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Apple setzt bei Schlaftracking auf smarte Matratzen-Sensoren

Milan Jovicic by Milan Jovicic
30. September 2025 - 19:35 CEST
in Apple News
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Apple Schlaftracking

Bild: Shutterstock / New Africa

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Apple arbeitet seit Jahren daran, seine Gesundheits- und Schlaftechnologien auszubauen. Mit einem neu erteilten Patent zeigt sich, dass das Unternehmen die Matratze als Sensor für die Körpertemperatur einsetzen möchte. Ziel ist es, den Menstruationszyklus genauer nachzuverfolgen und die allgemeine Gesundheit besser zu überwachen.

Seit der Übernahme des finnischen Schlaf-Tracking-Unternehmens Beddit im Jahr 2017 sucht Apple nach Wegen, das Schlaftracking zu verbessern. Ein Ergebnis davon ist die Sleep-Score-Funktion der Apple Watch. Doch die Arbeit an Bett-basierten Lösungen ist damit nicht abgeschlossen. Apple hat bereits zwei Patente für diese Technologie angemeldet, von denen nun eines erneut erteilt wurde. Es zeigt, wie Sensoren in Matratzen oder Bettwäsche genutzt werden könnten, um kontinuierlich die Körpertemperatur im Schlaf zu messen.

Sensoren in der Matratze

Das aktuelle Patent mit dem Titel „In-bed temperature array for menstrual cycle tracking“ beschreibt ein Temperaturmessfeld, das auf einer Matratze und vermutlich unter einem Laken angebracht werden soll. Die Sensoren erfassen die Temperatur über längere Zeiträume hinweg. Diese kontinuierliche Messung dient als Grundlage, um Veränderungen festzustellen, die auf den Beginn des Menstruationszyklus hinweisen können. Apple erläutert im Patent, dass die Temperatur über mehrere Nutzungszeiträume hinweg verglichen werden muss. Ein Eisprungtag könne dann geschätzt werden, wenn die Temperatur mindestens 0,1 Grad Celsius höher liegt als an zwei oder mehr anderen Zeitpunkten seit Beginn der Erfassung. Zusätzlich wird betont, dass die Temperatur über den gesamten Verlauf einer Nacht beobachtet werden soll. Ein Eisprung könne auch daran erkannt werden, dass die Temperatur mindestens 0,2 Grad Celsius höher liegt als ein zuvor aufgezeichnetes Maximum.

Bild: US-Patent- und Markenamt / Apple

Warum Apple auf Temperaturmessung setzt

Temperaturdaten gelten als wichtige Indikatoren für den Menstruationszyklus, aber auch für die allgemeine Gesundheit. Apple verweist darauf, dass Temperaturmessungen bisher meist nur sporadisch durchgeführt werden – zum Beispiel bei Krankheit oder im Rahmen der natürlichen Familienplanung. Ein Messsystem im Bett könnte hingegen dafür sorgen, dass die Temperatur kontinuierlich überwacht wird, ohne dass dies Teil einer zusätzlichen Routine sein muss. Schon in einem begleitenden Patent mit dem Titel „Flexible Temperaturmessgeräte zur Messung der Körpertemperatur“ wurde beschrieben, dass solche Sensoren nicht nur in Betten, sondern auch in Kleidung, Möbeln oder Smartwatches integriert werden könnten. Ziel sei es, physiologische Daten wie Temperatur, Herzfrequenz oder Blutsauerstoff einfacher und häufiger zu erfassen.

Fokus auf den Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus gilt als zentraler Gesundheitsindikator, wird aber noch nicht ausreichend erforscht. Apple verweist darauf, dass eine genaue Erfassung dieser Daten helfen kann, nicht nur die Fruchtbarkeit zu bestimmen, sondern auch Hinweise auf allgemeine Gesundheitszustände zu geben. Studien zu Themen wie dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) haben gezeigt, wie eng Zyklusdaten mit der allgemeinen Gesundheit verbunden sein können. Das neue Patent wird fünf Erfindern zugeschrieben, darunter Zijing Zeng und Joseph M. Schmitt, die bereits an Temperaturmesssensoren für das iPhone gearbeitet haben. Auch James C. Clements, der beim ersten Patent für allgemeine Temperaturmessungen beteiligt war, gehört dazu. Das zeigt, dass Apple auf erfahrene Entwickler setzt, die sich schon länger mit Sensorik und Gesundheitsfunktionen beschäftigen.

Was die Patentanmeldung bedeutet

Dass Apple ein Patent erneut einreicht und es erneut erteilt bekommt, muss nicht zwingend eine unmittelbare Umsetzung bedeuten. Oft geschieht das aus verfahrenstechnischen Gründen, etwa wenn die Laufzeit eines Patents abläuft oder kleinere Anpassungen vorgenommen werden. In diesem Fall scheint es keine wesentlichen Änderungen zu geben, aber die erneute Bestätigung zeigt, dass Apple die Idee nicht aufgegeben hat. Bisher hat das US-Patentamt keine neuen Updates zum ersten Patent veröffentlicht. Dennoch ist erkennbar, dass Apple das Thema kontinuierlich verfolgt und darüber nachdenkt, wie sich Schlaf, Gesundheit und Technologie noch enger verbinden lassen.

Apple’s Vision: Technologie, die im Hintergrund arbeitet

Apple führt mit dem neuen Patent seine Strategie fort, den Alltag mit unsichtbaren Technologien für die Gesundheitsüberwachung zu verknüpfen. Eine Matratze, die Körpertemperaturen misst, könnte den Menstruationszyklus präziser erfassen und gleichzeitig wertvolle Daten zur allgemeinen Gesundheit liefern. Auch wenn unklar bleibt, ob oder wann ein solches Produkt auf den Markt kommt, verdeutlicht das Patent die Richtung: Apple setzt konsequent darauf, Gesundheitstechnologie nahtlos in den Alltag einzubinden. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Shutterstock / New Africa)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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