Wer einen betagten Mac oder ein älteres iPhone nutzt, kann ab Mitte Juli keine Office-Dokumente mehr bearbeiten oder neu erstellen. Microsoft zieht eine klare Grenze: Dokumente lassen sich dann nur noch öffnen und ansehen – Word, Excel und Co. schalten auf einen stark eingeschränkten Modus um.
Microsoft hat angekündigt, den Support für ältere Apple-Systeme in Microsoft 365, Office 2019 und Office 2021 einzustellen. Stichtag ist der 13. Juli 2026. Ab diesem Datum können Nutzer älterer macOS- und iOS-Versionen Office-Dateien zwar weiterhin öffnen, drucken und betrachten, aber nicht mehr bearbeiten, speichern oder neu anlegen. Der Schritt unterstreicht, wie wichtig es ist, das Betriebssystem aktuell zu halten – ein Prinzip, das auch beim regelmäßigen Verteilen von Apple-Sicherheitsupdates im Vordergrund steht, weil veraltete Systeme nach und nach von Diensten und Schutzmechanismen abgeschnitten werden.
Der „eingeschränkte Modus“ im Detail
Microsoft bezeichnet den Zustand als „reduced functionality mode“. Konkret heißt das: Die betroffenen Apps – Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote – öffnen und drucken Dateien weiterhin, verweigern aber das Bearbeiten, Speichern und Erstellen neuer Dokumente.
Die Einschränkung trifft zwei Gruppen gleichermaßen. Betroffen sind sowohl Abonnenten von Microsoft 365 auf macOS, iPhone und iPad als auch Anwender der Kaufversionen ohne Abo, also Office 2021 oder Office 2019 auf dem Mac. Eine Unterscheidung zwischen Abo- und Nicht-Abo-Lizenz gibt es bei dieser Grenze also nicht.
Welche Geräte ab Juli ausgeschlossen sind
Auf der iPhone-Seite endet die Unterstützung für das iPhone 8, das iPhone X und alle älteren Modelle. Diese Geräte erreichen die nötige Systemversion schlicht nicht mehr. Beim Mac fällt die Grenze großzügiger aus: Rechner ab Baujahr 2015 bleiben grundsätzlich auf der sicheren Seite.
Als Mindestanforderung gibt Microsoft macOS 12 Monterey und iOS 17 an. Wer ein aktuelles iPhone mit der jüngsten Systemsoftware verwendet – etwa nach dem Sprung auf iOS 26.5 und seinen Neuerungen -, muss sich um die Office-Funktionen keine Gedanken machen. Die Einschränkung betrifft ausschließlich Systeme unterhalb dieser Schwelle.
Wege aus dem eingeschränkten Modus
Für die meisten Anwender ist die Lösung unkompliziert: zuerst das Betriebssystem aktualisieren, anschließend die Office-Apps auf eine unterstützte Version bringen. Lässt sich ein Gerät noch auf macOS 12 oder iOS 17 oder neuer heben, ist das Problem damit erledigt.
Schwieriger wird es bei Geräten, die das nötige System gar nicht mehr erhalten – etwa beim iPhone 8 oder iPhone X. Hier nennt Microsoft zwei Auswege. Entweder ein Wechsel zur kostenlosen Web-Version von Office unter microsoft365.com, oder die Nutzung über ein Microsoft-365-Abo im Browser. Als einfachsten Weg empfiehlt Microsoft, lokale Dateien zunächst in OneDrive zu kopieren und anschließend online darauf zuzugreifen. Auf diese Weise bleiben auch ältere Geräte bearbeitungsfähig, sofern ein Browser zur Verfügung steht.
Ein bekanntes Muster für alternde Geräte
Support-Enden dieser Art folgen einem bekannten Muster: Softwarehersteller koppeln ihre Programme früher oder später von Betriebssystemen ab, die selbst keine Updates mehr bekommen. Für viele Geräte aus den Jahren um 2015 bis 2017 markiert der 13. Juli damit einen weiteren Punkt, an dem der Funktionsumfang spürbar schrumpft. Wer ein betroffenes Gerät besitzt, hat bis dahin Zeit, entweder das System zu aktualisieren oder auf die Web-Variante umzusteigen. (Bild: Shutterstock / Koshiro K)
- Musk muss Tesla- und SpaceX-E-Mails im Apple-Verfahren herausgeben
- Vision-Pro-Stylus: Apple-Patent soll virtuelle Texturen fühlbar machen
- MacBook Neo verkauft sich besser als das neue MacBook Air und Pro
- Apple Design Awards 2026: Die zwölf Gewinner stehen fest
- Anthropic weitet Glasswing aus und plant Mythos-Start für alle
- Silo Staffel 3: Trailer enthüllt die Origin-Story
- Apple TV gewinnt Gotham Award für Pluribus
- iPhone-Lieferungen in Lateinamerika legen um 8 Prozent zu
- WhatsApp arbeitet an Liquid Glass für die Mac-App
- Singapur weist xAIs Dokumentenanfragen in Apple-Klage ab
- Apple TV schlägt Netflix im neuen Qualitäts-Ranking
- iOS 26.5.1 und macOS Tahoe 26.5.1 beheben zwei Fehler
- All systems glow: Apples WWDC-Teaser deutet auf die neue Siri
- Nvidia RTX Spark und Dell XPS 13 fordern Apple heraus
- Apple-Watch-Daten beleuchten den Schlaf in den Wechseljahren
- Apple legt neuen Bericht zu Konfliktmineralien vor
- Apple zeigt seine Bild-KI-Forschung auf der CVPR 2026
- Claude Opus 4.8: Anthropics neues KI-Modell ist da
- Wie iPad und Mac helfen, die Cherokee-Sprache zu retten
- Amazon übernimmt auch Apples 20-Prozent-Anteil an Globalstar
- Studie: Wer ein Jahres-Abo kündigt, kommt fast nie zurück



