Apfelpatient
  • Home
  • News
  • Rumors
  • Tipps & Tricks
  • Tests & Erfahrungsberichte
  • Allgemein
No Result
View All Result
  • Home
  • News
  • Rumors
  • Tipps & Tricks
  • Tests & Erfahrungsberichte
  • Allgemein
No Result
View All Result
Apfelpatient
No Result
View All Result

OpenAI beantragt Abweisung von Apples Klage vor Gericht

Milan Jovicic by Milan Jovicic
6. August 2026 - 15:07
in Apple News
Symbolbild zu OpenAI Apple Klage: gezeichneter Aktendeckel mit dem Aktenzeichen des Verfahrens auf dunkelblauem Grund

Bild: Apfelpatient

WhatsAppFacebookE-Mail
Threads

Vier Wochen nach Apples Klage wegen angeblichen Geheimnisverrats geht OpenAI in die Offensive: Das Unternehmen hat einen förmlichen Antrag gestellt, das Verfahren gar nicht erst zu eröffnen. Die Vorwürfe seien haltlos, gewöhnliches Verhalten werde aus dem Zusammenhang gerissen. Zwei Termine entscheiden nun, wie es weitergeht.

Der Streit zwischen den beiden Unternehmen läuft seit dem 10. Juli, als Apple gegen OpenAI vor Gericht zog und dem Unternehmen vorwarf, vertrauliche Hardware-Informationen abgeschöpft zu haben. Seitdem hat sich das Verfahren in kurzen Abständen verschärft – von der Ausweitung auf weitere Beschäftigte bis zu einem Antrag auf einstweilige Verfügung. Der jetzt eingereichte Antrag auf Abweisung ist OpenAIs erste förmliche juristische Antwort auf die Klageschrift selbst, nachdem sich das Unternehmen zuvor nur öffentlich geäußert hatte. Über die Eingabe berichtete zuerst Bloomberg.

Das Wichtigste in Kürze

  • OpenAI hat einen Antrag gestellt, Apples Klage wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen vollständig abzuweisen.
  • Zwei rechtliche Hebel: Apple habe nie benannt, welche Information konkret ein schützenswertes Geheimnis sein soll, und kein rechtswidriges Verhalten plausibel dargelegt.
  • Dasselbe Dokument zu Apples Offboarding-Prozess wird von beiden Seiten gegensätzlich gedeutet.
  • OpenAI muss bis zum 17. August formal auf Apples Antrag auf einstweilige Verfügung antworten, die Anhörung dazu ist für den 1. Oktober angesetzt.
  • Die ChatGPT-Anbindung in Apple Intelligence ist nicht Gegenstand des Verfahrens.

Der Antrag stützt sich auf zwei Argumente

OpenAIs Anwälte argumentieren, Apple habe die rechtliche Hürde nicht genommen, überhaupt greifbare Geschäftsgeheimnisse zu benennen. Solange nicht feststeht, welche Information geschützt sein soll, laufe der Vorwurf ins Leere. Als zweites Argument führt die Eingabe an, Apple habe kein unlauteres Verhalten plausibel dargelegt.

Die Klage sei ohne ausreichende Ermittlung eingereicht worden, heißt es in dem Dokument. An OpenAIs vertraulichem Material bestehe kein Interesse, weil man etwas baue, das sich von allem bei Apple unterscheide.

Nach Darstellung von Axios umfasst die Eingabe 31 Seiten, und Abwandlungen des Wortes „fail“ tauchen darin fast fünfzig Mal auf – der Text rahmt das Verfahren durchgehend als Versuch, eigene Schwierigkeiten zu überdecken. Zusätzlich führt OpenAI Apples eigene Sicherheitspraxis ins Feld: Dass Beschäftigte private iCloud-Konten für die Arbeit nutzen durften und private Nachrichten später auf Firmengeräten eingesehen wurden, habe die verbliebenen Zugriffsrechte überhaupt erst entstehen lassen.

Wie die beiden Beschuldigten verteidigt werden

Im Zentrum stehen zwei Namen. Tang Yew Tan war 24 Jahre bei Apple, zuletzt als Vice President für das Produktdesign von iPhone und Apple Watch, und gründete nach seinem Weggang gemeinsam mit dem früheren Apple-Designchef Jony Ive das Hardware-Unternehmen io Products, das im Juli 2025 mit OpenAI verschmolzen wurde. Heute verantwortet er dort die Hardware. OpenAI erklärt, Tan habe bei Gesprächen mit Apple-Beschäftigten branchenübliche Rekrutierungspraxis angewandt.

