Pixelmator Pro kommt erstmals auf das iPad. Damit erweitert Apple das bisher reine Mac-Produkt um eine vollwertige Tablet-Version und verbindet die Einführung direkt mit dem neuen Apple Creator Studio. Die Ankündigung ist die erste große sichtbare Veränderung seit der Übernahme des Pixelmator-Entwicklungsteams durch Apple Ende 2024 und zeigt klar, wohin sich Apples Kreativstrategie entwickelt.
Pixelmator Pro war über Jahre hinweg eine der beliebtesten professionellen Bildbearbeitungs-Apps auf dem Mac. Trotz einer älteren Pixelmator-App für iPhone und iPad lag der Fokus des Entwicklerteams schon lange fast ausschließlich auf der Pro-Version für macOS. Mit der Übernahme durch Apple war klar, dass größere Veränderungen bevorstehen. Die neue iPad-Version von Pixelmator Pro ist nun der erste konkrete Schritt und gleichzeitig eng mit Apples neuem Creator-Ökosystem verknüpft.
Pixelmator Pro erscheint auf dem iPad
Pixelmator Pro wird am Mittwoch, dem 28. Januar, offiziell für das iPad veröffentlicht. Die App benötigt ein iPad mit A16-, A17 Pro- oder M1-Chip oder neuer sowie iPadOS 26 oder neuer. Ältere Geräte werden nicht unterstützt, was die klare Ausrichtung auf leistungsstarke Hardware unterstreicht.
Die iPad-Version wurde vollständig neu für Touch-Bedienung entwickelt und nutzt die Möglichkeiten von iPadOS konsequent aus. Gleichzeitig bleibt der Anspruch erhalten, Bildbearbeitung in Desktop-Qualität anzubieten.

Neuer Arbeitsbereich und Touch-Bedienung
Zum ersten Mal erhält Pixelmator Pro einen komplett Touch-optimierten Arbeitsbereich. Die Oberfläche ist auf Multitouch-Gesten ausgelegt und macht komplexe Bearbeitungsschritte direkt auf dem Bildschirm möglich. Trotz der Touch-Ausrichtung bleibt die Struktur der App professionell und klar, ähnlich wie auf dem Mac.
Eine voll ausgestattete Ebenen-Seitenleiste erlaubt es, Designs aus Bildern, Formen, Text und sogar Videos aufzubauen. Damit eignet sich Pixelmator Pro für iPad nicht nur für Fotobearbeitung, sondern auch für Layouts, Social-Media-Grafiken und einfache Motion-Designs.
Werkzeuge und Bearbeitungsfunktionen
Pixelmator Pro für iPad bringt nahezu alle bekannten Werkzeuge der Mac-Version mit. Dazu gehören:
- Intelligente Auswahlwerkzeuge zum schnellen Isolieren von Bildbereichen
- Erweiterte Bitmap- und Vektormasken zum gezielten Ein- und Ausblenden von Ebenen
- Leistungsstarke Bildbearbeitungsfunktionen für Farbkorrektur, Retusche und Compositing
Durch die enge Verzahnung von Hardware und Software nutzt die App die Leistung von Apple Silicon gezielt aus. Funktionen wie Super Resolution zur intelligenten Hochskalierung von Fotos, Deband zum Entfernen von Kompressionsartefakten und Auto Crop mit automatischen Kompositionsvorschlägen sind direkt integriert.
Apple Pencil als zentrales Werkzeug
Ein Schwerpunkt der iPad-Version liegt auf der vollständigen Unterstützung des Apple Pencil. Druckempfindliche Pinsel ermöglichen natürliches Malen und Zeichnen, während die hohe Präzision des Pencil pixelgenaue Bearbeitung erlaubt.
Zusätzlich werden moderne Apple-Pencil-Funktionen wie Hover, Squeeze und Double-Tap unterstützt. Diese Gesten erweitern die Steuerung und machen es möglich, Werkzeuge schneller zu wechseln oder Aktionen direkt auszuführen, ohne die Oberfläche zu unterbrechen.
Arbeiten zwischen Mac und iPad
Pixelmator Pro für iPad erlaubt es, nahtlos zwischen iPad und Mac zu arbeiten. Projekte können auf dem Tablet begonnen und später auf dem Mac weiterbearbeitet werden oder umgekehrt. Damit richtet sich die App klar an kreative Workflows, die mobiles Arbeiten und Desktop-Arbeit kombinieren.
Inhaltlich unterscheidet sich die iPad-Version kaum von der Mac-App. Die gesamte Power von Pixelmator Pro für macOS scheint in der neuen iPad-App enthalten zu sein.
Apple Creator Studio und neue Einschränkungen
Mit der Einführung der iPad-Version rückt auch das neue Apple Creator Studio in den Fokus. Aus der Pressemitteilung geht nicht eindeutig hervor, ob dieses Abonnement zwingend erforderlich ist, um Pixelmator Pro auf dem iPad zu nutzen. Klar ist jedoch, dass Apple bestimmte Funktionen an das Creator-Studio-Abo bindet.
Selbst wenn Pixelmator Pro für Mac weiterhin als Einmalkauf für 49,99 Euro erhältlich ist, wird mindestens eine Funktion hinter dem Abonnement gesperrt. Dazu gehört ein neues Warp-Werkzeug, mit dem sich Ebenen verzerren und formen lassen. Zusätzlich erhalten Abonnenten Zugriff auf eine Sammlung von Warp-basierten Produktmodellen.
Diese exklusiven Funktionen stehen nicht nur in Pixelmator Pro zur Verfügung, sondern auch in anderen Apple-Apps wie Pages, Keynote und Numbers. Das Creator Studio wird damit als übergreifendes Kreativ-Abonnement positioniert.

Einordnung der Pixelmator-Entwicklung
Pixelmator Pro war lange ausschließlich auf dem Mac verfügbar. Die frühere Pixelmator-App für iPhone und iPad erhielt in den letzten Jahren nur noch minimale Updates und spielte für professionelle Nutzer kaum noch eine Rolle. Schon vor der Übernahme durch Apple konzentrierte sich das Team fast vollständig auf Pixelmator Pro für macOS. Die neue iPad-Version schließt diese Lücke und bringt das Pro-Konzept erstmals vollständig auf das Tablet.
Pixelmator Pro auf dem iPad als Teil von Apples neuer Kreativstrategie
Mit Pixelmator Pro auf dem iPad erweitert Apple sein Kreativangebot deutlich. Die App verbindet professionelle Bildbearbeitung mit Touch-Bedienung, Apple-Pencil-Unterstützung und der Leistung moderner Apple-Silicon-Chips. Gleichzeitig zeigt sich eine neue strategische Richtung, in der zusätzliche Funktionen zunehmend an das Apple Creator Studio gebunden werden.
Pixelmator Pro auf dem iPad ist damit nicht nur ein neues Produkt, sondern auch ein Hinweis darauf, wie Apple kreative Software künftig stärker in ein eigenes, abonnementbasiertes Ökosystem integriert. (Bild: Apple)
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