Apple wird an der Börse seit Jahren nicht mehr nur über neue Geräte bewertet. Der Fokus hat sich spürbar verschoben. Stabilität, planbare Einnahmen und verlässliche Kapitalrückflüsse spielen inzwischen eine größere Rolle als spektakuläre Hardware-Neuheiten. Genau an diesem Punkt setzt die jüngste Analyse von Bernstein an, die dem Konzern weiteres Kurspotenzial zutraut.
Der Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi hat das Kursziel für Apple von 325 auf 340 US-Dollar angehoben und gleichzeitig seine Outperform-Bewertung bestätigt. Grundlage dafür ist ein klarerer Blick auf das langfristige Gewinnpotenzial. Besonders der Dienstleistungsbereich sowie die laufenden Kapitalrenditen haben sich aus Sicht von Bernstein positiv entwickelt und rechtfertigen die höhere Bewertung.
Dienstleistungen tragen die Bewertung
Im Mittelpunkt der Analyse steht das Servicegeschäft von Apple. Dieses Segment wächst nicht nur stetig, sondern erzielt auch deutlich höhere Margen als der reine Geräteverkauf. Einnahmen aus dem App Store, Abonnements und Zahlungsdiensten haben sich zu verlässlichen Umsatzquellen entwickelt. Selbst bei schwankender iPhone-Nachfrage bleibt dieser Bereich stabil und liefert konstanten Cashflow.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die große installierte Basis. Millionen aktiver Geräte weltweit sorgen dafür, dass Apple seine Dienstleistungen kontinuierlich monetarisieren kann. Längere Austauschzyklen bei Smartphones verlieren dadurch an Bedeutung, da bestehende Nutzer weiterhin Umsätze generieren, auch ohne jedes Jahr neue Hardware zu kaufen.
Hardware bleibt ein Unsicherheitsfaktor
Der Verkauf von Geräten entwickelt sich regional weiterhin uneinheitlich. In einigen Märkten bleibt die Nachfrage verhalten, und insgesamt sind die Austauschzyklen für Smartphones länger als früher. Bernstein misst diesem Punkt jedoch weniger Gewicht bei als in der Vergangenheit. Der Grund: Die Bewertung von Apple hängt nicht mehr primär vom kurzfristigen Hardware-Wachstum ab.
Produkt-Updates und neue KI-Funktionen könnten zwar zusätzlichen Rückenwind liefern, werden aber eher als stabilisierende Elemente gesehen. Sie sollen das Ökosystem stärken und die Nutzerbindung erhöhen, gelten jedoch nicht als zentrale Wachstumstreiber.
Aktienrückkäufe und Cashflow als Kurstreiber
Ein wichtiger Bestandteil der Bernstein-These ist die Kapitalstrategie von Apple. Umfangreiche Aktienrückkäufe reduzieren die Zahl der ausstehenden Aktien und steigern damit den Gewinn pro Aktie. Gleichzeitig spielt die Fähigkeit, langfristig freien Cashflow zu generieren, eine zentrale Rolle.
Apple hält seine Margen hoch, baut das Dienstleistungsgeschäft schrittweise aus und gibt Kapital konsequent an die Aktionäre zurück. Zudem ist geplant, die Aktienanzahl über die Zeit weiter zu senken. Diese Kombination sorgt aus Analystensicht für ein solides, gut kalkulierbares Gewinnwachstum.
Wo der Optimismus an Grenzen stößt
Trotz der positiven Einschätzung ist die Bewertung nicht frei von Risiken. Das Wachstum im Dienstleistungsbereich steht zunehmend unter regulatorischem Druck. Gleichzeitig reagieren Verbraucher angesichts anhaltender Inflation und der von Präsident Trump eingeführten Zölle preisbewusster.
Auch die Nachfrage nach Hardware bleibt eng mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verknüpft, insbesondere außerhalb der USA. Rückschläge in den besonders profitablen Bereichen könnten die hohe Bewertung infrage stellen. Bernstein kommt dennoch zu dem Schluss, dass die Strategie von Apple widerstandsfähiger ist, als viele Skeptiker vermuten.
Apple punktet mit Cashflow, Margen und Rückkäufen
Das Kursziel von 340 US-Dollar basiert nicht auf einem einzelnen Durchbruch oder einer neuen Produktkategorie. Entscheidend ist die konstante Leistung von Apple: stabile Serviceumsätze, hohe Margen, ein starker freier Cashflow und konsequente Aktienrückkäufe. Genau diese Faktoren machen den Konzern aus Sicht von Bernstein langfristig berechenbar und rechtfertigen den optimistischen Ausblick. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Romaset / DepositPhotos.com)
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