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Das neue iPad mini hat ein OLED-Display, ist wasserdicht und kostet trotzdem weniger als das 11-Zoll-iPad Air. Bei gleichem Speicher liegen beide Geräte genau 50 Euro auseinander. Die Entscheidung fällt damit nicht über den Preis, sondern über Größe, Display und das, was am Gerät hängen soll.
Mit dem iPad mini (A20 Pro) hat Apple das kleinste Tablet im Sortiment umgebaut: OLED statt LCD, Schutz nach IP67, 255 Gramm und ein Einstieg bei 749 Euro. Das 11-Zoll-iPad Air mit M4 beginnt bei 799 Euro und hat weiterhin ein LCD-Display. Damit steht eine ungewohnte Situation im Raum: Das kleinere Gerät hat in mehreren Punkten die modernere Technik, das größere den stärkeren Chip und das breitere Zubehör.
Apples technische Daten zum iPad mini und zum iPad Air zeigen, wie weit die beiden Geräte inzwischen auseinanderliegen. Der Preisabstand ist dabei kleiner als früher: Das iPad mini mit A17 Pro begann zuletzt bei 679 Euro, der Nachfolger kostet 70 Euro mehr.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei 128, 256 und 512 GB kostet das iPad mini in Deutschland jeweils 50 Euro weniger als das 11-Zoll-iPad Air.
- Das iPad mini hat das bessere Display: OLED mit bis zu 1.200 Nits bei HDR, das Air bleibt bei LCD mit 500 Nits.
- Das Air bietet 67 Prozent mehr Displayfläche, aber nur gut 10 Prozent mehr Pixel.
- Für das Air sprechen M4 mit 8-Core CPU und 12 GB Arbeitsspeicher, 1 TB als Option, 6K an einem externen Display und das Magic Keyboard.
- Nur das iPad mini ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt und wiegt 209 Gramm weniger.
Alle Unterschiede in der Tabelle
| iPad mini (A20 Pro) | iPad Air 11″ (M4) | |
|---|---|---|
| Display | 8,5″ OLED (Super Retina XDR) | 10,86″ LCD (Liquid Retina) |
| Auflösung | 2316 × 1512, 326 ppi | 2360 × 1640, 264 ppi |
| Helligkeit | 600 Nits SDR, bis 1.200 Nits HDR | 500 Nits |
| Nanotexturglas | optional ab 256 GB | – |
| Chip | A20 Pro | M4 |
| CPU | 5-Core (128/256 GB), 6-Core (512 GB) | 8-Core |
| GPU | 7-Core | 9-Core |
| Arbeitsspeicher | aktuell nicht bekannt | 12 GB |
| Speicher | 128 / 256 / 512 GB | 128 / 256 / 512 GB / 1 TB |
| Externes Display | bis 4K bei 60 Hz | bis 6K bei 60 Hz |
| Wasser und Staub | IP67 | – |
| Gewicht (Wi-Fi) | 255 g | 464 g |
| Maße | 195,3 × 132,6 × 5,4 mm | 247,6 × 178,5 × 6,1 mm |
| Batterie | 18,9 Wh, bis 10 Std. | 28,93 Wh, bis 10 Std. |
| Tastatur von Apple | – (Bluetooth-Tastaturen) | Magic Keyboard für iPad Air |
| Mobilfunkmodem | Apple C2 | Apple C1X |
| Farben | Mitternacht, Polarstern | Blau, Violett, Polarstern, Space Grau |
| Preis Deutschland ab | 749 € | 799 € |
Gleich sind Apple Pencil Pro und Apple Pencil (USB‑C), Touch ID in der oberen Taste, WLAN 7 und Bluetooth 6 über den N1 Chip, die 12 MP Weitwinkel-Kamera hinten und die 12MP Center Stage Kamera im Querformat vorn.
OLED gegen LCD: Das kleinere Gerät hat das bessere Display
Der deutlichste Unterschied steckt im Bildschirm. Das iPad mini nutzt ein OLED-Display mit einem Kontrastverhältnis von 2.000.000:1, einer minimalen Helligkeit von 1 Nit und bis zu 1.200 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten. Das iPad Air arbeitet weiter mit einem LCD mit LED-Hintergrundbeleuchtung und 500 Nits. ProMotion hat keines der beiden Geräte.
