Dieser Beitrag kann Partnerlinks enthalten. Mehr dazu im Partnerprogramm.
Apple liegt zum Abschluss des Geschäftsjahres beim Umsatz über dem eigenen Ausblick, und das iPhone Duo kommt erst noch dazu. iPhone und Mac wachsen deutlich, iPad und Wearables verlieren. Für John Ternus ist es der erste Zahlensatz als CEO.
Apple hat die Ergebnisse des vierten Geschäftsquartals vorgelegt, das am 26. September endete. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar, ein Rekord für ein September-Quartal. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,10 Dollar.
Maßstab sind die Erwartungen der Analysten und der Ausblick aus der Telefonkonferenz im Juli. Beim Umsatz liegt Apple über beiden Marken. Die genauen Werte stehen in den konsolidierten Finanzübersichten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Umsatz liegt mit 114,5 Milliarden Dollar um 12 Prozent über dem Vorjahr und über Apples Spanne von 9 bis 11 Prozent.
- Der Gewinn je Aktie beträgt 2,10 Dollar, der Konsens lag bei 1,98 Dollar. Darin stecken 5 Cent aus Zoll-Rückerstattungen.
- Das iPhone wächst um 17,5 Prozent, der Mac um 23,7 Prozent. iPad und Wearables schrumpfen.
- Das Geschäftsjahr schließt mit dem Rekordumsatz von 479 Milliarden Dollar.
- Das iPhone Duo kam erst nach Quartalsende in den Handel.
Apple übertrifft den eigenen Ausblick
Beim Umsatz hatte Apple ein Plus von 9 bis 11 Prozent angekündigt, mit den angekündigten Lieferengpässen bei iPhone, Mac und iPad als Bremse. Herausgekommen sind 11,7 Prozent. Das sind rund 1,5 Milliarden Dollar mehr als der Konsens und gut 700 Millionen Dollar mehr, als die obere Grenze der Spanne rechnerisch ergibt.
| Kennzahl | Q4 2026 | Apples Ausblick | Konsens (Zacks) | Q4 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 114,48 Mrd. $ | 111,7–113,7 Mrd. $ (rechnerisch) | 112,95 Mrd. $ | 102,47 Mrd. $ |
| Gewinn je Aktie | 2,10 $ | – | 1,98 $ | 1,85 $ |
| Nettogewinn | 30,71 Mrd. $ | – | – | 27,47 Mrd. $ |
| Bruttomarge | 47,9 % | 47–48 % | 47,5 % (rechnerisch) | 47,2 % |
| Betriebsausgaben | 19,19 Mrd. $ | 19,1–19,4 Mrd. $ | – | 15,91 Mrd. $ |
| Steuerquote | 15,0 % | rund 16,5 % | – | 16,3 % |
Der Abstand beim Gewinn je Aktie ist kleiner, als er aussieht. Die Steuerquote lag mit 15,0 Prozent unter den angekündigten 16,5 Prozent. Mit dem angekündigten Satz läge der Gewinn je Aktie rechnerisch bei rund 2,06 Dollar.
Ternus stellt in der Mitteilung die neuen Geräte in den Vordergrund:
Wir schließen das Jahr mit unserem bislang ambitioniertesten Angebot ab. Dazu gehören das iPhone Duo, das transformativste iPhone seit dem Original, sowie iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max, unsere bislang leistungsstärksten iPhones.
iPhone und Mac wachsen am stärksten
Das iPhone erreicht mit 57,58 Milliarden Dollar einen Rekord für ein September-Quartal und liegt leicht über dem Konsens. Die größte Abweichung nach oben liefert der Mac: Er liegt 1,2 Milliarden Dollar über der Erwartung, obwohl Engpässe angekündigt waren. Es ist zugleich das erste vollständige Quartal mit den im Juni angehobenen Preisen.
| Sparte | Q4 2026 | Q4 2025 | Veränderung | Konsens (Zacks) |
|---|---|---|---|---|
| iPhone | 57,58 Mrd. $ | 49,03 Mrd. $ | +17,5 % | 57,18 Mrd. $ |
| Mac | 10,79 Mrd. $ | 8,73 Mrd. $ | +23,7 % | 9,56 Mrd. $ |
| iPad | 6,23 Mrd. $ | 6,95 Mrd. $ | −10,4 % | 6,54 Mrd. $ |
| Wearables, Home und Zubehör | 8,30 Mrd. $ | 9,01 Mrd. $ | −7,9 % | 9,00 Mrd. $ |
| Services | 31,57 Mrd. $ | 28,75 Mrd. $ | +9,8 % | 31,50 Mrd. $ |
| Gesamt | 114,48 Mrd. $ | 102,47 Mrd. $ | +11,7 % | 112,95 Mrd. $ |
iPad und Wearables bleiben beide unter dem Konsens. Das iPad verliert stärker als im Juni-Quartal mit minus 5,9 Prozent. Die Wearables hatten zuletzt noch um 6,5 Prozent zugelegt.
