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Apple Fitness+: Schwache Zahlen zwingen Apple zum Umdenken

Milan Jovicic by Milan Jovicic
9. November 2025 - 16:56 CET
in Apple Gerüchte
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Apple Fitness+ Zukunft

Bild: Apple

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Apple überprüft aktuell die Zukunft seines Fitnessdienstes Apple Fitness+. Laut einem Bericht von Mark Gurman von Bloomberg gehört das Angebot zu den schwächsten digitalen Diensten des Unternehmens. Interne Umstrukturierungen und neue Verantwortlichkeiten deuten darauf hin, dass Apple die Strategie rund um Fitness+ neu bewertet.

Apple Fitness+ wurde 2020 als Streamingdienst für geführte Workouts gestartet. Das Ziel war, das Apple-Ökosystem um ein modernes Fitnessangebot zu erweitern, das nahtlos mit der Apple Watch, dem iPhone und Apple TV zusammenarbeitet. Für 9,99 Euro pro Monat oder als Teil des Apple One Pakets bietet der Dienst Zugriff auf hunderte Trainingsvideos – von Yoga über HIIT bis Meditation. Trotz dieser Integration scheint Fitness+ hinter den Erwartungen zu bleiben.

Ein schwaches Glied im Apple-Portfolio

Laut Gurman zählt Apple Fitness+ zu den schwächsten digitalen Angeboten des Konzerns. Der Dienst leidet unter einer hohen Abwanderungsrate und geringen Einnahmen. Viele Abonnenten nutzen ihn nur vorübergehend, bevor sie das Abo wieder kündigen. Während andere Apple-Dienste wie Music, TV+ oder iCloud stabile Wachstumszahlen zeigen, kämpft Fitness+ offenbar mit dem Problem, langfristige Kundenbindung aufzubauen.

Die Gründe liegen wahrscheinlich in der starken Konkurrenz. Anbieter wie Peloton, Nike Training Club oder YouTube bieten eine Vielzahl an Workouts, teils kostenlos oder mit flexibleren Modellen. Im Vergleich wirkt Apple Fitness+ eher auf das Apple-Ökosystem beschränkt, was den Zugang für Nutzer ohne Apple Watch oder iPhone erschwert.

Treue Nutzer verhindern eine Einstellung

Trotz der schwachen Kennzahlen gibt es eine kleine, aber loyale Nutzerschaft, die Apple Fitness+ regelmäßig verwendet. Diese Fangemeinde hält den Dienst am Leben, da eine Einstellung negative Schlagzeilen nach sich ziehen würde. Laut Gurman ist der Betrieb des Dienstes für Apple vergleichsweise kostengünstig, sodass die Einsparungen durch eine Abschaltung kaum ins Gewicht fallen würden.

Ein abruptes Ende des Angebots wäre zudem untypisch für Apple, da das Unternehmen in der Regel langfristig an seine Services festhält – selbst dann, wenn sie keine großen Gewinne erzielen.

Neues Management soll Kurs ändern

Im Zuge der aktuellen Umstrukturierung übernimmt Sumbul Desai, Vice President of Health bei Apple, künftig die Verantwortung für Apple Fitness+. Die Gesundheitsabteilung, zu der Fitness+ jetzt offiziell gehört, wird direkt an Eddy Cue berichten, den Chef der Dienstleistungssparte.

Diese organisatorische Änderung bedeutet, dass Fitness+ künftig stärker unter Druck steht, bessere Ergebnisse zu liefern. Die direkte Berichtslinie an Cue könnte mehr Kontrolle und höhere Erwartungen an Wachstum und Nutzerzahlen mit sich bringen. Ziel dürfte es sein, Fitness+ enger mit Apples Gesundheitsstrategie zu verzahnen, die bereits durch die Apple Watch und Health-App geprägt ist.

Ein Dienst mit Potenzial – und Herausforderungen

Apple Fitness+ war ursprünglich als zentraler Bestandteil der digitalen Fitnessstrategie gedacht. Das Konzept: hochwertige, werbefreie Workouts, produziert mit professionellen Trainern, perfekt abgestimmt auf Herzfrequenz- und Bewegungsdaten der Apple Watch. Auf dem Papier passt das Angebot ideal zu Apples Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden.

In der Praxis blieb der Erfolg aber überschaubar. Besonders außerhalb der englischsprachigen Märkte ist Fitness+ kaum präsent. Die fehlende Lokalisierung und begrenzte Sprachunterstützung bremsen die internationale Expansion. Dazu kommt, dass Fitness-Trends sich schnell verändern – und Apple Fitness+ bislang wenig Flexibilität zeigt, auf diese Entwicklungen zu reagieren.

Strategischer Wendepunkt für Apple Fitness+

Apple Fitness+ steht an einem entscheidenden Punkt. Die aktuelle Überprüfung und der Führungswechsel deuten darauf hin, dass Apple den Dienst nicht aufgibt, sondern neu ausrichten will. Wahrscheinlich wird Fitness+ künftig stärker mit den Gesundheitsfunktionen der Apple Watch und neuen Softwareangeboten verknüpft.

Auch wenn die Einnahmen derzeit überschaubar sind, passt der Dienst weiterhin zu Apples langfristiger Strategie, das Thema Gesundheit fest in das eigene Ökosystem zu integrieren. Ob diese Neuausrichtung reicht, um Fitness+ zu einem echten Erfolg zu machen, hängt davon ab, ob Apple das Angebot attraktiver, internationaler und flexibler gestaltet. Sicher ist nur: Der Fitnessdienst bleibt vorerst Teil von Apples wachsender Gesundheitsplattform – allerdings mit der klaren Erwartung, künftig bessere Ergebnisse zu liefern. (Bild: Apple)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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