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Zwei Jahre lang drehte sich beim iPad mini alles um die Frage, wann OLED kommt. Seit dem 26. Oktober steht die Antwort fest, und mit ihr ein Gerät, das dünner, leichter und erstmals wasserdicht ist. Hier steht alles, was Apple zum neuen iPad mini offiziell angibt: Display, Chip, Ausstattung, Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz und die Termine.
Apple hat das neue iPad mini am 26. Oktober per Pressemitteilung im Newsroom vorgestellt, als erstes Gerät der Runde, die Greg Joswiak mit seinem „Pro and tell“-Teaser angekündigt hatte. Der offizielle Name lautet iPad mini (A20 Pro); in der Gerüchteküche lief es lange als iPad mini 8. Was die Vorstellung für Käufer am Tag selbst bedeutete, steht in der News zum Start mit Preisen ab 749 Euro. Alle Werte in dieser Übersicht stammen aus Apples deutschem Datenblatt und dem Konfigurator im Apple Store.
Das Wichtigste in Kürze
| Detail | iPad mini (A20 Pro) |
|---|---|
| Display | 8,5″ OLED, Super Retina XDR, 2316 × 1512 Pixel |
| Helligkeit | 600 Nits (SDR), 1.200 Nits Spitze (HDR), 1 Nit minimal |
| Bildwiederholrate | ohne ProMotion |
| Chip | A20 Pro, 5-Core-CPU (128/256 GB) oder 6-Core-CPU (512 GB), 7-Core-GPU |
| Maße | 195,3 × 132,6 × 5,4 mm |
| Gewicht | 255 g (Wi-Fi), 263 g (Wi-Fi + Cellular) |
| Wasser- und Staubschutz | IP67 |
| Funk | N1 mit WLAN 7, Bluetooth 6, Thread; C2-Modem in den Cellular-Modellen |
| Speicher | 128, 256 oder 512 GB |
| Farben | Mitternacht, Polarstern |
| Preis Deutschland | ab 749 € |
| Vorbestellung | 28. Oktober, 18:10 Uhr |
| Verkaufsstart | 6. November |
Design, Maße und Wasserschutz
Das Gehäuse ist mit 5,4 Millimetern 14 Prozent dünner als beim Vorgänger und mit 255 Gramm im Wi-Fi-Modell 13 Prozent leichter. Apple nennt es das leichteste iPad, das es je gebaut hat. Die Grundfläche bleibt fast gleich: 195,3 × 132,6 Millimeter gegenüber 195,4 × 134,8 Millimetern beim Modell mit A17 Pro.

Erstmals ist ein iPad gegen Wasser und Staub geschützt. Das iPad mini erreicht die Schutzklasse IP67 nach IEC 60529, also bis zu einem Meter Wassertiefe für bis zu 30 Minuten. Apple weist wie bei allen Geräten darauf hin, dass der Schutz mit der Zeit nachlassen kann und Flüssigkeitsschäden nicht unter die Garantie fallen.
Touch ID sitzt weiterhin in der oberen Taste, geladen wird über USB-C mit bis zu 10 Gbit/s. Die Farben heißen Mitternacht und Polarstern.
Display: OLED ohne ProMotion
Das Super Retina XDR Display misst 8,5 Zoll, 0,2 Zoll mehr als beim Vorgänger. Möglich machen das laut Apple um 24 Prozent schmalere Ränder. Die Auflösung liegt bei 2316 × 1512 Pixeln, die Pixeldichte bleibt bei 326 ppi.
Mit OLED kommen tiefes Schwarz und ein Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Die Helligkeit reicht bis 600 Nits im Vollbild und 1.200 Nits Spitze bei HDR-Inhalten, im Dunkeln lässt sich das Display bis auf 1 Nit herunterregeln. Für die Modelle mit 256 und 512 GB gibt es optional Nanotexturglas gegen Spiegelungen, ein Poliertuch liegt dann bei.
ProMotion fehlt. In Apples eigenem iPad-Vergleich steht beim iPad mini ausdrücklich „Keine ProMotion Technologie“, beim iPad Pro dagegen schon. Ein koreanischer Leaker hatte das 60-Hz-Panel über Monate vorhergesagt.
