In Meetings, Vorlesungen oder beim lauten Nachdenken bleibt oft keine Zeit zum Mitschreiben. Die Notizen-App nimmt genau das ab: Sie zeichnet Audio direkt in einer Notiz auf, erstellt in Echtzeit eine durchsuchbare Abschrift und fasst das Gesagte auf Wunsch zusammen. Was mit iOS 18 begann, ist inzwischen auch auf Deutsch nutzbar – und wird mit iOS 27 spürbar genauer.
Die Notizen-App war lange ein simpler Ort für Textschnipsel und ein paar Bilder. Über die Jahre ist daraus ein vielseitiges Werkzeug geworden, das Handschrift erkennt, Skizzen erlaubt und seit iOS 18 auch Audio aufnimmt und verschriftlicht. Für die smarte Zusammenfassung des Gesagten muss allerdings Apple Intelligence eingerichtet sein – die reine Aufnahme und Transkription funktioniert dagegen auch ohne. Wie die drei Bausteine Aufnahme, Abschrift und Zusammenfassung zusammenspielen, welche Geräte und Sprachen sie voraussetzen und was iOS 26 und iOS 27 daran ändern, lässt sich Schritt für Schritt sortieren.
Voraussetzungen: Geräte, Sprachen und Apple Intelligence
Bei den Voraussetzungen lohnt sich ein genauer Blick, weil Aufnahme, Transkription und Zusammenfassung unterschiedliche Anforderungen haben.
| Funktion | Voraussetzung |
|---|---|
| Audioaufnahme in einer Notiz | iPhone, iPad oder Mac mit aktueller Notizen-App |
| Automatische Transkription (ohne Apple Intelligence) | iPhone 12 oder neuer, unterstützte iPad-Modelle oder Mac mit M1 (oder neuer) |
| Unterstützte Sprachen | Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch sowie Chinesisch (vereinfacht und traditionell) |
| KI-Zusammenfassung | zusätzlich ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät mit aktiviertem Apple Intelligence |
Wichtig ist die Trennung zwischen Transkription und Zusammenfassung: Die Abschrift selbst läuft bereits auf einem iPhone 12 und benötigt kein Apple Intelligence. Nur die zusätzliche Zusammenfassung setzt ein KI-fähiges Gerät voraus. Entscheidend ist außerdem die Gerätesprache – transkribiert wird nur, wenn sie auf eine unterstützte Sprache eingestellt ist. Für deutschsprachige Geräte kam diese Unterstützung mit iOS 18.4; seitdem funktioniert die Abschrift auch auf Deutsch. Erscheint das Transkript-Symbol nicht, erfüllt das Gerät entweder die Voraussetzungen nicht oder erkennt keine unterstützte Sprache. Für die KI-Zusammenfassung wiederum gelten die Sprachvorgaben von Apple Intelligence, die sich von der Transkriptionsliste unterscheiden können.
Audio aufnehmen und in Text umwandeln – Schritt für Schritt
So nimmst du eine Aufnahme auf und wandelst das Gesprochene direkt in Text um:
- Öffne die Notizen-App und erstelle eine neue Notiz oder öffne eine bestehende.
- Tippe auf das Anhang-Symbol (Büroklammer) und wähle „Audio aufnehmen“.
- Starte die Aufnahme über die Aufnahmetaste. Während sie läuft, lässt sich das Live-Transkript über das Transkript-Symbol einblenden.
- Beende die Aufnahme mit der Stopptaste. Aufnahme und Abschrift werden direkt in der Notiz gespeichert.
Mit dem fertigen Transkript kannst du anschließend einiges anfangen:
- An eine bestimmte Stelle springen: Tippe im Transkript auf einen Textabschnitt, und die Wiedergabe startet genau dort.
- Durchsuchen: Über das Menü führt „In Transkript suchen“ gezielt zu einzelnen Begriffen.
- In die Notiz übernehmen: Mit „Transkript zu Notiz hinzufügen“ oder „Transkript kopieren“ wandert der Text in die Notiz oder die Zwischenablage.
- Sichern oder löschen: Die Aufnahme lässt sich sichern oder entfernen – wird die Audioaufnahme gelöscht, verschwindet auch das Transkript.
Auf dem Mac funktioniert das nahezu identisch; dort lässt sich die Aufnahme zusätzlich pausieren und fortsetzen.
Die Aufnahme zusammenfassen lassen
Auf einem Apple-Intelligence-fähigen Gerät geht die Notizen-App über die reine Abschrift hinaus und fasst das Gesagte zusammen. Das ist vor allem bei langen Meetings oder Vorlesungen praktisch, wenn du nicht die komplette Transkription durchgehen willst. Dazu wird die Audioaufnahme in der Notiz gedrückt gehalten; im Menü erscheint dann die Option für die Zusammenfassung. Ähnlich wie beim Zusammenfassen von Webseiten destilliert Apple Intelligence die Kernaussagen heraus. In Deutschland stehen sowohl die deutschsprachige Transkription als auch die Zusammenfassung seit iOS 18.4 bereit.
