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Apple bringt Touch ID unter dem Display wieder ins Spiel

Milan Jovicic by Milan Jovicic
10. Februar 2026 - 19:40 CET
in Apple News
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Apple Touch ID

Bild: Shutterstock / TeeStocker

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Apple arbeitet kontinuierlich an neuen Wegen, biometrische Sicherheit in seine Geräte zu integrieren. Während Face ID und Touch ID seit Jahren feste Bestandteile des Apple-Ökosystems sind, zeigt ein neu erteiltes Patent, dass Apple an einer erweiterten Form von Touch ID unter dem Display arbeitet. Dabei geht es nicht nur um das iPhone, sondern um eine Technologie, die potenziell auf mehrere Geräteklassen ausgeweitet werden kann.

Besonders relevant wird dieses Thema im Zusammenhang mit dem erwarteten iPhone Fold. Das faltbare iPhone soll extrem dünn sein, was den Einsatz von Face ID erschwert oder sogar unmöglich macht. Touch ID gilt deshalb als wahrscheinliche Alternative. Bisher gingen viele Berichte davon aus, dass Apple auf einen im Seitentaster integrierten Sensor setzt, ähnlich wie beim iPad Air seit 2020. Das aktuelle Patent deutet jedoch darauf hin, dass Apple parallel an einer Lösung arbeitet, bei der Touch ID direkt unter dem Bildschirm sitzt.

Ein Patent mit technischem Fokus

Das Patent trägt den Titel „Display mit lokalisierten Helligkeitsanpassungsfunktionen“. Auf den ersten Blick klingt das nach einer Erweiterung bekannter Displayfunktionen wie True Tone. Tatsächlich beschreibt Apple darin jedoch ein völlig anderes Konzept. Bestimmte Pixel des Displays können gezielt aufleuchten, um einen aufgelegten Finger zu beleuchten. Das vom Finger reflektierte Licht wird anschließend von integrierten Lichtsensoren erfasst, die den Fingerabdruck erkennen.

Apple erklärt, dass das Gerät über eine Reihe von Komponenten verfügen kann, darunter Lichtsensoren, die durch transparente Fenster im Display Fingerabdrücke erfassen. Die Steuerschaltung weist das Display an, bestimmte Pixel zu aktivieren, um den Finger zu beleuchten, während die Sensoren das reflektierte Licht auswerten.

Unterschied zu bisherigen Lösungen

Diese Technik ist nicht mit bekannten Funktionen wie Photo Booth auf dem Mac oder dem sogenannten Retina Flash vergleichbar, der erstmals beim iPhone 6s für Selfies genutzt wurde. Dort wird der gesamte Bildschirm kurzzeitig hell erleuchtet. Das neue Patent stellt ausdrücklich klar, dass nicht zwingend das komplette Display aufleuchten muss.

Stattdessen bleibt der Bildschirm während der Fingerabdruckerkennung lesbar und zeigt weiterhin Inhalte an. Nur ein bestimmter Bereich blinkt kurz auf, um den Finger zu beleuchten. Zwar erwähnt das Patent auch Szenarien, in denen das gesamte Display Licht abstrahlt, doch diese beziehen sich auf Sonderfälle, etwa wenn der genaue Fingerbereich erst erkannt werden muss.

Flexible oder feste Sensorbereiche

Ein zentraler Punkt des Patents ist die Frage, wo der Finger platziert werden kann. In einer beschriebenen Variante erkennt das System zunächst die Position des Fingers. Anschließend wird genau dieser Bereich oder bei Bedarf das gesamte Display beleuchtet. Das würde bedeuten, dass Touch ID an nahezu jeder Stelle des Bildschirms funktionieren könnte.

Alternativ beschreibt Apple eine Konfiguration mit einem fest definierten Sensorbereich im Display. In diesem Fall nimmt ein Lichtsensor-Array einen bestimmten Teil des Bildschirms ein. Dieser Bereich müsste für den Nutzer klar erkennbar sein. Zusätzlich könnten auch die umliegenden Pixel, die den Sensor überlappen, aufleuchten, um die Erkennungsqualität zu verbessern.

Einsatz auf verschiedenen Geräten

Auffällig ist, dass sich das Patent nicht auf ein einzelnes Produkt beschränkt. Apple nennt ausdrücklich eine Vielzahl möglicher Geräte, darunter iPads, Mobiltelefone, Displays, Mediaplayer und sogar Desktop-Computer. Auch die Abbildungen im Patent bestehen hauptsächlich aus allgemeinen Schaltkreisen und Zeitdiagrammen, die auf praktisch jedes Apple-Display übertragbar sind.

Damit wird klar, dass Touch ID unter dem Display nicht ausschließlich für das iPhone gedacht ist, sondern als plattformübergreifende Technologie verstanden werden kann.

Zusammenhang mit iPhone Fold und Mac

Beim iPhone Fold gilt Touch ID als besonders wahrscheinlich, da für Face ID möglicherweise kein Platz vorhanden ist. Das Patent könnte erklären, warum sich Berichte und Leaks widersprechen, ob der Sensor im Seitentaster oder unter dem Display sitzen wird. Ebenso ist denkbar, dass Apple diese Technologie zwar erforscht, aber nicht direkt in der ersten Generation des iPhone Fold einsetzt.

Bezogen auf den Mac ist die Lage anders. Aktuelle MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modelle verfügen bereits über Touch ID in der Tastatur. Für Desktop-Macs bietet Apple ebenfalls Tastaturen mit integriertem Sensor an. Rein technisch besteht also kein Zwang, Touch ID ins Display zu verlagern. Dennoch ist das Patent erst im Januar 2025 eingereicht worden und damit keine veraltete Idee.

Zusätzlich hat Apple im Juli 2025 ein weiteres Patent angemeldet, das ein Face-ID-System speziell für Macs beschreibt. Das zeigt, dass Apple mehrere biometrische Ansätze parallel verfolgt und sich bewusst verschiedene Optionen offenhält.

Apple denkt Touch ID unter dem Display geräteübergreifend

Das aktuelle Patent macht deutlich, dass Apple intensiv an Touch ID unter dem Display arbeitet und diese Technologie nicht nur für ein einzelnes Gerät vorsieht. Besonders im Zusammenhang mit dem iPhone Fold gewinnt der Ansatz an Bedeutung, könnte aber langfristig auch für iPad oder Mac relevant werden. Ob und wann Touch ID unter dem Bildschirm tatsächlich in einem Apple-Produkt erscheint, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass Apple biometrische Sicherheit weiterdenkt und bestehende Lösungen nicht als endgültig betrachtet. (Bild: Shutterstock / TeeStocker)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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