Beim Nanotexturglas gibt es das Angebot ebenfalls nur beim kleinen Modell. Apple bietet es für das iPad mini ab 256 GB an, in Deutschland für 1.009 Euro statt 879 Euro, also mit 130 Euro Aufpreis. Für das Air gibt es diese Option nicht.
Das Air gewinnt dafür bei der Fläche, und zwar deutlicher, als die Diagonalen vermuten lassen. Als Rechteck gemessen kommt das iPad mini auf rund 213 Quadratzentimeter, das 11-Zoll-Air auf rund 357. Das sind 67 Prozent mehr Fläche. Bei den Pixeln liegt das Air dagegen nur gut 10 Prozent vorn, rund 3,87 gegen 3,50 Millionen. Das iPad mini hat also fast genauso viele Pixel, nur deutlich dichter gepackt.
Kleiner, leichter und wasserdicht
Mit 255 Gramm wiegt das iPad mini 55 Prozent dessen, was das Air auf die Waage bringt. Es ist mit 5,4 Millimetern auch das dünnere Gerät, und sein Gehäuse braucht nur gut die Hälfte des Volumens. Für Lesen, Notizen mit dem Apple Pencil und den Einsatz unterwegs ist das der eigentliche Unterschied zwischen beiden Geräten.

Das iPad mini ist nach IP67 klassifiziert: Laut Apple übersteht es bis zu 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe. Das iPad Air hat keine solche Einstufung. Wer das Tablet in der Küche, in der Badewanne oder am Pool nutzt, hat damit beim kleinen Modell deutlich mehr Spielraum.
Bei der Laufzeit geben beide Datenblätter bis zu 10 Stunden beim Surfen im WLAN an, obwohl die Batterie des Air mit 28,93 Wattstunden gut die Hälfte größer ist als die des mini mit 18,9 Wattstunden. Für das iPad mini nennt Apple zusätzlich einen Schnellladewert: bis zu 50 Prozent in etwa 30 Minuten mit einem Netzteil ab 35 Watt. Das Datenblatt des Air enthält keine solche Angabe.
Chip, Speicher und Zubehör: Hier liegt das Air vorn
Der M4 im iPad Air hat eine 8-Core CPU mit drei Performance- und fünf Effizienz-Kernen, eine 9-Core GPU, 12 GB Arbeitsspeicher und 120 GB/s Speicherbandbreite. Der A20 Pro im iPad mini startet mit einer 5-Core CPU, erst das Modell mit 512 GB bekommt die 6-Core CPU. Den Arbeitsspeicher des iPad mini nennt Apple nicht.
Beim Speicher endet das iPad mini bei 512 GB, das Air reicht bis 1 TB. An einem externen Bildschirm gibt das Air bis zu 6K bei 60 Hz aus, das iPad mini bis zu 4K. Wer Apps als Fenster nebeneinander nutzt, profitiert vom größeren Display und vom Monitor-Anschluss doppelt – iPadOS bietet dafür mehrere Modi, die auf zehn Zoll schlicht mehr Platz haben.

Der wichtigste Zubehörunterschied ist die Tastatur. Das Air hat einen Smart Connector, und Apple bietet dafür das Magic Keyboard für iPad Air für 329 Euro an. Das iPad mini hat keinen Smart Connector, Apple nennt für das Gerät nur Bluetooth-Tastaturen. Den M4 bekam das Air im März mit dem Wechsel vom M3, Gehäuse und Tastaturanschluss blieben dabei gleich.
Bei den Farben hat das Air mehr Auswahl: Blau, Violett, Polarstern und Space Grau. Das iPad mini gibt es in Mitternacht und Polarstern.
Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz
| Speicher | iPad mini DE | iPad Air 11″ DE | iPad mini AT | iPad Air 11″ AT | iPad mini CH | iPad Air 11″ CH |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 128 GB | 749 € | 799 € | 749 € | 799 € | 679 CHF | 729 CHF |
| 256 GB | 879 € | 929 € | 879 € | 939 € | 779 CHF | 829 CHF |
| 512 GB | 1.129 € | 1.179 € | 1.129 € | 1.179 € | 979 CHF | 1.029 CHF |
| 1 TB | – | 1.559 € | – | 1.569 € | – | 1.329 CHF |
Alle Preise gelten für die Wi-Fi-Modelle. In Deutschland kostet die Mobilfunkvariante bei beiden Geräten 170 Euro mehr, das iPad mini Wi-Fi + Cellular beginnt bei 919 Euro, das iPad Air bei 969 Euro.
In Deutschland und der Schweiz bleibt der Abstand über alle Speicherstufen bei 50 Euro beziehungsweise 50 Franken. In Österreich weicht das Air bei 256 GB und 1 TB jeweils um 10 Euro von den deutschen Preisen ab, bei 256 GB wächst der Abstand zum iPad mini dort auf 60 Euro.
Die Größe entscheidet, nicht der Preis
Ich halte den Preisabstand für die am wenigsten wichtige Zahl in diesem Vergleich. 50 Euro sind bei Geräten um 800 Euro zu wenig, um die Wahl zu kippen – zumal das Air mit dem Magic Keyboard ohnehin bei 1.128 Euro landet. Wichtig ist, ob das Tablet in die Jackentasche oder auf den Schreibtisch gehört.
Für Lesen, handschriftliche Notizen, Navigation im Auto und Medien auf dem Sofa ist das iPad mini für mich das klar bessere Gerät. Es hat das schönere Display, ist halb so schwer und verträgt Wasser. Wer beim kleinen Modell mehr Rechenleistung will, bekommt die 6-Core CPU allerdings erst mit 512 GB für 1.129 Euro.
Wer das iPad als Arbeitsgerät mit Tastatur, externem Monitor oder vielen Fenstern nutzt, sollte trotzdem beim iPad Air bleiben. Der M4 mit 12 GB, der Smart Connector und die größere Fläche wiegen dort schwerer als OLED. Einen Kompromiss zwischen beiden Rollen gibt es in dieser Preisklasse nicht – das eine Gerät ist ein Begleiter, das andere ein kleiner Laptop-Ersatz. Darunter liegt das Einsteiger-iPad ab 499 Euro, darüber das iPad Pro ab 1.299 Euro – zusammen sind es sechs aktuelle iPad-Modelle.
Würdest du für ein OLED-Display und IP67 auf das größere Display und das Magic Keyboard des iPad Air verzichten – oder ist das iPad mini für dich schlicht zu klein, um damit zu arbeiten? Schreib uns in den Kommentaren, für welche Rolle du dein nächstes iPad brauchst.
Häufige Fragen: iPad mini vs. iPad Air
Das hängt von der Nutzung ab. Das iPad mini hat das bessere Display (OLED) und ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt. Das iPad Air bietet den stärkeren M4-Chip, mehr Displayfläche und Unterstützung für das Magic Keyboard.
In Deutschland kostet das iPad mini bei 128, 256 und 512 GB jeweils 50 Euro weniger als das 11-Zoll-iPad Air. Im Einstieg sind es 749 gegenüber 799 Euro.
Ja. Das iPad mini (A20 Pro) hat ein 8,5-Zoll-OLED-Display mit bis zu 1.200 Nits bei HDR-Inhalten. Das iPad Air nutzt weiterhin ein LCD mit 500 Nits.
Das iPad mini ist nach IP67 klassifiziert und übersteht laut Apple bis zu 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe. Das iPad Air hat keine solche Einstufung.
Nein. Das iPad mini hat keinen Smart Connector, Apple nennt dafür nur Bluetooth-Tastaturen. Das Magic Keyboard für iPad Air kostet 329 Euro.
Der Arbeitsspeicher des iPad mini ist aktuell nicht bekannt, Apple nennt ihn in den technischen Daten nicht. Beim iPad Air mit M4 sind es laut Apple 12 GB.
Ja. Sowohl das iPad mini als auch das iPad Air unterstützen den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil (USB‑C).