A20 Pro: Die Ausstattung hängt am Speicher
Im iPad mini steckt derselbe Chip wie im iPhone 18 Pro und im iPhone Duo, gefertigt in Apples 2-Nanometer-Verfahren. Wie viel davon ankommt, hängt allerdings an der Speichergröße:
| Speicher | CPU | GPU | Neural Engine |
|---|---|---|---|
| 128 GB | 5 Kerne (2 Super, 3 Effizienz) | 7 Kerne | 16-Core |
| 256 GB | 5 Kerne (2 Super, 3 Effizienz) | 7 Kerne | 16-Core |
| 512 GB | 6 Kerne (2 Super, 4 Effizienz) | 7 Kerne | Dual 16-Core |

Der Vorgänger hatte in jeder Speichergröße sechs CPU-Kerne. Apple nennt gegenüber dem A17 Pro bis zu 1,6-fache CPU- und bis zu 2,7-fache GPU-Leistung, die CPU-Angabe bezieht sich auf die Variante mit sechs Kernen. Neural Accelerators in jedem GPU-Kern sollen die Token-Generierung lokaler Sprachmodelle um bis zu das 4,5-Fache beschleunigen, die Speicherbandbreite steigt laut Apple auf mehr als das Doppelte. Die Größe des Arbeitsspeichers nennt Apple nicht.
Kameras, Audio und Funk
Die 12-MP-Frontkamera mit Center Stage sitzt jetzt an der langen Seite, wie bei den übrigen iPads. Hinten nimmt die 12-MP-Weitwinkelkamera 4K-Video mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf, neu ist ein adaptiver True Tone Blitz, der vor allem beim Scannen von Dokumenten hilft.
Für den Ton sorgt das Acoustic Display: Tieftöner arbeiten durch das Display, Hochtöner sitzen zwischen Glas und Aluminiumgehäuse. Das abgedichtete Gehäuse der Lautsprecher trägt laut Apple dazu bei, die Schutzklasse IP67 zu erreichen. Zwei Mikrofone nehmen Anrufe und Video auf.
Apples Funkchip N1 bringt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Die Cellular-Modelle nutzen das Modem C2, das laut Apple bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkdaten liefert als beim Vorgänger. Eine physische SIM-Karte passt nicht mehr, das iPad mini arbeitet ausschließlich mit eSIM. Über USB-C lässt sich ein externes Display mit bis zu 4K bei 60 Hz anschließen.
Akku und Laden
Der Akku hat 18,9 Wattstunden und hält laut Apple bis zu zehn Stunden beim Surfen im WLAN oder bei der Videowiedergabe, über Mobilfunk bis zu neun Stunden. Mit einem USB-C-Netzteil ab 35 Watt lädt das iPad mini in etwa 30 Minuten auf bis zu 50 Prozent. Im Karton liegt nur ein USB-C-Kabel mit einem Meter Länge, ein Netzteil gehört nicht dazu.
iPadOS 27, Apple Intelligence und Siri AI
Ausgeliefert wird das iPad mini mit iPadOS 27. Apple Intelligence läuft auf dem Gerät auch auf Deutsch. Siri AI startet auf iPadOS als Beta, ist laut Apples Fußnote in der EU auf iPadOS aber derzeit nicht verfügbar. Begründet hat Apple das mit dem Digital Markets Act, unter den iPadOS als benannter Plattformdienst fällt; warum der DMA Siri AI auf iPhone und iPad stoppt, hat Apple schon im Juni dargelegt.

Die Schweiz gehört nicht zur EU und ist von der Sperre ausgenommen. Deutsch fehlt allerdings noch unter den Sprachen von Siri AI: Apple nennt Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Mit iPadOS 27.2 soll das iPad mini laut Apple außerdem einen erweiterten Display-Modus für externe Monitore bekommen.
Apple Pencil, Tastatur und Smart Folio
Das iPad mini arbeitet mit dem Apple Pencil Pro für 149 Euro und dem Apple Pencil (USB-C) für 89 Euro, inklusive Schwebefunktion. Einen Smart Connector gibt es weiterhin nicht, Tastaturen lassen sich nur per Bluetooth koppeln.
Passend zum neuen Gehäuse bringt Apple ein neues Smart Folio aus TechWoven in Navyblau und Taupe mit zwei Klappen und mehr Neigungswinkeln. Das Zubehör hatte sich bereits in einem Apple-Umweltdatenblatt angekündigt. Das Smart Folio für das iPad mini (A20 Pro) kostet in Deutschland und Österreich 89 Euro, in der Schweiz 79 Franken.
Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz
In Deutschland und Österreich sind die Preise gleich, in der Schweiz liegen sie in Franken niedriger.
| Konfiguration | Deutschland und Österreich | Schweiz |
|---|---|---|
| 128 GB, Wi-Fi | 749 € | 679 CHF |
| 256 GB, Wi-Fi | 879 € | 779 CHF |
| 512 GB, Wi-Fi | 1.129 € | 979 CHF |
| Nanotexturglas, ab 256 GB | ab 1.009 € | ab 879 CHF |
| Wi-Fi + Cellular | ab 919 € | ab 829 CHF |
Das Vorgängermodell mit A17 Pro kostete zuletzt ab 679 Euro, als Cellular-Version ab 849 Euro. Im Konfigurator ist es nicht mehr zu finden. Vorbestellungen starten am Mittwoch, 28. Oktober, um 18:10 Uhr, im Handel ist das iPad mini ab Freitag, 6. November. Laut Apple startet es zeitgleich in 36 Ländern und Regionen.
