Safari ist auf iPhone, iPad und Mac der Standardbrowser und tief ins Apple-Ökosystem integriert. Trotz moderner Hardware wirkt das Scrollen in Safari auf vielen Geräten weniger flüssig als erwartet. Besonders im Vergleich zu anderen Browsern fällt auf, dass Bewegungen manchmal minimal ruckelig erscheinen. Der Grund dafür liegt nicht an der Leistung des Geräts, sondern an einer versteckten Einstellung, die Safari standardmäßig auf 60 Bilder pro Sekunde begrenzt.
Apple-Geräte mit ProMotion-Display sind technisch in der Lage, Inhalte mit bis zu 120 Hz darzustellen. Diese hohe Bildwiederholrate sorgt in vielen Systemanimationen bereits für ein sehr flüssiges Nutzererlebnis. Safari macht davon jedoch nicht automatisch Gebrauch. Erst über ein verstecktes Menü lässt sich das volle Potenzial freischalten. Nachfolgend beleuchten wir ausführlich, warum Safari standardmäßig limitiert ist, welchen Unterschied 120 Hz machen und wie sich die Funktion auf allen unterstützten Apple-Geräten aktivieren lässt.
60 Hz vs. 120 Hz beim Surfen
Bei einer Bildwiederholrate von 60 Hz wird der Bildschirm etwa alle 16,7 Millisekunden aktualisiert. Jede Bewegung, etwa beim Scrollen einer Webseite, bleibt für diese Zeit sichtbar. Bei 120 Hz halbiert sich dieses Intervall auf rund 8,3 Millisekunden. Inhalte werden doppelt so oft neu gezeichnet, wodurch Bewegungen gleichmäßiger wirken. Das reduziert wahrnehmbare Unschärfe und minimiert kleine Ruckler, vor allem beim schnellen Scrollen oder beim Verschieben großer Inhaltsbereiche. Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied auf textlastigen Webseiten oder bei Seiten mit vielen feinen Details.
Ein direkter Vergleich ist über die Webseite „Motion Tests“ von Blur Busters möglich. Dort lässt sich anhand eines Refresh-Rate-Tests nachvollziehen, wie stark sich 60 Hz und 120 Hz visuell unterscheiden – auch speziell in Safari.
Warum Safari standardmäßig begrenzt ist
Safari rendert Webseiten ab Werk mit maximal 60 fps, selbst auf Geräten mit ProMotion-Display. Diese Begrenzung sorgt für einen kontrollierteren Energieverbrauch und eine gleichmäßigere Kompatibilität mit Webinhalten. Andere Browser setzen hier teilweise aggressiver auf hohe Bildraten, was subjektiv flüssiger wirken kann.
Wer Safari bisher nie als „seltsam“ oder träge wahrgenommen hat, wird den Unterschied nach der Umstellung eventuell nur leicht bemerken. Wer jedoch regelmäßig Chrome oder Firefox auf demselben Gerät nutzt, erkennt schnell, warum Safari im Vergleich weniger geschmeidig wirkt.
Versteckte Feature Flags in Safari
Die 120-Hz-Funktion ist in den sogenannten Feature Flags versteckt. Dabei handelt es sich um ein internes Einstellungsmenü für experimentelle oder optionale Safari-Funktionen. Auf iPhone und iPad ist dieses Menü direkt zugänglich und erfordert keinen Entwickler- oder Spezialmodus. Auf dem Mac müssen die Entwicklerfunktionen einmalig aktiviert werden. Wichtig ist dabei, dass eine höhere Bildwiederholrate den Akkuverbrauch erhöhen kann, insbesondere bei längeren Surf-Sitzungen.
120-Hz-Safari auf iPhone und iPad aktivieren
Die Aktivierung erfolgt direkt über die Systemeinstellungen:
- Die App Einstellungen öffnen
- Nach unten scrollen und Apps auswählen
- Safari antippen
- Erweitert öffnen
- Feature Flags auswählen
- Die Option „Prefer Page Rendering Updates near 60fps“ deaktivieren
- Safari vollständig schließen und erneut öffnen

Nach dem Deaktivieren dieser Option rendert Safari Webseiten mit bis zu 120 Hz auf allen unterstützten Geräten mit ProMotion-Display. Dazu gehören unter anderem das iPhone 13 Pro und neuere Modelle sowie iPad-Pro-Geräte mit entsprechender Displaytechnik.