Wo diese Verarbeitung stattfindet, ist gerade bei vertraulichen Gesprächen eine berechtigte Frage: Ein Großteil der Apple-Intelligence-Aufgaben läuft direkt auf dem Gerät, größere Anfragen über Apples abgesicherte Server. Wie dieses Zusammenspiel im Detail funktioniert, ordnet der Beitrag zum Datenschutz von Apple Intelligence ein.
Anrufe aufnehmen: in Deutschland nicht verfügbar
Nicht zu verwechseln mit der Aufnahme innerhalb einer Notiz ist die Anrufaufzeichnung aus der Telefon-App, die seit iOS 18.1 ein Gespräch mitschneidet und als Transkription im Ordner „Anrufaufnahmen“ der Notizen-App ablegt. Diese Funktion ist in der gesamten EU – und damit auch in Deutschland und Österreich – nicht verfügbar; Apple schaltet die Anrufaufzeichnung dort schlicht nicht frei. Hintergrund sind die EU-Regulierung sowie in Deutschland § 201 StGB, der das Aufzeichnen von Gesprächen ohne Einwilligung aller Beteiligten unter Strafe stellt. Die Schweiz ist von dieser Sperre nicht betroffen. In Deutschland lassen sich Telefonate daher nur über andere Wege wie Drittanbieter-Apps aufnehmen, die eigene rechtliche und technische Hürden mit sich bringen.
Was iOS 26 und iOS 27 für die Notizen bringen
Die Aufnahme- und Transkriptionsfunktion stammt aus iOS 18, doch die Notizen-App hat seither dazugelernt. Mit iOS 26 kam die Unterstützung für Markdown hinzu: Notizen lassen sich im verbreiteten Klartext-Format importieren und exportieren, was den Austausch mit anderen Schreib-Apps erleichtert.
iOS 27 setzt vor allem bei der Abschrift an: Die automatische Transkription arbeitet dank verbesserter, lokal laufender Modelle spürbar genauer – ein Gewinn gerade bei längeren Aufnahmen. Hinzu kommt, dass sich eingefügter Markdown-Text automatisch in formatierten Text umwandelt, und auf einem iPhone 15 Pro oder neuer kann Siri AI Notizen mit generierten Inhalten erstellen, statt nur das Diktierte zu übernehmen. Für alle, die viel mit Audio arbeiten, ist die genauere Transkription der eigentliche Fortschritt.
Aus der Notizen-App wird ein Mitschreib-Werkzeug
Aufnehmen, verschriften, zusammenfassen – die Notizen-App deckt den kompletten Weg von der gesprochenen Idee zum durchsuchbaren Text ab, und das ohne Zusatz-App. Die reine Transkription läuft schon auf vielen Geräten und inzwischen auch auf Deutsch, während die Zusammenfassung ein KI-fähiges iPhone voraussetzt. Wer regelmäßig Gespräche oder Vorträge festhält, spart sich damit das mühsame Mittippen – und bekommt mit iOS 27 eine Abschrift, auf die mehr Verlass ist.
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Häufige Fragen: Apple Notizen – Audio und Transkription
Ja. Über das Anhang-Symbol in einer Notiz lässt sich mit „Audio aufnehmen“ direkt eine Aufnahme starten, die in der Notiz gespeichert wird.
Ja. Deutsch ist eine unterstützte Sprache; für deutschsprachige Geräte kam die Transkription in den Notizen mit iOS 18.4.
Ein iPhone 12 oder neuer, unterstützte iPad-Modelle oder ein Mac mit M1 (oder neuer). Die Gerätesprache muss auf eine unterstützte Sprache eingestellt sein.
Nein. Die Abschrift funktioniert ohne Apple Intelligence. Nur die zusätzliche Zusammenfassung setzt ein KI-fähiges Gerät mit aktiviertem Apple Intelligence voraus.
Ein Großteil der Apple-Intelligence-Aufgaben läuft direkt auf dem Gerät; nur rechenintensivere Anfragen gehen an Apples abgesicherte Server, wo Daten nicht gespeichert werden.
Die native Anrufaufzeichnung der Telefon-App (samt Transkript im Notizen-Ordner „Anrufaufnahmen“) ist in Deutschland und der gesamten EU nicht verfügbar – Apple hat sie dort gesperrt. In der Schweiz lässt sie sich nutzen. Die Audioaufnahme direkt in einer Notiz funktioniert davon unabhängig ganz normal.
Bei klarer Sprache liefert sie gute Ergebnisse, bei Hintergrundgeräuschen oder mehreren Sprechern sinkt die Genauigkeit. Mit iOS 27 wurde die Transkription durch verbesserte Modelle spürbar präziser.




