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Apple nennt es das größte Update in der Geschichte des iPad mini, und die Liste gibt das her: OLED-Display, Schutz vor Wasser, A20 Pro, ein dünneres und leichteres Gehäuse. Vorgestellt hat Apple das Gerät per Pressemitteilung, zwei Tage vor dem erwarteten Medientermin in Los Angeles. Zum Datenblatt gehören allerdings auch ein höherer Einstiegspreis und eine Einschränkung beim Prozessor, die erst beim Blick in den Konfigurator auffällt.
Das neue iPad mini kam am Montag über eine Pressemitteilung im Newsroom. Erwartet worden war es zusammen mit den neuen Macs rund um den Medientermin, zu dem Apple laut Berichten am 28. Oktober nach Los Angeles lädt. Greg Joswiak hatte die Woche mit seinem „Pro and tell“-Teaser angekündigt. Die Eckpunkte decken sich weitgehend mit dem, was sich über Monate im Gesamtbild der Gerüchte zum iPad mini 8 abgezeichnet hatte. Apple führt das Gerät, das als iPad mini 8 erwartet wurde, offiziell als iPad mini (A20 Pro). Preise, Maße und Chipvarianten stammen aus dem deutschen Datenblatt und Apples Konfigurator.
Das Wichtigste in Kürze
- Das iPad mini (A20 Pro) bekommt ein 8,5 Zoll großes OLED-Display, ist 5,4 Millimeter dünn und nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt.
- Vorbestellungen starten am 28. Oktober um 18:10 Uhr, im Handel ist das Gerät ab 6. November.
- In Deutschland und Österreich kostet es ab 749 Euro, in der Schweiz ab 679 Franken.
- Die Modelle mit 128 und 256 GB haben eine 5-Core-CPU, erst das 512-GB-Modell bekommt sechs Kerne und die doppelte Neural Engine.
- Siri AI ist auf iPadOS in der EU weiterhin nicht verfügbar.
OLED, dünneres Gehäuse und erstmals Wasserschutz
Das Display wächst von 8,3 auf 8,5 Zoll, ohne dass das Gehäuse größer wird. Möglich machen das laut Apple um 24 Prozent schmalere Ränder. Statt LCD sitzt jetzt ein OLED-Panel im Gerät, das Apple als Super Retina XDR Display führt. Es erreicht 600 Nits im Vollbild und 1.200 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten, im Dunkeln lässt es sich bis auf 1 Nit herunterregeln. Für die Modelle mit 256 und 512 GB gibt es optional Nanotexturglas gegen Spiegelungen.

ProMotion gehört nicht dazu. In Apples eigenem iPad-Vergleich steht beim iPad mini ausdrücklich „Keine ProMotion Technologie“. Damit bestätigt sich, was ein Leaker zum 60-Hz-Display über Monate behauptet hatte.
Mit 5,4 Millimetern ist das Gehäuse 14 Prozent dünner als beim Vorgänger, das Wi-Fi-Modell wiegt 255 Gramm. Apple nennt es das leichteste iPad bisher. Neu ist die Schutzklasse IP67 nach IEC 60529, also bis zu einem Meter Wassertiefe für bis zu 30 Minuten. Ein abgedichtetes Gehäuse für die Lautsprecher trägt laut Apple dazu bei, die Schutzklasse zu erreichen. Diese Lautsprecher stecken im neuen Acoustic Display: Tieftöner arbeiten durch das Display, Hochtöner sitzen zwischen Glas und Aluminiumgehäuse.
A20 Pro: sechs Kerne nur im 512-GB-Modell
Der A20 Pro wird in Apples 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und steckt in einem Gehäuse, das Apple nach dem Vorbild der M-Chips gebaut hat. Die GPU hat sieben Kerne mit Neural Accelerators in jedem Kern. Apple verspricht gegenüber dem Vorgänger bis zu 2,7-fache Grafikleistung und eine bis zu 4,5-mal schnellere Token-Generierung bei großen Sprachmodellen. Die Speicherbandbreite steigt laut Apple auf mehr als das Doppelte.
Bei der CPU lohnt der Blick ins Datenblatt. Die Modelle mit 128 und 256 GB haben eine 5-Core-CPU mit zwei Super-Kernen und drei Effizienz-Kernen. Erst das 512-GB-Modell bekommt eine 6-Core-CPU mit vier Effizienz-Kernen und dazu die Dual 16-Core Neural Engine. Der Vorgänger mit A17 Pro hatte in jeder Speichergröße sechs CPU-Kerne. Apples Angabe von bis zu 60 Prozent mehr Multithread-Leistung bezieht sich auf die Variante mit bis zu sechs Kernen.

Dazu kommen Apples eigener Funkchip N1 mit WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread sowie in den Cellular-Modellen das Modem C2. Die 12-MP-Frontkamera mit Center Stage sitzt jetzt an der langen Seite, hinten ergänzt ein adaptiver True Tone Blitz die 12-MP-Weitwinkelkamera. Schnellladen bringt den Akku laut Apple mit einem Netzteil ab 35 Watt in etwa 30 Minuten auf bis zu 50 Prozent.