120-Hz-Safari auf dem Mac aktivieren
Auf dem Mac sind ein paar zusätzliche Schritte nötig, um das Feature-Flags-Menü sichtbar zu machen:
- Safari öffnen
- In der Menüleiste Safari → Einstellungen… auswählen
- Zum Tab Erweitert wechseln
- Das Kontrollkästchen „Funktionen für Webentwickler anzeigen“ aktivieren
- In der Einstellungsleiste den neuen Tab Feature Flags öffnen
- Im Suchfeld oben rechts „60 fps“ eingeben
- „Prefer Page Rendering Updates near 60fps“ deaktivieren
- Safari vollständig schließen und neu starten
Diese Methode funktioniert auf allen Macs mit ProMotion-Display, darunter die 14- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle ab 2021. Auch externe Monitore mit 120 Hz können von der Änderung profitieren, sofern sie vom System entsprechend unterstützt werden.
120 Hz in Safari: Kleine Änderung, großer Unterschied
Mit der Aktivierung von 120 Hz lässt sich Safari deutlich flüssiger nutzen, ohne zusätzliche Software zu installieren. Das Scrollen wirkt ruhiger, Inhalte reagieren direkter und das Surf-Erlebnis passt besser zur Leistungsfähigkeit moderner Apple-Hardware. Die Funktion ist bewusst versteckt, aber stabil nutzbar. Wer das Maximum aus Safari herausholen möchte, kann mit dieser Einstellung das volle ProMotion-Potenzial ausschöpfen – entwickelt von Apple, aber standardmäßig aus Gründen der Effizienz begrenzt. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Shutterstock / sdx15)
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Häufige Fragen zu 120 Hz in Safari (FAQ)
Safari kann Webseiten mit bis zu 120 Hz darstellen, allerdings nur auf Apple-Geräten mit ProMotion-Display. Dazu zählen bestimmte iPhone-, iPad- und Mac-Modelle. Ohne ProMotion bleibt Safari auf 60 Hz begrenzt.
Safari ist ab Werk auf 60 Hz limitiert, um den Energieverbrauch zu kontrollieren und eine stabile Darstellung aller Webinhalte zu gewährleisten. Die Begrenzung ist eine bewusste Designentscheidung von Apple.
Der Unterschied zeigt sich vor allem beim Scrollen. Bewegungen wirken ruhiger, Texte bleiben schärfer und Inhalte reagieren direkter. Besonders auf textlastigen oder langen Webseiten ist der Effekt gut sichtbar.
Die Einstellung befindet sich in den sogenannten Feature Flags. Diese gelten als experimentell, funktionieren in der Praxis aber stabil. Apple blendet sie bewusst aus den normalen Einstellungen aus.
Ja. Eine höhere Bildwiederholrate kann den Energieverbrauch erhöhen, vor allem bei längeren Surf-Sessions. Wie stark sich das auswirkt, hängt vom Nutzungsverhalten und vom jeweiligen Gerät ab.
Ja. Safari muss vollständig geschlossen und neu geöffnet werden, damit die Änderung wirksam wird. Ein einfacher Tab-Wechsel reicht nicht aus.
Wenn ein externer Monitor 120 Hz unterstützt und korrekt vom System angesteuert wird, kann Safari auch dort von der höheren Bildwiederholrate profitieren.
In der Regel nicht. Die meisten modernen Webseiten kommen problemlos mit 120 Hz zurecht. In seltenen Fällen kann es bei sehr alten oder schlecht optimierten Seiten zu kleineren Darstellungsunterschieden kommen.
Ja. Die Option lässt sich jederzeit wieder aktivieren, um Safari erneut auf 60 Hz zu begrenzen. Ein erneuter Neustart von Safari ist dann ebenfalls erforderlich.
Die höhere Bildwiederholrate macht Safari nicht schneller im technischen Sinn, sorgt aber für ein subjektiv flüssigeres und direkteres Surf-Erlebnis, das sich deutlich moderner anfühlt.



