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Weniger Kapazität, trotzdem mehr Ausdauer im Labor: Das EU-Produktdatenblatt zum neuen iPad mini verrät die Akkugröße, die Apple auf seinen Produktseiten nicht in Milliamperestunden nennt. Interessanter als die nackte Zahl ist, was das Blatt sonst noch zeigt – vom Falltest bis zur Reparierbarkeit.
Seit Juni 2025 müssen Smartphones und Tablets in der EU ein Energielabel tragen, ergänzt um ein ausführliches Produktdatenblatt. Mit den Labels auf den iPhone- und iPad-Seiten stehen seitdem auch Werte wie Falltests und Reparierbarkeitsindex bei Apple. Für das iPad mini mit A20 Pro, OLED-Display und IP67 liegt das Datenblatt jetzt vor, sowohl bei Apple als deutsches Produktdatenblatt für das Wi-Fi-Modell als auch in der Produktdatenbank EPREL der EU-Kommission, wo der Eintrag auf den 28. Oktober datiert.
Für den Vorgänger stehen die Vergleichswerte ebenfalls in EPREL, Apples eigene Angaben in den technischen Daten des iPad mini (A17 Pro).
Das Wichtigste in Kürze
- Der Akku des neuen iPad mini fasst 4.900 mAh, beim Vorgänger waren es 5.034 mAh – rund 2,7 Prozent weniger.
- Apple nennt auf der Seite mit den technischen Daten 18,9 statt 19,3 Wattstunden und weiterhin bis zu 10 Stunden Laufzeit.
- Im EU-Prüfzyklus hält das neue Modell 78 statt 67 Stunden durch, die Energieeffizienzklasse steigt von E auf D.
- Im Falltest übersteht das Wi-Fi Modell 104 Stürze, das Wi-Fi + Cellular Modell 57 – der Vorgänger kam in beiden Varianten auf 52.
- Die Reparierbarkeitsklasse bleibt C, der Index steigt leicht von 2,73 auf 2,89.
Weniger Milliamperestunden, gleiche Laufzeit
Die Kapazität sinkt von 5.034 auf 4.900 mAh. Bei der Energiemenge, die Apple in den technischen Daten angibt, sind es 18,9 statt 19,3 Wattstunden, also ein Minus von rund 2 Prozent. An den Laufzeitangaben ändert das nichts: Apple verspricht beim neuen Modell wie beim Vorgänger bis zu 10 Stunden Surfen im Web mit WLAN oder Videowiedergabe, bei den Wi-Fi + Cellular Modellen bis zu 9 Stunden im Mobilfunknetz.
Der kleinere Akku sitzt in einem deutlich schlankeren Gehäuse. Das neue iPad mini ist 5,4 mm dick statt 6,3 mm und wiegt als Wi-Fi Modell 255 g statt 293 g, als Wi-Fi + Cellular Modell 263 g statt 297 g. Gemessen an rund 14 Prozent weniger Dicke fällt der Verzicht beim Akku gering aus.
Was das EU-Datenblatt zusätzlich verrät
Das Produktdatenblatt misst die Akkulaufzeit nicht nach Apples Maßstab, sondern nach dem Prüfzyklus der EU-Verordnung. Dort kommt das neue iPad mini auf 78 Stunden pro Ladung, der Vorgänger auf 67 Stunden – ein Plus von gut 16 Prozent. Die Werte lassen sich nur untereinander vergleichen, nicht mit Apples Angabe von bis zu 10 Stunden.
| Angabe | iPad mini (A20 Pro) | iPad mini (A17 Pro) |
|---|---|---|
| Nennkapazität | 4.900 mAh | 5.034 mAh |
| Energie (Apple) | 18,9 Wh | 19,3 Wh |
| Laufzeit laut Apple (Surfen mit WLAN) | bis zu 10 Std. | bis zu 10 Std. |
| Lebensdauer der Batterie pro Zyklus (EU-Prüfung) | 78 Std. | 67 Std. |
| Energieeffizienzklasse | D | E |
| Batterielaufzeit in Zyklen (bis 80 % Restkapazität) | mindestens 1.000 | mindestens 1.000 |
| Stürze ohne Defekt (Wi-Fi / Cellular) | 104 / 57 | 52 / 52 |
| Klasse der Zuverlässigkeit nach Falltest | D | D |
| Eindringschutzgrad | IP67 | IP42 |
| Ladegerät: erforderliche Ausgangsleistung | 20 W | 15 W |
| Reparierbarkeitsklasse | C | C |
| Reparierbarkeitsindex | 2,89 von 5 | 2,73 von 5 |
Beim Falltest fällt ein Unterschied zwischen den beiden Varianten auf. Das Wi-Fi Modell übersteht 104 Stürze ohne Defekt, das Wi-Fi + Cellular Modell nur 57. Beide landen trotzdem in derselben Klasse D wie der Vorgänger, der in beiden Varianten 52 Stürze schaffte.
Der Sprung beim Eindringschutz von IP42 auf IP67 deckt sich mit Apples eigener Angabe. Laut technischen Daten hält das neue iPad mini Wasser bis zu einem Meter Tiefe für bis zu 30 Minuten stand.
Reparierbarkeit bewegt sich kaum
Die Reparierbarkeitsklasse bleibt bei C. Der Index steigt von 2,73 auf 2,89 von 5 Punkten, vor allem weil sich der Wert „Ersatzteile“ von 1 auf 2 Punkte verdoppelt. Die EU-Datenbank führt beim neuen Modell neben dem Display auch die Batterie in dieser Kategorie. Als vom Nutzer auswechselbar gilt der Akku laut Datenblatt weiterhin nicht.
Unverändert bleibt die Zusage zu Software-Updates: mindestens fünf Jahre ab dem Ende des Inverkehrbringens, also ab dem Zeitpunkt, an dem Apple das Modell in der EU nicht mehr in Verkehr bringt.
Der Chip gleicht den kleineren Akku aus
Ich lese das Datenblatt als gute Nachricht. Ein um rund 2,7 Prozent kleinerer Akku ist bei einem Gehäuse, das 0,9 mm dünner und als Wi-Fi Modell fast 40 g leichter geworden ist, ein überschaubarer Preis – und der EU-Prüfzyklus zeigt das Gegenteil eines Rückschritts. Dass der A20 Pro und das OLED-Display dazu beitragen, liegt nahe.
Wer vom iPad mini mit A17 Pro auf das neue Modell wechseln will, muss die Akkuzahl jedenfalls nicht als Gegenargument werten. Mehr Gewicht hat das robustere Gehäuse mit IP67, das im Alltag eher den Unterschied macht als 134 Milliamperestunden. Alle weiteren Daten und Termine stehen im Überblick zum iPad mini (A20 Pro), weitere Meldungen zum Gerät auf der Themenseite zum iPad mini.
Spielt der etwas kleinere Akku für dich überhaupt eine Rolle, wenn sowohl Apple als auch der EU-Test mindestens gleiche Ausdauer bescheinigen – oder traust du erst eigenen Messungen im Alltag? Schreib uns in den Kommentaren, wie lange dein iPad mini bisher mit einer Ladung durchhält.





