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Apple und Google versprechen mehr Fairness im UK-App-Store

Milan Jovicic by Milan Jovicic
10. Februar 2026 - 17:06 CET
in Apple News
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Apple Google UK

Bild: Shutterstock / Robert Harding Video

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Apple und Google haben in Großbritannien verbindliche Zusagen gemacht, um ihre App-Store-Praktiken fairer zu gestalten. Hintergrund ist eine Untersuchung der britischen Wettbewerbsbehörde, die beiden Konzernen eine besonders starke Marktmacht im Bereich mobiler Plattformen bescheinigt hat. Die angekündigten Änderungen betreffen zentrale Punkte wie App-Bewertungen, den Umgang mit Entwicklerdaten und bei Apple zusätzlich den Zugang zu iOS-Funktionen. Ziel ist es, den Wettbewerb zu stärken, ohne dabei formell ein Fehlverhalten festzustellen.

Die britische Competition and Markets Authority (CMA) hatte im Oktober festgestellt, dass Apple und Google im Markt für mobile Betriebssysteme und App Stores faktisch ein Duopol bilden. Auf dieser Grundlage erhielten beide Unternehmen den sogenannten „strategischen Marktstatus“.

Diese Einstufung ist ausdrücklich kein Beweis für wettbewerbswidriges Verhalten. Sie verschafft den Regulierungsbehörden jedoch erweiterte Befugnisse, um gezielt Änderungen an Marktpraktiken zu verlangen, wenn diese als wettbewerbshemmend eingestuft werden. Die jetzt veröffentlichten Zusagen sind das Ergebnis dieses regulatorischen Rahmens.

Fairere Bewertung und Einstufung von Apps

Ein zentraler Punkt der Vereinbarung betrifft die Art und Weise, wie Apps in den App Stores von Apple und Google geprüft, bewertet und gelistet werden. Beide Unternehmen verpflichten sich, sicherzustellen, dass dieser Prozess fair, objektiv und transparent abläuft.

Konkret bedeutet das, dass Apps nicht benachteiligt werden dürfen, nur weil sie mit eigenen Diensten von Apple oder Google konkurrieren. Die Bewertung und Platzierung soll unabhängig davon erfolgen, ob eine App in direkter Konkurrenz zu plattformeigenen Angeboten steht. Damit reagiert die CMA auf langjährige Kritik von Entwicklern, die eine strukturelle Bevorzugung der eigenen Dienste der Plattformbetreiber bemängelt haben.

Schutz von Entwicklerdaten im Prüfprozess

Ein weiterer Bestandteil der Zusagen betrifft den Umgang mit sensiblen Daten. Während des App-Bewertungs- und Freigabeprozesses erhalten Apple und Google Einblick in technische und geschäftliche Informationen von Entwicklern. Künftig sollen diese Daten besser geschützt werden.

Beide Unternehmen sagen zu, die im Rahmen der App-Prüfung gesammelten Informationen nicht in einer Weise zu nutzen, die den Wettbewerb verzerren könnte. Ziel ist es, zu verhindern, dass Plattformbetreiber aus diesen Daten strategische Vorteile für eigene Produkte oder Dienste ableiten.

Zusätzliche Anforderungen an Apple: Interoperabilität von iOS

Für Apple gelten über die allgemeinen Zusagen hinaus zusätzliche Anforderungen. Der Konzern muss Entwicklern einen einfacheren und umfassenderen Zugang zu iOS-Funktionen und systemnahen Features ermöglichen. Damit soll die Interoperabilität verbessert werden.

In der Praxis könnte das bedeuten, dass Apps von Drittanbietern künftig besser mit den eigenen Diensten von Apple konkurrieren können. Viele Funktionen des iOS-Ökosystems waren bislang nur eingeschränkt oder gar nicht für externe Entwickler zugänglich. Die CMA sieht hier einen wichtigen Hebel, um den Wettbewerb innerhalb des Apple-Ökosystems zu stärken.

Stellungnahme von Apple und zeitlicher Rahmen

Apple hat die Vereinbarungen öffentlich kommentiert. In einer Erklärung gegenüber Bloomberg teilte das Unternehmen mit, die angekündigten Verpflichtungen würden es ermöglichen, weiterhin wichtige Innovationen im Bereich Datenschutz und Sicherheit für Nutzer voranzutreiben und gleichzeitig neue Chancen für Entwickler zu schaffen.

Die geplanten Änderungen sollen am 1. April in Kraft treten. Voraussetzung ist der Abschluss einer öffentlichen Konsultationsphase, die noch bis zum 3. März läuft. In diesem Zeitraum können Stellungnahmen zu den Maßnahmen eingereicht werden.

Aufsicht und mögliche weitere Schritte

Die CMA kündigt an, die Umsetzung der Zusagen genau zu überwachen. Sollten Apple oder Google ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, will die Behörde nicht zögern, formelle Anforderungen durchzusetzen.

Darüber hinaus weist die CMA darauf hin, dass in den kommenden Monaten weitere Maßnahmen folgen könnten. Diese könnten unter anderem Änderungen an der Funktionsweise der digitalen Wallet-App von Apple betreffen. Damit ist klar, dass die aktuellen Zusagen nicht das Ende der regulatorischen Eingriffe darstellen, sondern Teil eines längerfristigen Prozesses sind.

Apple & Google: CMA greift in Marktstrukturen ein

Die Vereinbarung zwischen Apple, Google und der britischen Wettbewerbsbehörde markiert einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz und Fairness im mobilen App-Markt. Ohne ein Fehlverhalten festzustellen, nutzt die CMA ihre erweiterten Befugnisse, um strukturelle Wettbewerbsprobleme anzugehen. Für Entwickler bedeutet das potenziell bessere Wettbewerbsbedingungen, für Apple eine stärkere Öffnung des eigenen Ökosystems unter enger regulatorischer Beobachtung. (Bild: Shutterstock / Robert Harding Video)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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