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OLED statt LCD, wasserdicht statt empfindlich, 38 Gramm leichter: Auf dem Papier ist das neue iPad mini ein großer Schritt. Im Datenblatt stecken aber auch Punkte, an denen das Modell mit A17 Pro mithält oder sogar vorn liegt. Wer heute ein iPad mini besitzt oder eines kaufen will, sollte beide kennen.
Mit dem iPad mini (A20 Pro) hat Apple sein kleinstes Tablet am 26. Oktober grundlegend überarbeitet, alle Daten, Preise und Termine zum neuen Modell stehen in der Übersicht. Der Vorgänger mit A17 Pro kam im Oktober 2024 und ist im Apple Store nicht mehr erhältlich; alle bisherigen Generationen bündelt die Themenseite zum iPad mini. Die Werte in diesem Vergleich stammen aus Apples Datenblatt zum neuen iPad mini und dem Support-Datenblatt zum iPad mini (A17 Pro).
Das Wichtigste in Kürze
- Das neue Modell bekommt ein 8,5″ OLED-Display mit bis zu 1.200 Nits, der Vorgänger hat ein 8,3″ LCD mit 500 Nits. ProMotion fehlt bei beiden.
- Das A20-Pro-Modell ist 5,4 statt 6,3 Millimeter dünn, 38 Gramm leichter und erstmals nach IP67 geschützt.
- Bei 128 und 256 GB hat das neue Modell eine CPU mit fünf Kernen, der Vorgänger hatte in jeder Größe sechs.
- Der Akku ist mit 18,9 Wattstunden etwas kleiner, Apple nennt für beide bis zu zehn Stunden Laufzeit.
- Der Einstieg steigt in Deutschland von zuletzt 679 auf 749 Euro.
Alle Unterschiede in der Tabelle
| iPad mini (A20 Pro) | iPad mini (A17 Pro) | |
|---|---|---|
| Display | 8,5″ OLED, Super Retina XDR | 8,3″ LCD, Liquid Retina |
| