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Google: EU nimmt Werbegeschäft ins Visier

by Milan
12. Februar 2026
Google EU

Bild: Shutterstock / bluestork

Google steht erneut im Fokus der europäischen Wettbewerbshüter. Laut einem Bericht von Bloomberg hat die Europäische Kommission eine neue Untersuchung gegen Google eingeleitet. Im Mittelpunkt steht das Online-Werbegeschäft des Unternehmens. Konkret geht es um den Verdacht, dass Google seine dominante Stellung nutzen könnte, um Anzeigenpreise in Werbeauktionen künstlich zu erhöhen.

Die Untersuchung ist noch nicht offiziell angekündigt worden. Dennoch laufen offenbar bereits Vorbereitungen und Informationssammlungen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen Google empfindliche Strafen.

Google spielt im digitalen Werbemarkt eine zentrale Rolle. Das Unternehmen betreibt Plattformen, über die Werbeanzeigen gehandelt, versteigert und ausgespielt werden. Diese starke Marktposition hat Google in der Vergangenheit viel Kritik eingebracht – sowohl in Europa als auch in den USA.

Die neue Untersuchung reiht sich in eine Serie regulatorischer Maßnahmen ein, mit denen Behörden die Marktmacht von Google begrenzen wollen. Dabei geht es nicht nur um Geldstrafen, sondern auch um strukturelle Änderungen am Geschäftsmodell.

Neue EU-Untersuchung gegen Google wegen Anzeigenpreisen

Nach Informationen von Bloomberg hat die Europäische Kommission damit begonnen, Kunden und Konkurrenten von Google zu kontaktieren. Ziel ist es, mehr Informationen über die Dominanz von Google in verschiedenen Bereichen des Online-Werbemarkts zu sammeln.

Besonders im Fokus steht der sogenannte Clearingpreis in Werbeauktionen. Dabei handelt es sich um den Preis, den Werbekunden nach einer Auktion tatsächlich zahlen müssen. Die Regulierungsbehörden befürchten, dass Google diesen Clearingpreis zum Nachteil der Werbekunden künstlich erhöhen könnte.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, würde das bedeuten, dass Google seine Marktstellung missbraucht, um höhere Einnahmen zu erzielen. Für Unternehmen, die auf digitale Werbung angewiesen sind, könnten dadurch steigende Kosten entstehen.

Mögliche Strafen nach EU-Wettbewerbsrecht

Die Europäische Kommission hat zwar noch kein formelles Verfahren angekündigt, doch die möglichen Konsequenzen sind klar geregelt. Wenn Google gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstößt, kann eine Geldstrafe von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängt werden.

Angesichts der globalen Umsätze von Google würde das eine Strafe in Milliardenhöhe bedeuten. Bereits in der Vergangenheit musste Google hohe Bußgelder zahlen. Die EU-Regulierungsbehörden haben dem Unternehmen mehrfach Milliardenstrafen wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte auferlegt.

Zusätzlich zu Geldstrafen könnten weitere Auflagen folgen. Die Regulierungsbehörden haben Google Berichten zufolge aufgefordert, das Android-Betriebssystem für konkurrierende KI-Assistenten zu öffnen. Außerdem soll Google Suchdaten mit Wettbewerbern teilen.

Frühere EU-Untersuchung zu Werbung für Minderjährige

Bereits im Dezember 2024 wurde Google von der EU im Zusammenhang mit Werbung für Minderjährige untersucht. Auch hier ging es um mögliche Verstöße gegen europäische Vorschriften.

Diese Untersuchung zeigt, dass Google in mehreren Bereichen seines Geschäftsmodells unter genauer Beobachtung steht. Die aktuelle Prüfung der Anzeigenpreise ist damit kein Einzelfall, sondern Teil einer umfassenderen Kontrolle durch die europäischen Behörden.

Urteil in den USA: Google als Monopolist im Online-Werbemarkt

Parallel zu den Entwicklungen in Europa gab es auch in den USA eine wichtige Entscheidung. Im April 2025 entschied ein US-Bundesrichter, dass Google im Bereich Online-Werbung als Monopolist einzustufen ist.

Damit endete ein Rechtsstreit, der mit einer Klage des US-Justizministeriums begonnen hatte. In der Klage wurde Google vorgeworfen, den Werbemarkt zu dominieren und diese Kontrolle zu nutzen, um höhere Preise zu verlangen und einen größeren Anteil der Werbeeinnahmen einzubehalten.

Das US-Justizministerium verfolgt das Ziel, dass Google sein Werbetechnologiegeschäft verkauft. Eine endgültige Entscheidung darüber, welche konkreten Maßnahmen zur Behebung des wettbewerbswidrigen Verhaltens angeordnet werden, steht jedoch noch aus.

Bedeutung für Google und den Online-Werbemarkt

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Google weltweit unter zunehmendem regulatorischem Druck steht. Sowohl die Europäische Union als auch die USA prüfen, ob das Unternehmen seine Marktmacht im Bereich Online-Werbung missbraucht.

Sollte die EU zu dem Ergebnis kommen, dass Google Anzeigenpreise künstlich erhöht hat, drohen nicht nur hohe Geldstrafen. Auch strukturelle Eingriffe in das Geschäftsmodell wären denkbar.

Für den Online-Werbemarkt insgesamt könnte das spürbare Veränderungen bedeuten. Mehr Wettbewerb und strengere Auflagen könnten die Marktbedingungen neu ordnen.

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Digitale Werbung: Google erneut im Visier der Behörden

Die neue Untersuchung der Europäischen Kommission gegen Google konzentriert sich auf einen zentralen Bestandteil des digitalen Werbegeschäfts: die Preisbildung in Anzeigenauktionen. Der Verdacht, dass Google Clearingpreise künstlich erhöhen könnte, steht im Raum.

Gleichzeitig zeigen frühere Verfahren in Europa sowie das Urteil eines US-Bundesrichters, dass Googles Rolle im Online-Werbemarkt zunehmend juristisch überprüft wird. Ob es zu weiteren Milliardenstrafen oder strukturellen Veränderungen kommt, hängt vom Ergebnis der laufenden und möglichen künftigen Verfahren ab.

Fest steht: Google bleibt im Zentrum der wettbewerbsrechtlichen Debatte – sowohl in der EU als auch in den USA. (Bild: Shutterstock / bluestork)

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