Apple hat den Termin für die Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2026 bestätigt: Am 30. Juli legt der Konzern seine Ergebnisse vor. Der begleitende Earnings Call dürfte für Tim Cook der letzte als CEO sein, bevor John Ternus im September übernimmt – und auch inhaltlich verspricht das Quartal einige interessante Fragen.
Apple veröffentlicht seine Quartalszahlen traditionell Ende Juli, Oktober, Januar und April – nun steht der Termin für das dritte Fiskalquartal 2026 fest. Besondere Aufmerksamkeit bekommt die Telefonkonferenz diesmal aus einem personellen Grund: Es ist der voraussichtlich letzte Earnings Call von Tim Cook, der Apple seit rund 15 Jahren als CEO führt, bevor zum 1. September ein Wechsel an der Konzernspitze ansteht.
Der Termin und der Earnings Call
Apple wird die Ergebnisse am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, vorlegen. Im Anschluss folgt wie üblich die Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten, angesetzt auf 14:00 Uhr pazifischer Zeit beziehungsweise 17:00 Uhr Ostküstenzeit – in Deutschland entspricht das 23:00 Uhr MESZ. Durch den Call führen Finanzchef Kevan Parekh und Tim Cook.
Ternus steht bereits in den Startlöchern
Für Cook ist es der letzte Auftritt in dieser Runde, bevor er die Führung abgibt. Sein designierter Nachfolger John Ternus, der zum 1. September das Amt des CEO übernimmt, hatte sich bereits beim Earnings Call zum zweiten Quartal 2026 kurz zu Wort gemeldet: Er dankte Cook sowie langjährigen Aktionären und stellte eine starke Produkt-Roadmap für die kommenden Jahre in Aussicht. Der Übergang läuft damit auch nach außen sichtbar geordnet ab.
Was die Zahlen zeigen dürften
Im Vorjahresquartal meldete Apple einen Umsatz von 94,04 Milliarden US-Dollar, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2024. Für das nun anstehende Quartal hatte Apple im vorangegangenen Earnings Call ein Umsatzwachstum von 14 bis 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt – eine Prognose, die die Auswirkungen von Lieferengpässen bereits einkalkulierte.
Die jüngsten Preiserhöhungen dürften im Zahlenwerk dagegen kaum ins Gewicht fallen. Dass Apple am 25. Juni die Preise für Macs, iPads und die Vision Pro angehoben hat, fiel mit dem Quartalsende praktisch zusammen – die Ergebnisse lassen daher noch keine belastbaren Rückschlüsse darauf zu, wie sich die höheren Preise auf Nachfrage und Umsatz der betroffenen Kategorien auswirken. Dieser Effekt wird sich erst in späteren Quartalen ablesen lassen.
MacBook Neo als Sonderfaktor
Eine größere Rolle für das Quartal dürfte stattdessen die eingeschränkte Verfügbarkeit mehrerer Mac-Modelle spielen – allen voran des MacBook Neo, das über weite Strecken des Quartals nur knapp lieferbar war. Dass die Nachfrage nach dem günstigen Einsteiger-Mac den Vorrat an A18-Pro-Chips übertraf, zwang Apple Berichten zufolge dazu, bei TSMC Nachschub an eben diesen Chips zu ordern. Der Engpass illustriert damit ein Luxusproblem: Ein Produkt, das stärker gefragt ist, als Apple liefern kann, kostet kurzfristig Umsatz, unterstreicht aber die Zugkraft des neuen Preiseinstiegs.
Zahlen mit Symbolwert
Das dritte Fiskalquartal markiert für Apple somit gleich an mehreren Punkten eine Zäsur: Es liefert den ersten Datenpunkt in einer Phase steigender Preise, es zeigt, wie stark der Einstieg ins günstigere Mac-Segment die Nachfrage bewegt, und es dürfte den öffentlichen Abschied Tim Cooks als CEO einläuten. Belastbare Antworten gibt es am 30. Juli – bis dahin bleibt es bei Apples eigener Wachstumsprognose als Orientierung. (Bild: Shutterstock / f11photo)
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