Apple hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres außergewöhnlich starke Zahlen vorgelegt. Besonders der chinesische Markt spielte dabei eine zentrale Rolle. Nach rund 18 Monaten mit rückläufigen iPhone-Verkäufen gelang dort eine klare Trendwende. Am Ende stand nicht nur ein deutliches Wachstum, sondern das beste iPhone-Quartal, das Apple jemals in China erzielt hat.
Laut Apple-Chef Tim Cook war das iPhone-Wachstum in China einer der wichtigsten Treiber für die Rekordgewinne des Konzerns. Der Erfolg kam dabei aus zwei Richtungen: Viele bestehende iPhone-Nutzer wechselten auf ein neues Modell, gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die von Android-Geräten zum iPhone wechselten.
Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil Apple zuvor über anderthalb Jahre hinweg Marktanteile an chinesische Hersteller verloren hatte, deren Geräte technisch immer konkurrenzfähiger geworden waren.
Rekordzahlen in Großchina
Im Raum Großchina legte der Umsatz im Jahresvergleich um 38 Prozent zu. Hauptverantwortlich dafür war das iPhone. Apple erzielte dort einen Rekordumsatz, was dieses Quartal zum erfolgreichsten iPhone-Quartal aller Zeiten in der Region machte.
Zusätzlich stiegen die Besucherzahlen in den Apple Stores in China deutlich an. Die installierte Basis erreichte sowohl in Großchina als auch auf dem chinesischen Festland einen neuen Höchststand. Gleichzeitig verzeichnete Apple einen neuen Rekord bei iPhone-Upgrades sowie ein starkes zweistelliges Wachstum bei Nutzern, die von Android wechselten.
Eine Umfrage von Worldpanel zeigte außerdem, dass iPhones in diesem Zeitraum die drei beliebtesten Smartphones in chinesischen Städten waren.
Drei Gründe für den Erfolg
Von Wired zitierte Analysten führen die Trendwende auf drei konkrete Faktoren zurück.
Ein ungewöhnlich starkes Basismodell
Das iPhone 17 bietet ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das es in dieser Form bei einem Basismodell seit Jahren nicht mehr gegeben hatte. Statt klarer Abstriche gegenüber den Pro-Modellen gibt es kaum relevante Kompromisse.
Erstmals verfügt ein Nicht-Pro-iPhone über ein Always-On-Display mit ProMotion. Dazu kommen die gleiche 18-Megapixel-Selfie-Kamera mit Center Stage wie beim iPhone 17 Pro sowie ein verbessertes 48-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv auf der Rückseite.
Im direkten Vergleich zum Pro-Modell bleiben im Wesentlichen nur eine etwas längere Akkulaufzeit, etwas mehr Leistung und eine zusätzliche Kamera als Unterschiede übrig. Das macht das Basismodell für viele Käufer deutlich attraktiver als in den Jahren zuvor.
Der Analyst Gerrit Schneemann von Counterpoint sprach von einem deutlich größeren Technologiesprung als beim iPhone 16. Funktionen, die zuvor klar der Pro-Serie zugeordnet waren, fanden erstmals ihren Weg ins Standardmodell. Das dürfte viele Nutzer dazu bewegt haben, früher als geplant auf ein neues Gerät umzusteigen.
Ein Preis knapp unter der Subventionsgrenze
Ein weiterer entscheidender Punkt war der Verkaufspreis in China. Um die heimische Wirtschaft anzukurbeln, stellte die chinesische Regierung im Jahr 2025 rund 43 Milliarden US-Dollar für Subventionen beim Kauf von Elektronik, Haushaltsgeräten und Autos bereit.
Smartphones mit einem Verkaufspreis unter 6.000 RMB, umgerechnet etwa 860 US-Dollar, konnten einen staatlichen Rabatt von bis zu 15 Prozent erhalten. Apple setzte den Preis des iPhone 17 in China gezielt auf 5.999 RMB. Damit lag das Gerät nur wenige Cent unter der Obergrenze und erfüllte die Voraussetzungen für die Förderung.
So wurde das iPhone 17 für preisbewusste Käufer deutlich attraktiver, ohne dass Apple offiziell von seiner Premium-Positionierung abrücken musste.
Der richtige Zeitpunkt im Upgrade-Zyklus
Der Markterfolg fiel außerdem in eine Phase, in der viele chinesische iPhone-Nutzer ohnehin über einen Gerätewechsel nachdachten. In China liegt der typische Austauschzyklus bei etwa drei bis vier Jahren.
Der letzte große iPhone-Verkaufsboom ging auf die Einführung des iPhone 13 zurück. Mit dem iPhone 17 traf Apple damit genau den Moment, in dem ein großer Teil der Nutzer wieder bereit für ein Upgrade war. Das überzeugende Gesamtpaket verstärkte diesen Effekt zusätzlich.
Apples Rückkehr zum Wachstum im chinesischen Markt
Apple hat in China gleich mehrere Faktoren erfolgreich miteinander kombiniert. Ein ungewöhnlich starkes Basismodell, eine gezielte Preisstrategie mit Blick auf staatliche Subventionen und ein optimal gewählter Markteinführungszeitpunkt sorgten gemeinsam für die besten iPhone-Verkäufe aller Zeiten in der Region.
Nach einer längeren Schwächephase zeigt sich damit, dass Apple auch in einem hart umkämpften Markt wie China wieder deutlich wachsen kann, wenn Produkt, Preis und Timing zusammenpassen. (Bild: Shutterstock / Wongsakorn 2468)
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