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macOS 28 streicht Support für verschlüsselte HFS+-Laufwerke

Milan Jovicic by Milan Jovicic
8. Juli 2026 - 22:30 CEST
in Apple News
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macOS 28 verschlüsselte Laufwerke

Bild: Shutterstock / Yalcin Sonat

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Apple hat ein neues Support-Dokument veröffentlicht, das Besitzer älterer externer Festplatten aufhorchen lassen sollte. Ab macOS 28 unterstützt der Mac das betagte Dateisystem Mac OS Extended nur noch in unverschlüsselter Form – wer ein verschlüsseltes HFS+-Laufwerk nutzt, muss vor dem Update handeln, sonst lässt es sich später nicht mehr einbinden.

In einem am 7. Juli veröffentlichten Support-Dokument kündigt Apple an, dass macOS 28 und neuere Versionen das Dateisystemformat Mac OS Extended ausschließlich für Volumes unterstützen, die nicht verschlüsselt sind. Betroffen sind damit vor allem ältere verschlüsselte externe Laufwerke, die vor dem Umstieg auf das kommende System entweder entschlüsselt oder neu formatiert werden müssen. Der Schritt reiht sich in Apples fortlaufende Modernisierung der Mac-Plattform ein, die mit macOS Golden Gate erstmals ausschließlich auf Apple Silicon setzt und die Intel-Ära endgültig hinter sich lässt. Da APFS bereits seit 2017 das Standard-Dateisystem des Mac ist, wirkt die Ankündigung wie ein weiterer Schritt, um das alte Format schrittweise abzulösen.

Was sich mit macOS 28 ändert

Der Kern der Ankündigung ist eng umrissen: Mac OS Extended – auch bekannt als HFS Plus beziehungsweise HFS+ – bleibt unter macOS 28 und später nutzbar, allerdings nur für unverschlüsselte Volumes. Verschlüsselte HFS+-Datenträger werden vom Mac dann nicht mehr eingebunden, solange man nicht vorher aktiv wird. Einen konkreten Grund nennt Apple nicht. Da APFS Verschlüsselung von Haus aus unterstützt und seit macOS High Sierra 2017 die Voreinstellung ist, deutet der Schritt darauf hin, dass Apple das ältere Format langfristig auslaufen lässt.

Wichtig für die Einordnung: Es geht nicht um ein pauschales Aus für HFS+. Unverschlüsselte Mac-OS-Extended-Volumes funktionieren unter macOS 28 weiterhin, und APFS-Laufwerke sind von der Änderung ohnehin nicht betroffen.

Wer betroffen ist – und wer nicht

Betroffen ist ausschließlich, wer ein Laufwerk verwendet, das sowohl im Format Mac OS Extended vorliegt als auch verschlüsselt ist. In der Praxis trifft das am ehesten auf ältere, mit einem Passwort geschützte externe Festplatten zu, die über die Jahre als Archiv gedient haben. Für verschlüsselte Time-Machine-Backup-Volumes weist Apple ausdrücklich darauf hin, dass der weiter unten beschriebene Entschlüsselungsweg dort nicht greift – solche Backup-Laufwerke sind also gesondert zu behandeln.

Damit niemand unvorbereitet in das Update läuft, blendet der Mac bereits ab macOS 26 einen Hinweis ein, sobald er ein verschlüsseltes Mac-OS-Extended-Laufwerk erkennt, das mit macOS 28 nicht mehr kompatibel sein wird. Die Meldung benennt das betroffene Volume direkt beim Namen.

So lässt sich der Status eines Laufwerks prüfen

Wer unsicher ist, ob ein Datenträger betroffen ist, findet die Antwort im Festplattendienstprogramm. Dort im Menü „Darstellung” die Option „Nur Volumes einblenden” wählen, in der Seitenleiste das gewünschte Volume markieren und die Formatangabe direkt unter dem Namen ablesen. Erscheinen dort zugleich „Mac OS Extended” und „Encrypted” – etwa in der Form CoreStorage Logical Volume • Mac OS Extended (Case-sensitive, Journaled, Encrypted) -, ist das Laufwerk mit macOS 28 nicht mehr kompatibel.

Zwei Wege, das Laufwerk zu retten

In beiden Fällen empfiehlt sich vorab eine Sicherung aller Daten, die erhalten bleiben sollen. Danach stehen zwei Optionen zur Wahl.

Der erste Weg ist das Neuformatieren: Das Volume wird gelöscht und im Format APFS oder APFS (verschlüsselt) neu aufgesetzt. Das entfernt sämtliche Daten unwiderruflich, stellt aber sicher, dass der Datenträger mit künftigen macOS-Versionen läuft.

Der zweite Weg ist das Entschlüsseln, das die vorhandenen Daten erhält. Dazu wird das Laufwerk angeschlossen, mit dem Verschlüsselungspasswort entsperrt und anschließend im Finder oder auf dem Schreibtisch per Control-Klick über den Menüpunkt „Entschlüsseln” freigegeben. Nach erneuter Passworteingabe startet der Vorgang, der bei großen Volumes einige Zeit dauern kann; den Fortschritt zeigt der Befehl diskutil cs list im Terminal an. Ist die Entschlüsselung abgeschlossen, lässt sich das Volume über das Festplattendienstprogramm optional und ohne Datenverlust per „In APFS konvertieren” umstellen und danach bei Bedarf erneut verschlüsseln.

Das langsame Ende von HFS+

Mit dem Wegfall der HFS+-Verschlüsselung setzt Apple die schrittweise Ablösung eines Dateisystems fort, das noch aus den späten Neunzigern stammt. APFS hat das Format auf internen Datenträgern längst verdrängt; die externen Laufwerke sind der letzte große Bereich, in dem HFS+ im Alltag noch verbreitet ist. macOS 28 erscheint voraussichtlich im kommenden Herbst – bis dahin bleibt genug Zeit, betroffene Archive rechtzeitig zu sichern und umzustellen, statt später vor einem nicht mehr lesbaren Laufwerk zu stehen. (Bild: Shutterstock / Yalcin Sonat)

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Tags: macOSmacOS 28
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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