Das neue Modell im Vergleich zum Vorgänger
Die Werte stammen aus Apples Datenblättern für beide Generationen, der Vorgängerpreis ist der zuletzt gültige deutsche Preis.
| iPad mini (A20 Pro) | iPad mini (A17 Pro) | |
|---|---|---|
| Display | 8,5″ OLED, Super Retina XDR | 8,3″ LCD, Liquid Retina |
| Auflösung | 2316 × 1512, 326 ppi | 2266 × 1488, 326 ppi |
| Helligkeit | 600 Nits (SDR), 1.200 Nits Spitze (HDR) | 500 Nits |
| Maße | 195,3 × 132,6 × 5,4 mm | 195,4 × 134,8 × 6,3 mm |
| Gewicht (Wi-Fi) | 255 g | 293 g |
| CPU | 5 Kerne, 6 Kerne bei 512 GB | 6 Kerne |
| GPU | 7 Kerne | 5 Kerne |
| Funk | WLAN 7, Bluetooth 6 | WLAN 6E, Bluetooth 5.3 |
| Wasser- und Staubschutz | IP67 | – |
| Preis Deutschland | ab 749 € | zuletzt ab 679 € |
Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz
In Deutschland und Österreich sind die Preise identisch. Die Schweiz liegt in Franken deutlich darunter.
| Konfiguration | Deutschland und Österreich | Schweiz |
|---|---|---|
| 128 GB, Wi-Fi | 749 € | 679 CHF |
| 256 GB, Wi-Fi | 879 € | 779 CHF |
| 512 GB, Wi-Fi | 1.129 € | 979 CHF |
| Nanotexturglas, ab 256 GB | ab 1.009 € | ab 879 CHF |
| Wi-Fi + Cellular | ab 919 € | ab 829 CHF |
Das Vorgängermodell kostete zuletzt ab 679 Euro, als Cellular-Version ab 849 Euro. Der Einstieg steigt damit um 70 Euro, und zwar in beiden Varianten. Das iPad Air mit M4 beginnt weiterhin bei 799 Euro, das iPad mini bleibt damit die günstigere Stufe im aktuellen iPad-Sortiment oberhalb des Einstiegs-iPad.
Farben gibt es zwei: Mitternacht und Polarstern. Beide Apple Pencil-Modelle funktionieren, der Apple Pencil Pro für 149 Euro und der Apple Pencil (USB-C) für 89 Euro. Dazu kommt ein neues Smart Folio aus TechWoven in Navyblau und Taupe, das sich schon in einem Umweltdatenblatt angekündigt hatte. Einen Europreis dafür zeigt Apples deutscher Store noch nicht.
Siri AI bleibt auf dem iPad in der EU gesperrt
Ausgeliefert wird das iPad mini mit iPadOS 27. Siri AI startet dort als Beta, laut Apples Fußnote ist die Funktion auf iPadOS in der EU aber derzeit nicht verfügbar. Der Grund ist der Digital Markets Act, unter den iPadOS als benannter Plattformdienst fällt. Warum das System wegen des DMA auf iPhone und iPad stockt, hat Apple schon im Juni begründet.
Die Schweiz gehört nicht zur EU und ist von der Sperre ausgenommen. Deutsch zählt allerdings nicht zu den Sprachen, die Siri AI derzeit unterstützt: Apple nennt Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Wer in der Schweiz Siri AI nutzen will, muss das Gerät also auf eine dieser Sprachen umstellen. Apple Intelligence selbst läuft auf dem iPad mini auch auf Deutsch.
Ein echtes Update, aber kein billigeres Gerät
Ich halte das Paket für das stimmigste iPad mini seit Jahren. OLED, IP67 und das geringere Gewicht treffen genau die Situationen, für die man ein so kleines Tablet kauft: lesen im Bett, unterwegs, am Pool, mit einer Hand. Dass ProMotion fehlt, wird viele ärgern. Im Alltag fällt aber der Sprung von LCD auf OLED stärker ins Gewicht als die Bildwiederholrate.
Weniger gefällt mir die Staffelung beim Prozessor. Wer 749 Euro bezahlt, bekommt einen CPU-Kern weniger als im Vorgänger, die volle Ausstattung gibt es erst ab 1.129 Euro. Für die typischen Aufgaben auf einem iPad mini dürfte das kaum spürbar sein. Ich erwarte trotzdem, dass sich viele genau an dieser Stelle zwischen 256 und 512 GB entscheiden müssen, ohne den Speicher wirklich zu brauchen.
Für Käufer in Deutschland und Österreich bleibt der Abstand zum iPad Air ein Argument: Das kleinere Gerät hat jetzt das bessere Display, kostet aber weniger. Ob es für dich das richtige iPad ist, hängt am Ende daran, wie oft es tatsächlich mit aus dem Haus geht.
Reicht dir die 5-Core-CPU des Einstiegsmodells, oder würdest du für die sechs Kerne direkt zu 512 GB greifen? Schreib uns in den Kommentaren, welche Konfiguration du dir vorbestellst.