Besonders deutlich wird der Deutungsunterschied bei einem Dokument, das Apples Offboarding-Prozess beschreibt und das Tan behalten hatte. Apple sieht darin ein Hilfsmittel, um Sicherheitsprüfungen bei der Abwerbung zu umgehen. OpenAI dreht die Lesart um: Tan habe damit sicherstellen wollen, dass neu eingestellte Kräfte Apples Ausstiegsprozess exakt einhalten.

Der zweite Beschuldigte ist der Systemingenieur Chang Liu. Apple wirft ihm vor, nach dem Fund eines Authentifizierungsfehlers über Wochen auf vertrauliche Hardware-Dateien zugegriffen zu haben. OpenAI hält dagegen, Liu habe lediglich einem früheren Apple-Kollegen bei dessen eigener Arbeit geholfen, und verweist auf Nachrichtenauszüge, die das Unternehmen zu Wochenbeginn zusammen mit einer öffentlichen Erwiderung veröffentlicht hatte. Apple behaupte an keiner Stelle, dass Liu jemals eine Datei an OpenAI weitergegeben oder in der Hardware-Entwicklung verwendet habe.

Der Streit in seinem bisherigen Verlauf

Apple hatte die Klageschrift zuletzt spürbar ausgeweitet: Die Beweissicherung soll sich auf Dutzende weitere Beschäftigte erstrecken, und die eigenen Nachforschungen haben nach Apples Angaben elf zusätzliche ehemalige Mitarbeiter zutage gefördert. In der Klage steht außerdem die Zahl von mehr als 400 früheren Apple-Beschäftigten, die inzwischen bei OpenAI arbeiten. Auffällig bleibt, das Jony Ive selbst in keiner der Eingaben als Beschuldigter auftaucht.

Geführt wird das Verfahren unter dem Namen des erstbeklagten Ingenieurs: Apple Inc. v. Liu et al., Aktenzeichen 5:26-cv-07078-VKD vor dem Bundesbezirksgericht für den nördlichen Bezirk Kaliforniens in San José. Dass die Klageschrift OpenAI nicht im Titel führt, ist eine Formalie der Reihenfolge – beklagt sind neben Liu und Tan auch die OpenAI Foundation, die OpenAI Group PBC und io Products.

DatumVerfahrensschritt
10. Juli 2026Apple reicht Klage wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen ein
4. August 2026Apple beantragt einstweilige Verfügung und beschleunigte Beweisaufnahme, OpenAI antwortet öffentlich
6. August 2026OpenAI beantragt die Abweisung der Klage
17. August 2026Frist für OpenAIs formale Antwort auf den Verfügungsantrag
1. Oktober 2026Anhörung zum Antrag auf einstweilige Verfügung

Einen Punkt hat OpenAI in der Eingabe erneut aufgegriffen: den Vorwurf, auf Apples Kontaktversuche im Februar nicht reagiert zu haben. Der Abbruch gehe auf eine Verwechslung zweier ähnlich klingender Nachnamen durch Apples externe Kanzlei zurück – eine Darstellung, die sich mit der bereits im Juli bekannt gewordenen E-Mail-Panne deckt.

Für ChatGPT auf dem iPhone ändert sich nichts

Rund zwei Jahre lang haben beide Unternehmen an der ChatGPT-Anbindung für Siri gearbeitet, bevor OpenAIs Vorstoß in die Hardware das Verhältnis belastete. Diese Schnittstelle ist vom Verfahren nicht berührt: Gegenstand der Klage sind Personal und Hardware-Entwicklung, nicht die Software-Kooperation.

Wer die Verbindung auf einem deutschen iPhone nutzt, kann sie unverändert weiterverwenden – wie sie sich einrichten und wieder abschalten lässt, steht in unserer Anleitung zur ChatGPT-Anbindung in Apple Intelligence. Weder Apple noch OpenAI haben bislang erkennen lassen, dass sie die bestehende Integration antasten wollen.

