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M2 Extreme und M3 Extreme: Apples gestrichene Mac-Pro-Chips

by Milan
19. Juli 2026 - 19:35
in Apple Gerüchte
Mac Pro Apple

Bild: Shutterstock / Around the World Photos

Über der Ultra-Klasse sollte einst eine weitere Stufe folgen – erreicht hat sie den Markt nie. Apple entwickelte gleich zwei dieser Höchstleistungs-Chips für den Mac Pro und legte beide wieder auf Eis. Neue Details zeigen jetzt, wie weit die Pläne gediehen waren und woran sie scheiterten.

Der Mac Pro war über zwei Jahrzehnte Apples kompromissloseste Workstation, bevor der Konzern das Modell im März 2026 ohne Nachfolger einstellte. Ausgerechnet für diese Maschine arbeitete Apple an einem Prozessor, der noch einmal deutlich über allem liegen sollte, was die Ultra-Reihe leistet – kam damit aber nie über die Entwicklung hinaus. Ein aktueller Bericht nennt nun die Gründe, warum aus den ambitionierten Plänen nichts wurde.

Zwei Extreme-Chips, die nie erschienen

Laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman entwickelte Apple sowohl einen „M2 Extreme“ als auch einen „M3 Extreme“ für den Mac Pro, entschied sich aber gegen die Veröffentlichung. Gurman hatte das Thema erstmals Ende 2022 aufgegriffen und kam in seinem aktuellen Power-On-Newsletter darauf zurück. Beide Chips hätten doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne besessen wie die jeweiligen Ultra-Modelle.

Verworfen wurden die Pläne demnach aus zwei Gründen: den hohen Produktionskosten eines solchen Mega-Chips und der ohnehin geringen Nachfrage nach dem Mac Pro. Für Apple stand der Aufwand am Ende in keinem Verhältnis zum absehbaren Absatz.

Was über dem Ultra gestanden hätte

Apples Chip-Stufen bauen aufeinander auf: Auf den Basis-Chip folgen Pro, Max und schließlich Ultra. Ein Ultra ist dabei kein eigenständiges Design, sondern besteht aus zwei per UltraFusion verbundenen Max-Dies – daher auch die doppelte Kernzahl gegenüber dem Max. Ein „Extreme“ hätte diese Logik weitergeführt und rechnerisch vier Max-Dies vereint.

Auf Basis des M2 Ultra mit seinen 24 CPU- und bis zu 76 GPU-Kernen hätte ein solcher Chip damit bei 48 CPU- und bis zu 152 GPU-Kernen gelegen. Ob Apple die versprochene doppelte Leistung tatsächlich erreicht hätte, blieb offen – die Skalierung über vier Dies gilt als technisch heikel und war einer der Gründe, warum über Jahre nur spekuliert wurde, ob ein solcher Chip überhaupt kommt.

Warum sich der Aufwand für Apple nicht rechnete

Die geringe Nachfrage lässt sich am Preisgefüge ablesen. Der Mac Pro mit M2 Ultra startete in Deutschland bei 8.299 Euro, während der Mac Studio mit exakt demselben Chip bereits ab 4.799 Euro zu haben war. Da beide auf denselben M2 Ultra setzen, liefern sie identische Rechenleistung – die 3.500 Euro Aufpreis entfielen praktisch allein auf die Erweiterbarkeit per PCIe-Steckplätze.

Ein noch teurerer „Extreme“-Chip hätte diesen ohnehin kleinen Käuferkreis weiter verengt. Wer heute maximale Desktop-Leistung von Apple sucht, landet stattdessen beim Mac Studio, der noch 2026 einen M5 Ultra erhalten soll.

Apples Desktop-Spitze endet weiter beim Ultra

Mit dem gestrichenen „Extreme“ und dem eingestellten Mac Pro bleibt der Ultra-Chip auf absehbare Zeit die oberste Stufe von Apple Silicon. Dass Apple die Entwicklung über zwei Generationen so weit trieb und dann verwarf, zeigt vor allem eines: Der Konzern richtet seine teuerste Hardware konsequent am realen Bedarf aus, nicht am technisch Machbaren. Ein Comeback der Extreme-Klasse gilt damit als unwahrscheinlich – zumindest, solange kein Produkt existiert, das eine solche Rechenleistung rechtfertigt. (Bild: Shutterstock / Around the World Photos)

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Tags: Apple SiliconMacMac ProMac Studio

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