Zwei Monate vor dem erwarteten Auftritt meldet die Zulieferkette erneut Probleme bei Apples erstem faltbaren iPhone: Scharnier und Display-Haltbarkeit sollen die Fertigung bremsen, der genaue Marktstart sei weiter offen. Damit steht der Bericht gegen Meldungen, die vor zwei Wochen noch einen reibungslosen Ablauf beschrieben.
Kaum ein Apple-Produkt hat in den vergangenen Monaten so widersprüchliche Signale erzeugt wie das faltbare Modell, dessen Gerüchte und Fakten im Überblick von Scharnier-Problemen über Bestellmengen bis zum Preis reichen. Die jüngste Meldung stammt aus der taiwanischen Branchenpresse und stützt sich auf Quellen aus der Lieferkette. Sie beschreibt ein Gerät, das technisch noch nicht vollständig steht – während der Auftragsfertiger parallel die letzten Anpassungen für die Großserie vornimmt.
Scharnier und Display als Engpässe
Dem Bericht zufolge hat die technische Erprobungsphase eine Verzögerung von ein bis zwei Monaten verursacht. Als Hauptengpässe gelten die Scharnierkonstruktion und die Haltbarkeitsprüfung des faltbaren Bildschirms – jene beiden Bauteile also, die bei Klappgeräten grundsätzlich am stärksten beansprucht werden und über die Lebensdauer entscheiden.
Gleichzeitig soll Foxconn bereits an den finalen Abstimmungen für die Massenfertigung arbeiten. Beides schließt sich nicht aus: Die Feinjustierung der Fertigungslinien kann laufen, während einzelne Prüfungen noch nicht abgeschlossen sind. Genau daraus ergibt sich die Aussage, dass der exakte Termin für den Marktstart weiterhin nicht feststeht.
Foxconn führt das Projekt allein
Apple soll Foxconn die Verantwortung für das gesamte Vorhaben übertragen haben – von der Einführung des neuen Produkts bis zur Serienfertigung. Ausschlaggebend seien die Erfahrung des Fertigers mit präzisen Strukturbauteilen und die Fähigkeit, große Produktionsmengen einzuregeln.
Eine Stimme aus der Branche geht noch weiter: Foxconn sei der einzige Apple-Partner mit realistischer Aussicht, die erwartete Stückzahl zu erreichen. Das Unternehmen fertigt derzeit ohnehin an mehreren Fronten gleichzeitig, da parallel auch das iPhone 18 Pro in die Massenproduktion gegangen ist.
Widersprüchliche Signale binnen zwei Wochen
Auffällig ist, wie stark die Meldung von den jüngsten Berichten abweicht. Anfang Juli hieß es noch, die Massenproduktion laufe ohne erwarteten Verzug, und kurz zuvor hatte Apple die Bestellung auf rund zehn Millionen Einheiten aufgestockt – ein Schritt, der damals mit gelösten Problemen an Scharnier und Platine begründet wurde. Die Testfertigung war bereits im April angelaufen.
Beide Darstellungen stammen aus dem Umfeld derselben Zulieferkette, kommen aber zu gegensätzlichen Schlüssen. Wer nur eine davon liest, bekommt ein verzerrtes Bild. Realistisch ist, dass unterschiedliche Zulieferer unterschiedlich weit sind und einzelne Prüfungen noch laufen, während andere Teile der Fertigung längst vorbereitet werden. Für ein Gerät, das Apple in dieser Bauform erstmals herstellt, wären späte Korrekturen ohnehin keine Überraschung.
Was zum faltbaren iPhone erwartet wird
An der Erwartung eines Auftritts im September ändert der Bericht nichts: Das iPhone Ultra soll gemeinsam mit den Pro-Modellen des iPhone 18 vorgestellt werden. Erwartet wird ein aufklappbares Gerät im Buchformat mit einem inneren Bildschirm von rund 7,7 bis 7,8 Zoll, einem Außendisplay von 5,5 Zoll und einer Bautiefe von etwa 4,5 Millimetern im zusammengeklappten Zustand.
Beim Preis kursiert ein Einstieg jenseits von 2.000 US-Dollar. In Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfte die Zahl auf dem Preisschild noch höher ausfallen, weil US-Angaben ohne Verkaufssteuer erfolgen, während hiesige Preise die Mehrwertsteuer bereits enthalten. Alle diese Angaben beruhen auf Berichten aus der Zulieferkette und sind bis zur Vorstellung nicht bestätigt.
Beim iPhone Ultra bleibt der Termin die offene Frage
Die technischen Eckdaten des faltbaren iPhones haben sich über Monate zu einem stabilen Bild verdichtet, der Zeitplan dagegen bleibt beweglich. Zwischen einer Vorstellung im September und dem tatsächlichen Verkaufsstart könnte durchaus Zeit liegen – ein Muster, das Apple bei besonders komplexen Geräten schon in der Vergangenheit genutzt hat. (Bild: Shutterstock / Parilov)
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