Die Services erreichen mit 31,57 Milliarden Dollar einen neuen Höchstwert, wachsen mit 9,8 Prozent aber langsamer als die 12,1 Prozent im Juni-Quartal. Das liegt in der Nähe dessen, was Apple angekündigt hatte: dieselbe Wachstumsrate wie zuvor, abzüglich eines Währungseffekts.
Das iPhone Duo fehlt noch in der Rechnung
Das Quartal endete am 26. September. Die iPhone-18-Pro-Modelle kamen am 18. September in den Handel und stecken damit nur mit gut einer Woche in den Zahlen. Das iPhone Duo folgte erst am 23. Oktober und zählt vollständig zum Dezember-Quartal.
Anders als im Vorjahr gab es zudem kein neues Standardmodell: Im Herbst kamen nur die Pro-Modelle und das iPhone Duo neu in die iPhone-Reihe.
Großchina wächst am stärksten, Europa kühlt ab
Vier von fünf Regionen legen zu, nur Japan verliert leicht. Großchina wächst mit 21 Prozent fast doppelt so schnell wie der Konzern.
| Region | Q4 2026 | Q4 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Amerika | 48,68 Mrd. $ | 44,19 Mrd. $ | +10,2 % |
| Europa | 32,01 Mrd. $ | 28,70 Mrd. $ | +11,5 % |
| Großchina | 17,54 Mrd. $ | 14,49 Mrd. $ | +21,0 % |
| Japan | 6,54 Mrd. $ | 6,64 Mrd. $ | −1,4 % |
| Übriger Asien-Pazifik-Raum | 9,71 Mrd. $ | 8,44 Mrd. $ | +15,0 % |
Europa wächst nur noch halb so schnell wie im Juni-Quartal, als das Plus 22,4 Prozent betrug. Die Region umfasst bei Apple neben der EU auch die Schweiz, Großbritannien, Indien, den Nahen Osten und Afrika. Deutschland weist Apple nicht einzeln aus, ein Rückschluss auf den deutschsprachigen Raum ist deshalb nicht möglich.
Ohne Zoll-Effekt sinkt die Marge, die Vorräte wachsen
Die Bruttomarge liegt mit 47,9 Prozent am oberen Rand der Spanne, enthält aber rund einen Prozentpunkt aus Zoll-Rückerstattungen. Ohne diesen Posten sind es etwa 46,9 Prozent, also 0,3 Punkte unter dem Vorjahreswert von 47,2 Prozent. UBS hatte mit einem Rückgang um rund 0,7 Punkte gerechnet, vor allem wegen der Speicherpreise.
Die Vorräte stiegen auf 14,5 Milliarden Dollar, nach 11,1 Milliarden Ende Juni und 5,7 Milliarden zum Ende des vorigen Geschäftsjahres. Für Forschung und Entwicklung gab Apple 11,73 Milliarden Dollar aus, 32,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Den Aktionären fließen im Quartal 28 Milliarden Dollar zu, genauso viel, wie das operative Geschäft an Cashflow erzeugte. Die Dividende bleibt bei 0,27 Dollar je Aktie und wird am 16. November an alle ausgezahlt, die am 12. November im Register stehen.
479 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr
Über zwölf Monate kommt Apple auf 478,83 Milliarden Dollar Umsatz, 15,1 Prozent mehr als die 416,16 Milliarden des Vorjahres. Finanzchef Kevan Parekh spricht von einem Allzeitrekord. Der Nettogewinn stieg um 18,0 Prozent auf 132,18 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie um 20,4 Prozent auf 8,98 Dollar.
Das iPhone steht mit 254,10 Milliarden Dollar und einem Plus von 21,2 Prozent für mehr als die Hälfte des Umsatzes. Die Services erreichen 123,30 Milliarden Dollar, ein Plus von 13,0 Prozent.
Die Rechnung für den Herbst kommt erst noch
Ich halte die Zahlen für stark, aber für den kleineren Teil des Abends. Sie beschreiben ein Quartal fast ohne die neuen Geräte, und auch das Plus beim Mac entstand vor der aktuellen Modellrunde. Über die Stimmung entscheidet deshalb der Ausblick auf das Dezember-Quartal, zu dem die Mitteilung nichts sagt.
Er folgt in der Telefonkonferenz um 23 Uhr, der ersten mit Ternus als CEO. Die Spanne der Analysten für dieses Quartal reicht von 131,5 bis 170,4 Milliarden Dollar, entsprechend groß ist der Spielraum für Enttäuschungen.
Für Käufer im deutschsprachigen Raum zählt vor allem, wie Apple die Speicherkosten weiter behandelt. Die iPhone-Preise sind bereits im September gestiegen, Macs und iPads waren schon im Juni dran, und die Marge liegt ohne Zoll-Effekt unter dem Vorjahr.
Hat dich die jüngste Preisrunde beim Mac oder iPhone vom Kauf abgehalten, oder hast du trotzdem zugegriffen? Erzähl uns in den Kommentaren, wofür du dich entschieden hast.





