Apples erstes faltbares iPhone soll aufwendiger gekühlt werden als bisher angenommen. Ein neuer Leak aus China spricht von deutlich aufgestockten Bestellungen für eine spezielle Kühltechnik – und nennt neben dem iPhone Ultra auch das Jubiläumsmodell als Empfänger.
Rund zwei Monate vor dem erwarteten September-Start des iPhone Ultra verdichten sich die Hinweise auf die thermische Auslegung des Geräts. Der chinesische Weibo-Account Fixed Focus Digital berichtet, dass Apple die Bestellmengen für sogenannte Vapor-Chamber-Komponenten – Dampfkammern zur Kühlung – spürbar erhöht hat. Zuerst sollen die zusätzlichen Bauteile in die Fertigung des faltbaren iPhone im Buch-Format fließen. Die Meldung reiht sich in eine wachsende Zahl von Berichten ein, die im Gesamtbild zum iPhone Ultra zusammenlaufen und ein ehrgeiziges iPhone-Projekt skizzieren.
Aufgestockte Bestellungen für die Kühltechnik
Nach den Angaben des Leakers soll das höhere Bestellvolumen zunächst die Produktion des faltbaren iPhone absichern. Dazu passt die Meldung, wonach Apple seine Zulieferer bereits angewiesen haben soll, rund 10 Millionen faltbare iPhones für 2026 zu fertigen – nach einer früheren Planung von sieben bis acht Millionen Einheiten. Eine höhere Stückzahl zieht zwangsläufig einen größeren Bedarf an Kühlkomponenten nach sich, was die aufgestockten Bestellungen schlüssig erscheinen lässt.
Warum ein faltbares iPhone eine stärkere Kühlung braucht
Eine Dampfkammer transportiert Wärme über einen abgeschlossenen Kreislauf von der heißesten Stelle im Gerät weg und verteilt sie über eine größere Fläche. Bei einem faltbaren Gehäuse ist das besonders anspruchsvoll: Die dünne Bauweise und der knappe Innenraum lassen wenig Platz für die Wärmeabfuhr. Genau hier soll Apple laut dem Bericht besonders viel Aufwand in die Thermik stecken.
Die Technik ist bei Apple nicht neu. Mit dem iPhone 17 Pro führte der Hersteller im vergangenen Jahr erstmals eine Dampfkammer im iPhone ein. Eine geringe Menge entionisiertes Wasser, lasergeschweißt im Aluminium-Unibody, leitet die Hitze vom A19-Pro-Chip ab und verteilt sie im Rahmen. Apple beziffert den Vorteil auf bis zu 40 Prozent mehr Dauerleistung gegenüber dem Vorgänger. Bislang blieb diese Kühlung den Pro-Modellen vorbehalten – der Schritt zum iPhone Ultra würde sie erstmals in ein anderes Segment tragen.
Auch das Jubiläumsmodell soll die Technik erhalten
Fixed Focus Digital nennt nicht nur das faltbare Modell, sondern auch das für 2027 erwartete Jubiläums-iPhone als Empfänger der Kühlkomponenten. Zum 20-jährigen iPhone-Jubiläum plant Apple Berichten zufolge ein weitreichend neu gestaltetes Gerät mit einem Display, das sich an allen vier Seiten um das Gehäuse biegt und einen nahezu randlosen Eindruck erzeugt. Ein solcher Umbau des Gehäuses dürfte ebenfalls eine leistungsfähigere Kühlung erfordern. Erwartet werden zwei Jubiläumsmodelle in Größen, die den diesjährigen iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max mit 6,3 und 6,9 Zoll entsprechen. Der geplante Umbau reicht dabei weit über die Kühlung hinaus und betrifft nahezu jedes Bauteil des Jubiläums-iPhone.
Erst Anfang der Woche hatte derselbe Account berichtet, dass Apples „bevorzugter Ansatz“ für das iPhone 20 eine Rückkehr zu Glas sei und die entsprechenden Fertigungsanlagen dafür bereits umgebaut wurden.
Was bis zum September-Start offen bleibt
Die Angaben stammen von einer einzelnen Quelle und sind bislang nicht durch weitere Berichte bestätigt. Fixed Focus Digital lag mit früheren Aussagen zur Kühlung des iPhone Ultra allerdings auf einer Linie: Bereits im Juni sprach der Account von einer „beeindruckenden“ Dampfkammer und einem September-Start des Geräts. Die aktuelle Meldung fügt sich damit widerspruchsfrei in die bisherige Berichterstattung ein, bleibt aber ohne unabhängige Absicherung ein einzelnes Puzzleteil. Gewissheit über die tatsächliche Kühllösung dürfte erst die Vorstellung im September bringen. (Bild: Shutterstock / Framesira)
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