Die aktuellen Zahlen zum iPad zeichnen ein differenziertes Bild. Apple konnte seine Tablet-Verkäufe im vierten Quartal 2025 deutlich steigern und Marktanteile gewinnen, während sich der globale Tablet-Markt nur langsam erholt. Gleichzeitig warnt ein neuer Bericht vor möglichen Speicherengpässen, die das Jahr 2026 spürbar belasten könnten. Grundlage dafür ist eine aktuelle Analyse des Marktforschungsunternehmens Omdia, das sowohl das vierte Quartal 2025 als auch das Gesamtjahr ausgewertet hat.
Nach dem außergewöhnlichen Nachfrageboom während der Pandemie befand sich der Tablet-Markt mehrere Jahre im Rückgang. 2025 markiert nun einen Wendepunkt. Die Auslieferungen stiegen wieder, erreichten sogar das höchste Niveau seit 2020. Das iPad spielte dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass das Wachstum nicht gleichmäßig verteilt ist und strukturelle Risiken bestehen, die sich bereits abzeichnen.
iPad-Verkäufe im vierten Quartal 2025 deutlich gestiegen
Laut Omdia hat Apple im vierten Quartal 2025 weltweit 19,6 Millionen iPads ausgeliefert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einem Wachstum von 16,5 Prozent. Damit belegte Apple bei den reinen Stückzahlen den zweiten Platz.
An der Spitze der Quartalsauslieferungen lag Lenovo, das 3,9 Millionen Tablets auslieferte und ein starkes Wachstum von 36,2 Prozent verzeichnete. Trotz dieser Dynamik blieb Apple klarer Marktführer, da das iPad einen deutlich höheren Marktanteil erreichte als alle Wettbewerber.
Marktanteile: Apple baut Führung weiter aus
Im vierten Quartal 2025 kam Apple auf einen Marktanteil von 44,9 Prozent. Das entspricht einem Zuwachs von 2,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Damit lag das iPad weit vor der Konkurrenz.
Samsung erreichte 14,7 Prozent Marktanteil, Lenovo 8,8 Prozent, Huawei 6,9 Prozent und Xiaomi 6,4 Prozent. Weitere Tablet-Hersteller kamen zusammen auf 18,3 Prozent. Trotz einzelner hoher Wachstumsraten bei Wettbewerbern konnte Apple seine dominante Position im Markt also weiter festigen.
Gründe für das Wachstum des iPad
Omdia führt die starke Entwicklung von Apple vor allem auf eine robuste Nachfrage zurück. Besonders gefragt waren das iPad der 11. Generation sowie die iPad-Pro-Modelle auf Basis des neuen M5-Chips. Diese Produktreihen trugen maßgeblich dazu bei, dass das iPad im vierten Quartal 2025 deutlich besser abschnitt als der Gesamtmarkt.
Apple konnte dadurch seine Rolle als führender Tablet-Anbieter weiter ausbauen und sich klar vom Wettbewerb absetzen.
Entwicklung des gesamten Tablet-Marktes
Der weltweite Tablet-Markt wuchs im vierten Quartal 2025 um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum lag leicht über dem Niveau von 2024 und deutet auf eine Abschwächung des zuvor mehrjährigen Rückgangs hin. Nach drei Jahren sinkender Verkaufszahlen zeigt sich damit eine gewisse Stabilisierung.
Gleichzeitig bleibt das Marktwachstum moderat. Der Abstand zu den außergewöhnlich hohen Verkaufszahlen während des pandemiebedingten Booms ist weiterhin deutlich.
Speicherengpässe als entscheidender Faktor für 2026
Himani Mukka, Research Manager bei Omdia, ordnet die Zahlen in einen größeren Zusammenhang ein. Demnach erreichte der Tablet-Markt im Jahr 2025 das höchste jährliche Auslieferungsvolumen seit dem Nachfragehoch im Jahr 2020. Ein wesentlicher Treiber dafür war die starke saisonale Nachfrage im Weihnachtsgeschäft.
Hinzu kamen gezielte Vorbereitungen der Hersteller auf erwartete Speicherengpässe. Diese führten dazu, dass viele Unternehmen ihre Auslieferungen im vierten Quartal bewusst erhöhten. Genau diese Engpässe könnten sich jedoch 2026 als Belastung erweisen. Laut Omdia dürfte die Tablet-Nachfrage im laufenden Jahr zunehmend unter Druck geraten, wenn sich die Versorgung mit Speicherkomponenten verschärft.
iPad profitiert von starkem Quartal, 2026 wird anspruchsvoller
Das iPad geht aus dem vierten Quartal 2025 klar gestärkt hervor. Apple steigert die Auslieferungen deutlich, gewinnt Marktanteile und baut seine Führungsrolle im Tablet-Markt weiter aus. Gleichzeitig zeigt der Omdia-Bericht, dass das aktuelle Wachstum auch durch Sondereffekte begünstigt wurde. Mit Blick auf mögliche Speicherengpässe und eine nachlassende Nachfrage dürfte das Jahr 2026 für den Tablet-Markt insgesamt – und damit auch für das iPad – spürbar herausfordernder werden. (Bild: Shutterstock / Vladimka production)
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