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Einen Tag nach dem Verkaufsstart des iPhone Duo bleiben in Frankreich viele Apple Stores zu. Wegen neuer Proteste hat Apple an diesem Samstag mehr Filialen geschlossen als zunächst bekannt, weitere machten schon mittags zu. Eine Woche zuvor waren zwei Stores geplündert worden.
Apple hat für Samstag, den 24. Oktober, mehrere Filialen in Frankreich geschlossen. Zuerst berichtete das französische Apple-Magazin MacGeneration am Donnerstag über sieben Stores mit direktem Zugang zur Straße. Apples eigene Filialseiten zeigen inzwischen ein größeres Bild: Von den 20 Apple Stores in Frankreich sind neun den ganzen Tag geschlossen, vier weitere hatten nur am Vormittag geöffnet.
Anlass sind neue Demonstrationen gegen steigende Lebenshaltungskosten und schlechte Bedingungen an Schulen. Am Wochenende davor war es laut Associated Press zu den schwersten Ausschreitungen in Frankreich seit Jahren gekommen, mit rund 2.400 Festnahmen und Tausenden beschädigten oder geplünderten Geschäften. Schüler- und Studierendenorganisationen hatten für Donnerstag und Samstag zu weiteren Protesten aufgerufen.
Das Wichtigste in Kürze
- Neun der 20 Apple Stores in Frankreich sind am Samstag, 24. Oktober, geschlossen, darunter alle drei Pariser Innenstadt-Filialen.
- Vier Stores in Einkaufszentren hatten am Samstag nur bis 12 Uhr geöffnet.
- Sechs der geschlossenen Filialen öffnen ausnahmsweise am Sonntag von 12 bis 18 Uhr.
- Die Stores in Lille und Bordeaux waren am 17. Oktober geplündert worden.
- Zum Verkaufsstart des iPhone Duo am Freitag öffneten alle französischen Stores bereits um 8 Uhr.
Welche Filialen betroffen sind
Apple führt die Sonderöffnungszeiten auf den Seiten der einzelnen Stores, etwa für den Store an den Champs-Élysées. Zu den sieben Stores aus dem ersten Bericht kommen dort zwei weitere hinzu, die ganztägig geschlossen sind: Marseille und Odysseum in Montpellier.
| Store | Stadt | Samstag, 24.10. | Sonntag, 25.10. |
|---|---|---|---|
| Champs-Élysées | Paris | geschlossen | 12–18 Uhr |
| Opéra | Paris | geschlossen | 12–18 Uhr |
| Marché Saint-Germain | Paris | geschlossen | 12–18 Uhr |
| Sainte-Catherine | Bordeaux | geschlossen | 12–18 Uhr |
| Aix-en-Provence | Aix-en-Provence | geschlossen | 12–18 Uhr |
| Marseille | Marseille | geschlossen | 12–18 Uhr |
| Lille | Lille | geschlossen | – |
| Strasbourg | Straßburg | geschlossen | – |
| Odysseum | Montpellier | geschlossen | – |
| Les Quatre Temps | Paris-La Défense | 10–12 Uhr | 12–18 Uhr |
| Rosny 2 | Rosny-sous-Bois | 10–12 Uhr | 12–18 Uhr |
| Confluence | Lyon | 10–12 Uhr | – |
| Part-Dieu | Lyon | 9:30–12 Uhr | – |
Wo ein Strich steht, nennt Apple keine Sonderzeiten. Die übrigen sieben Filialen, alle in Einkaufszentren, haben laut Apple am Samstag regulär geöffnet. Ganz trennscharf ist die Linie zwischen Straßenlage und Einkaufszentrum also nicht: Mit Odysseum ist auch ein Store in einem Einkaufszentrum ganztägig geschlossen, vier weitere haben mittags geschlossen.
Die Plünderungen vom 17. Oktober
Die Vorsicht hat einen konkreten Hintergrund. Am Rand der Demonstrationen vom 17. Oktober wurden laut MacGeneration die Apple Stores in Lille und Bordeaux geplündert. Der Store in Lille blieb danach mehrere Tage geschlossen. Die Wiedereröffnung wurde laut dem Bericht mehrfach verschoben und schließlich für Donnerstagnachmittag angesetzt, gerade rechtzeitig für die Abholungen zum Verkaufsstart.
Laut Associated Press wurden bei den Ausschreitungen in mehreren Städten Autos angezündet, öffentliche Gebäude gestürmt und Geschäfte geplündert. Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Gewalt. Die Schäden sind laut einem von AP befragten Polizeiforscher vergleichbar mit den Protesten der Gelbwesten im Dezember 2018.
Mitten im Verkaufsstart des iPhone Duo
Für Apple fallen die Schließungen in die Tage nach dem Verkaufsstart des iPhone Duo. In Frankreich gab es das Gerät zum Start nach Apples Angaben nur mit vorheriger Online-Reservierung zur Abholung, nicht im freien Verkauf. Am Freitag öffneten laut Apples Filialseiten alle 20 französischen Stores bereits um 8 Uhr, einen Tag später ist fast die Hälfte geschlossen oder hat mittags zugemacht.
Wer in einer der betroffenen Filialen eine Abholung für Samstag geplant hatte, kann in sechs davon ausnahmsweise schon am Sonntag abholen, in Lille, Straßburg und Montpellier erst am Montag.
Mehr als nur die Straßenfilialen
Ich halte die Liste auf Apples Filialseiten für aussagekräftiger als die erste Meldung. Sie zeigt, dass Apple nicht nur die exponierten Straßenfilialen schützt, sondern auch Stores in Einkaufszentren schließt oder früher zumacht – in Lyon, Montpellier und rund um Paris. Für Kunden in Frankreich bedeutet das für den Sonntag vor allem eins: vor dem Weg zum Store die Öffnungszeiten auf Apples Seite prüfen.
Holst du neue Apple-Geräte lieber selbst im Store ab oder lässt du sie dir nach Hause liefern? Schreib uns in den Kommentaren, welchen Weg du beim letzten Kauf gewählt hast.





