Apples Plan, beim 20-Jahre-iPhone alle mechanischen Tasten durch haptische Solid-State-Buttons zu ersetzen, wird konkreter. Laut einem neuen Bericht aus China haben die Tasten bereits zentrale Praxistests bestanden – sogar mit nassen Händen, Handschuhen oder Hülle. Ein Detail überrascht besonders.
Das iPhone-Jubiläum 2027 zeichnet sich seit Monaten als Apples ambitioniertestes Hardware-Projekt der Generation ab. Im Zentrum steht ein Gerät, das wie ein einziger Glasblock wirken soll – ohne sichtbaren Rahmen, ohne Aussparungen und ohne mechanische Bedienelemente. Ein zentraler Baustein für dieses Design sind Solid-State-Tasten, deren Einsatz Apple bereits im Oktober 2025 für das Jubiläumsmodell anvisiert hat. Der chinesische Leaker Instant Digital meldet sich nun mit einem Update: Die Technologie hat in mehreren Belastungstests bestanden – ein Hinweis darauf, dass Apple beim dritten Anlauf endlich am Ziel angekommen sein könnte.
Was die Tests konkret zeigen
Die Solid-State-Tasten haben laut dem Leaker mehrere Härteprüfungen erfolgreich überstanden. Sie funktionieren mit Handschuhen, mit nassen Händen, bei extremen Temperaturen und auch dann, wenn das iPhone in einer Hülle steckt. Das ist deshalb relevant, weil genau diese Szenarien in der Vergangenheit als ungelöste Probleme galten, die Apple zwei frühere Anläufe gekostet haben – einmal beim iPhone 15 Pro im Rahmen des „Project Bongo“, einmal beim iPhone 16 Pro. Beide Pläne wurden in späten Entwicklungsphasen wieder verworfen.
Das interessanteste Detail betrifft jedoch nicht die Robustheit, sondern die Energieversorgung. Laut dem Bericht setzt Apple einen Mikroprozessor mit extrem geringem Stromverbrauch ein, der die Tasten selbst dann funktionsfähig hält, wenn das iPhone ausgeschaltet oder der Akku leer ist. Das wäre ein Verhalten, das man bisher eher von Notruf- oder NFC-Funktionen kennt – nicht von normalen Bedientasten.
Warum das jetzt anders ist als 2023
Solid-State-Tasten sind in der Apple-Welt eine alte Geschichte. Schon beim iPhone 15 Pro war geplant, die Lautstärke- und Power-Buttons durch haptisch reagierende Flächen zu ersetzen. Apple-Analyst Ming-Chi Kuo berichtete im April 2023, dass das Vorhaben kurzfristig gestoppt wurde – offiziell wegen technischer Schwierigkeiten. Beim iPhone 16 Pro folgte derselbe Plan, derselbe Stopp.
Mit dem Jubiläumsmodell ergibt die Technologie aber zum ersten Mal strategisch zwingenden Sinn. Wenn Apple ein iPhone bauen will, dessen Display sich über alle vier Kanten des Gehäuses krümmt und das wie eine durchgehende Glasplatte aussieht, sind mechanische Tasten kein Detail mehr – sie sind ein Bruch im Designkonzept. Solid-State-Lösungen werden damit zur Voraussetzung, nicht zur Option. Genau dieser Druck dürfte erklären, warum Apple jetzt offenbar in die finale Validierungsphase eintritt, nachdem zwei frühere Versuche scheiterten.
Side Button, Action Button und Camera Control betroffen
Konkret sollen alle vier physischen Bedienelemente auf Solid-State-Basis umgebaut werden: Power-Taste, Lautstärketasten, Action Button und Camera Control. Das ist insofern bemerkenswert, als Apple mit der Camera-Control-Taste am iPhone 16 erst kürzlich ein neues Bedienkonzept eingeführt hat, das auf hochpräziser Kapazitiv-Sensorik basiert. Der Schritt zu vollständig haptisch gesteuerten Tasten wäre die logische Weiterentwicklung dieses Konzepts.
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Bedienung: Solid-State-Tasten klicken nicht mechanisch, sondern simulieren das Druckgefühl über einen kurzen, präzisen Vibrationsimpuls – ähnlich dem Trackpad neuerer MacBook-Modelle. Wer das Gefühl von einem aktuellen MacBook Pro kennt, hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie sich das iPhone 2027 anfühlen könnte.
Was bei dieser Generation an Gerüchten dranhängt
Der Bericht zu den Solid-State-Tasten reiht sich in eine Kette von Hinweisen ein, die das Jubiläums-iPhone Stück für Stück konturieren. Unsere vollständige Übersicht zum 20-Jahre-iPhone zeigt, was bisher zusammengetragen ist: ein Dual-Layer-OLED-Display, Front- und Selfie-Kamera unter dem Display, ein A21-Chip auf 2-Nanometer-Basis und ein Designziel, das Apple seit Jahren als unausgesprochene Idealform vor Augen hat. Die Solid-State-Tasten sind in diesem Bild der letzte Baustein zum tatsächlich randlosen iPhone.
Apples drittes Solid-State-Anlauf rückt näher
Ob die Tests, von denen der Leaker spricht, tatsächlich die finale Validierung darstellen, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Apples Entwicklungsdisziplin hat in den letzten Jahren mehrfach gezeigt, dass selbst weit fortgeschrittene Features kurz vor Markteinführung gestoppt werden können. Bis September 2027 bleibt also noch reichlich Zeit für Korrekturen. Die strategische Logik spricht aber so deutlich für die Solid-State-Tasten wie nie zuvor – und damit auch für ein iPhone, das beim 20-Jahre-Jubiläum tatsächlich keinen physisch klickbaren Knopf mehr hat. (Bild: Shutterstock / Hadrian)
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