Warum der 1. Oktober schwerer wiegt als der heutige Antrag

Ein Antrag auf Abweisung ist der reguläre erste Zug der Beklagtenseite und sagt für sich genommen wenig über die Erfolgsaussichten aus. Unsere Erwartung, ausdrücklich als Einschätzung und nicht als Bericht: Eine vollständige Abweisung ist unwahrscheinlich, eine teilweise Kürzung der Vorwürfe dagegen gut möglich. Dafür spricht, dass die Frage nach der konkreten Benennung eines Geschäftsgeheimnisses in Verfahren dieser Art regelmäßig zum Streitpunkt wird; dagegen spricht, dass Apple bereits Nachrichtenverläufe und Zugriffsprotokolle vorgelegt hat, die ein Gericht nicht ohne Beweisaufnahme verwerfen dürfte.

Praktisch relevanter ist ohnehin der 1. Oktober. An diesem Tag verhandelt dasselbe Gericht über Apples Antrag auf einstweilige Verfügung – und damit über die Frage, ob OpenAI während des laufenden Verfahrens überhaupt weiterarbeiten darf wie bisher. Fällt diese Entscheidung zu Apples Gunsten, träfe sie OpenAIs Hardware-Pläne unmittelbar. Das Hauptverfahren selbst dürfte sich über Jahre ziehen; für alle, die auf das erste OpenAI-Gerät warten, ist der Herbsttermin die weitaus konkretere Wegmarke. (Bild: Apfelpatient)

  • iCloud Privat-Relay gibt die echte IP-Adresse preis
  • Ted Lasso Staffel 4 ist da: Ted trainiert ein Frauenteam
  • Faltbare Smartphones: Markt soll um 20 Prozent wachsen
Apfelpatient bei Google bevorzugen 1 Klick – so siehst du uns häufiger bei Google
War dieser Artikel hilfreich?
JaNein
Tags: OpenAITechPatient
SendShareSend
Share

Unsere Amazon Storefront

Eine handverlesene Auswahl an Produkten für iPhone, Mac und Co. – nach Themen sortiert und laufend gepflegt.

Zur Storefront

Dieser Beitrag enthält Partnerlinks (u. a. Amazon). Über qualifizierte Käufe erhalten wir eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Mehr dazu im Partnerprogramm.

Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und schreibt seit 2018 sämtliche Inhalte selbst – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

Symbolbild zu OpenAI Apple Klage: gezeichneter Aktendeckel mit dem Aktenzeichen des Verfahrens auf dunkelblauem Grund

OpenAI beantragt Abweisung von Apples Klage vor Gericht

6. August 2026
Der Einstellungsbildschirm für iCloud Privat-Relay auf dem iPhone mit dem Schalter zum Aktivieren und der Wahl der IP-Adressen-Genauigkeit

iCloud Privat-Relay gibt die echte IP-Adresse preis

5. August 2026
Brendan Hunt, Juno Temple, Brett Goldstein, Hannah Waddingham, Jason Sudeikis und Tanya Reynolds (von links) bei der New Yorker Premiere zur vierten Staffel der Apple-TV-Serie „Ted Lasso" am 4. August 2026 in der Brooklyn Academy of Music in New York City. (Bild: Eric Charbonneau / Apple TV via Getty Images)

Ted Lasso Staffel 4 ist da: Ted trainiert ein Frauenteam

5. August 2026

Über APFELPATIENT

APFELPATIENT liefert dir die neuesten Apple-News, Produkt-Updates, Ratgeber, Testberichte und Tipps rund um das gesamte Apple-Ökosystem - vom iPhone über den Mac bis zur Apple Vision Pro. Von ersten Gerüchten bis zu bestätigten News: verantwortungsvoll recherchiert.

Folge Apfelpatient

Facebook Instagram YouTube Threads Threads

Unternehmen

  • Über Apfelpatient
  • Kontakt
  • Autorenprofile

Gemeinschaft

  • Netiquette
  • Push-Benachrichtigungen
  • RSS-Feed

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Cookie-Einstellungen
  • Partnerprogramm

Ressourcen

  • Sitemap

© 2026 Apfelpatient. All rights reserved.

No Result
View All Result
  • Home
  • News
  • Rumors
  • Tipps & Tricks
  • Tests & Erfahrungsberichte
  • Allgemein

© 2026 Apfelpatient. Alle Rechte vorbehalten. | Seitenverzeichnis

Sprache auf English ändern