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M7 Ultra: Bis zu 1,5 TB Arbeitsspeicher im Mac Studio

Milan Jovicic by Milan Jovicic
12. Juli 2026 - 17:45 CEST
in Apple Gerüchte
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Apple Silicon M7 Ultra Chip Mac Studio

Bild: Shutterstock / Graeme J Baty

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Apple soll den kommenden M7 Ultra so auslegen, dass er bis zu 1,5 Terabyte Unified Memory unterstützt – doppelt so viel wie beim M5 Ultra und damit erstmals auf Augenhöhe mit dem Intel-Mac-Pro von 2019. Der Haken steckt im Nebensatz: Ob Apple diese Konfiguration überhaupt anbieten kann, hängt an einem Markt, der seit Monaten aus den Fugen ist.

Der Arbeitsspeicher war für Apple-Silicon-Macs von Anfang an die technische Achillesferse. Weil Apple den Speicher direkt neben den Prozessor auf denselben Chipträger setzt, entstehen zwar enorme Übertragungsraten – die Menge ist aber durch die Größe des Chippakets begrenzt. Einem aktuellen Bericht zufolge soll ausgerechnet der M7 Ultra diese Lücke schließen und bis zu 1,5 TB Unified Memory tragen können. Der Zeitpunkt der Meldung ist bemerkenswert, denn die Speicherchip-Krise bremst Apples Desktop-Pläne bereits seit Monaten spürbar aus.

Was für den M7 Ultra im Raum steht

Der neue Ultra-Chip soll so konstruiert sein, dass er bis zu 1,5 Terabyte Speicher ansprechen kann – ungefähr das Doppelte dessen, was für den M5 Ultra geplant ist. Der M5 Ultra, der noch in diesem Jahr im Mac Studio debütieren soll, käme demnach auf bis zu 768 GB Unified Memory und damit bereits auf einen neuen Bestwert für Apple Silicon.

Entscheidend ist jedoch die Einschränkung, die Bloomberg gleich mitliefert: Ob Apple die 1,5-TB-Variante am Ende tatsächlich verkauft, würde davon abhängen, wie sich der Markt entwickelt. Die weit verbreitete Knappheit bei Speicherchips macht die Bauteile schwerer beschaffbar und teurer. Apple konstruiert den Chip also für diese Kapazität, ohne dass damit eine Produkt-Zusage verbunden wäre.

Der Vergleich mit dem letzten Intel-Mac-Pro

Sollten die 1,5 TB tatsächlich kommen, hätte Apple Silicon nach mehr als einem halben Jahrzehnt zum Speichermaximum des Intel-Mac-Pro von 2019 aufgeschlossen. Dass diese Marke so lange stand, illustriert den Kompromiss der Unified-Memory-Architektur: Sie liefert Bandbreiten, von denen steckbare DDR-Module nur träumen können – erkauft aber mit einer harten Obergrenze, weil sich der Speicher nicht beliebig erweitern lässt.

Gerade für lokale KI-Workloads ist genau das der Flaschenhals. Wie viel Arbeitsspeicher ein Mac je nach Einsatzzweck wirklich braucht, ist längst zur zentralen Frage beim Kauf geworden – im Profisegment entscheidet die Speichermenge inzwischen darüber, welche Modellgrößen sich überhaupt lokal ausführen lassen. Ein Blick auf die passende RAM-Ausstattung für Apple-Silicon-Macs zeigt, wie weit die Spanne zwischen Alltagsbedarf und Profi-Anforderungen inzwischen auseinandergeht.

Der Widerspruch zur aktuellen Marktlage

Hier wird es interessant, denn die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Apple beim Speicher eher zurückrudert als ausbaut. Beim aktuellen Mac Studio mit M3 Ultra hat der Konzern zunächst die 512-GB-Konfiguration aus dem Sortiment genommen und anschließend weitere Speicherstufen gestrichen. Übrig blieb am oberen Ende zeitweise nur noch die 96-GB-Basis.

Der Grund ist derselbe, der auch die Preiserhöhungen bei Macs, iPads und der Vision Pro ausgelöst hat: Der Ausbau von KI-Rechenzentren saugt den Weltmarkt für Speicherchips leer, und Apple konkurriert dabei mit Konzernen, die im ganz großen Stil einkaufen. Dass ein Chip für 1,5 TB entworfen wird, während sich das Spitzenmodell aktuell kaum über die Basiskonfiguration hinaus bestellen lässt, ist der eigentliche Widerspruch dieser Meldung.

Was das preislich bedeuten würde

Eine grobe Hochrechnung macht die Dimension greifbar: Legt man Apples derzeitige Aufpreise für Arbeitsspeicher zugrunde, käme ein Sprung von einer 128-GB-Basis auf 1,5 TB rechnerisch auf einen Aufschlag im deutlich fünfstelligen Dollar-Bereich. Das ist keine Apple-Preisangabe, sondern eine Überschlagsrechnung – und sie unterstreicht vor allem eines: Eine solche Konfiguration wäre kein Produkt für den ambitionierten Anwender, sondern für Studios, Forschungseinrichtungen und KI-Teams mit entsprechenden Budgets.

Für Käufer im DACH-Raum kommt hinzu, dass die Speicherkrise die Euro-Preise bereits nach oben getrieben hat. Sollte sich die Lage bis zum M7 Ultra nicht deutlich entspannen, dürfte die Rechnung eher noch unangenehmer ausfallen.

Ein Chip, der auf bessere Zeiten wartet

Unterm Strich beschreibt der Bericht weniger ein Produktversprechen als eine technische Bereitschaft. Apple würde die Tür zu 1,5 TB öffnen und den Schlüssel bei der Speicherindustrie lassen. Entspannt sich der Markt bis zum Marktstart des M7 Ultra, hätte Apple Silicon endlich die Speicherobergrenze abgeräumt, die dem Mac Pro der Intel-Ära bis heute vorbehalten war.

Bleibt die Knappheit dagegen bestehen, könnte es dem M7 Ultra ergehen wie den gestrichenen Konfigurationen des M3 Ultra: technisch möglich, aber nicht bestellbar. Bis zur offiziellen Vorstellung bleibt das alles Spekulation – aufschlussreicher als die Zahl selbst ist ohnehin der Vorbehalt, den Apple sich dabei offenhält. (Bild: Shutterstock / Graeme J Baty)

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Tags: Apple SiliconMacMac Studio
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