Apple steht seit Jahren für technologische Innovation und eine hohe Zahl an Patentanmeldungen. Im Jahr 2025 zeigt sich jedoch ein klarer Bruch mit diesem Muster. Neue Zahlen machen deutlich, dass Apple deutlich weniger US-Patente erhalten hat als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist nicht nur für das Unternehmen selbst relevant, sondern ordnet sich in eine breitere Entwicklung innerhalb des US-Patentsystems ein.
Patente gelten weiterhin als wichtiger Gradmesser für Forschungsaktivitäten und technologische Schwerpunkte. Bei Apple werden diese Zahlen besonders aufmerksam verfolgt, weil sie oft Hinweise auf künftige Produktstrategien liefern. Die aktuellen Daten von IFI CLAIMS Patent Services zeigen nun, dass 2025 sowohl für Apple als auch für viele andere Technologieunternehmen ein Jahr mit rückläufiger Patentaktivität war.
Apples Patentanmeldungen und Platzierung 2025
Apple erhielt im Jahr 2025 insgesamt 2.722 US-Patente. Im Jahr zuvor waren es noch 3.082, was einem Rückgang von rund 12 Prozent entspricht. Durch diesen Rückgang fiel Apple in der jährlichen Rangliste der 50 größten Empfänger von US-Patenterteilungen um zwei Plätze zurück und landete auf Rang sechs.
Diese Entwicklung ist auffällig, da Apple weiterhin stark in Bereiche wie künstliche Intelligenz, Siliziumdesign und Software investiert. Die geringere Zahl an Patenten deutet darauf hin, dass diese Investitionen nicht automatisch zu mehr Patentanmeldungen geführt haben oder sich zeitlich verzögert auswirken.
Allgemeiner Rückgang der US-Patentaktivität
Der Rückgang bei Apple ist Teil eines größeren Trends. Die Gesamtzahl der US-Patenterteilungen sank 2025 auf 323.272, was einem Minus von weniger als 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Deutlich stärker fiel der Rückgang bei den Patentanmeldungen aus. Diese gingen um 9 Prozent auf 393.344 zurück und erreichten damit den niedrigsten Stand seit 2019.
IFI verweist darauf, dass dieser Rückgang auf ein Rekordhoch im Jahr 2024 folgte. Die zugrunde liegenden Daten stammen direkt vom United States Patent and Trademark Office und bilden die Basis für die jährlichen Berichte „Top 50“ sowie „Top 10 Fastest Growing Technologies“.
Betroffene Technologiebereiche und weitere Unternehmen
Der Rückgang der Patentaktivität zeigte sich in nahezu allen zentralen Technologiebereichen, die traditionell einen großen Anteil an US-Patenten haben. Besonders betroffen waren digitale Datenverarbeitung und Datenübertragung, zwei Schlüsselbereiche moderner IT-Infrastruktur.
Apple war dabei nicht allein. Auch andere große US-Technologieunternehmen verzeichneten Einbußen. So fiel Google im Jahr 2025 in der Patentrangliste zurück. Selbst Nvidia, obwohl stark vom KI-Boom profitiert, erhielt nicht genügend US-Patente, um unter den Top 50 zu erscheinen.
Zusätzlich wirkte sich der anhaltende Rückstand beim Patentamt bremsend aus. Das US-Patent- und Markenamt musste weiterhin mehr als 1,2 Millionen offene Anmeldungen bearbeiten, was die Geschwindigkeit der Patenterteilungen deutlich verlangsamte.
Internationale Verschiebungen und Wettbewerb
US-Unternehmen erhielten auch 2025 insgesamt die meisten Patente. Dennoch sank ihre Gesamtzahl um mehr als 5 Prozent. Gleichzeitig konnten Unternehmen aus mehreren asiatischen Ländern ihre Patentzahlen steigern.
An der Spitze der Rangliste blieb Samsung. Der Konzern erhielt 7.054 US-Patente und sicherte sich damit zum vierten Mal in Folge den ersten Platz. Das entsprach mehr als 2 Prozent aller 2025 in den USA erteilten Patente.
Auf Platz zwei folgte Apples Chip-Zulieferer Taiwan Semiconductor Manufacturing Company mit 4.194 Patenten. Den dritten Platz belegte Qualcomm mit 3.749 Patenten.
Während Apple zurückfiel, konnten andere Unternehmen deutlich zulegen. Dell und Toyota verbesserten sich um acht beziehungsweise sechs Plätze. Treiber waren vor allem Patente in den Bereichen Computerinfrastruktur, Energiespeicherung und Fahrzeugsysteme. Zu den wichtigsten Forschungsfeldern des Jahres 2025 zählten insgesamt KI-Technologien und Batterietechnologien.
Apple im Kontext eines schwächelnden US-Patentsystems
Der Rückgang der Patentanmeldungen von Apple im Jahr 2025 steht exemplarisch für eine Phase geringerer Patentaktivität in den USA. Weniger Anmeldungen, ein hoher Bearbeitungsrückstand beim Patentamt und zunehmende internationale Verschiebungen prägen das Gesamtbild. Für Apple bedeutet dies vor allem einen Verlust an Positionen in der Patentrangliste, weniger jedoch einen eindeutigen Rückschluss auf die tatsächliche Innovationskraft. Die Zahlen zeigen vielmehr, dass sich Innovationsprozesse, technologische Schwerpunkte und Patentstrategien spürbar verändern. (Bild: Shutterstock / Pascal Huot)
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