Das neue iPad mini im Vergleich zum Vorgänger
| iPad mini (A20 Pro) | iPad mini (A17 Pro) | |
|---|---|---|
| Display | 8,5″ OLED | 8,3″ LCD |
| Helligkeit | 600 Nits, 1.200 Nits HDR-Spitze | 500 Nits |
| Dicke | 5,4 mm | 6,3 mm |
| Gewicht (Wi-Fi) | 255 g | 293 g |
| CPU | 5 Kerne, 6 Kerne bei 512 GB | 6 Kerne |
| GPU | 7 Kerne | 5 Kerne |
| Funk | WLAN 7, Bluetooth 6 | WLAN 6E, Bluetooth 5.3 |
| Wasser- und Staubschutz | IP67 | – |
| Preis Deutschland | ab 749 € | zuletzt ab 679 € |
Vom Gerücht zum Gerät
Ein OLED-Display für das iPad mini war seit 2024 im Gespräch, im Herbst 2025 kam der Bericht über wasserfestes Design und OLED dazu. Beides ist eingetreten. Auch das neue Lautsprecherdesign hat ein Gegenstück im fertigen Gerät, bei Apple heißt es Acoustic Display.
Beim Chip lagen die Erwartungen lange beim A19 Pro, bis Apples eigener Code im September den A20 Pro zeigte. Beim Preis gingen die Berichte in die andere Richtung, als es kam: Ein Bericht vom 11. Oktober nannte für die USA rund 799 Dollar und damit einen Einstieg über dem iPad Air mit 11 Zoll. Tatsächlich startet das iPad mini in den USA bei 699 Dollar und in Deutschland mit 749 Euro unter dem iPad Air, das hier bei 799 Euro beginnt.
Für wen ist das iPad mini gedacht?
Ich sehe das neue iPad mini als das erste, bei dem die Größe nicht mehr der einzige Kaufgrund ist. OLED, IP67 und 255 Gramm passen genau zu den Situationen, in denen ein kleines Tablet seine Stärke ausspielt: lesen im Bett, Notizen unterwegs, Serien im Zug, Arbeit draußen. Wer ein iPad mini der 6. Generation oder älter nutzt, bekommt damit ein komplett anderes Gerät.
Vom Modell mit A17 Pro lohnt der Wechsel vor allem wegen des Displays. Wer viel liest oder im Dunkeln nutzt, merkt OLED sofort. Wer dagegen auf ein flüssigeres Bild gehofft hat, wird enttäuscht, denn ohne ProMotion bleibt es beim Scrollen beim gewohnten Eindruck.
Bei der Konfiguration würde ich genau hinsehen. Die Modelle mit 128 und 256 GB haben einen CPU-Kern weniger als der Vorgänger, die volle Ausstattung gibt es erst mit 512 GB. Für Lesen, Streaming und Notizen spielt das kaum eine Rolle, für lokale KI-Modelle und anspruchsvolle Kreativ-Apps schon. Welches iPad insgesamt am besten passt, beantwortet die iPad-Kaufberatung.
Wechselst du vom iPad mini mit A17 Pro auf das neue Modell – oder ist dir OLED ohne ProMotion zu wenig, um das alte Gerät abzulösen? Schreib uns in den Kommentaren, womit du gerade unterwegs liest und zeichnest und ob du umsteigst.
Häufige Fragen: iPad mini (A20 Pro)
Vorbestellungen starten am 28. Oktober um 18:10 Uhr, im Handel ist es ab 6. November.
Ab 749 Euro mit 128 GB und Wi-Fi, 879 Euro mit 256 GB, 1.129 Euro mit 512 GB. Mit Mobilfunk ab 919 Euro.
Nein. Apple führt das iPad mini im eigenen Vergleich ausdrücklich ohne ProMotion-Technologie.
Es ist nach IP67 geschützt, also bis zu einem Meter Wassertiefe für bis zu 30 Minuten. Flüssigkeitsschäden deckt die Garantie nicht ab.
Der Apple Pencil Pro und der Apple Pencil (USB-C).
Nein, Siri AI ist auf iPadOS in der EU derzeit nicht verfügbar. In der Schweiz läuft es, unterstützt aber noch kein Deutsch.
255 Gramm als Wi-Fi-Modell und 263 Gramm mit Mobilfunk, rund 13 Prozent weniger als beim Vorgänger.





