
Was ist der größte Unterschied zwischen HomePod mini 2 und HomePod 2?
Der Klang. Der HomePod 2 hat einen 4-Zoll-Tieftöner, fünf Hochtöner, Raumerkennung und 3D Audio mit Dolby Atmos. Der HomePod mini 2 arbeitet mit einem Breitbandtreiber und zwei Passivmembranen. Technisch ist dagegen der kleine Lautsprecher neuer, mit S10-Chip, WLAN 6E und Bluetooth 6.
Nein. Ein Stereopaar bilden laut Apple nur zwei Lautsprecher desselben Modells und derselben Generation. Auch ein HomePod mini der ersten Generation lässt sich nicht mit einem HomePod mini 2 koppeln.
Ja. Mit dem Apple TV 4K der vierten Generation lassen sich vier Lautsprecher zu einem Raumklang verbinden, je ein Paar vorn und hinten. Die beiden Paare dürfen unterschiedliche Modelle sein, etwa zwei HomePod 2 vorn und zwei HomePod mini 2 hinten.
Nein. 3D Audio mit Dolby Atmos führt Apple beim HomePod mini 2 als nicht zutreffend, ebenso die Raumerkennung. Beides gibt es nur beim HomePod 2.
Vorerst nicht. Apple hat Siri AI nur für den HomePod mini 2 angekündigt, per späterem Update und zunächst nur auf Englisch in acht Ländern. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören nicht dazu. Für den HomePod 2 gibt es keine offizielle Ankündigung.
Der HomePod mini 2 kostet in Deutschland 169 Euro und ist ab dem 30. Oktober erhältlich. Der HomePod 2 kostet 399 Euro.
Ja, mit beiden Modellen, einzeln oder als Stereopaar. Voraussetzung ist laut Apple ein Mac mit WLAN 6E oder neuer.





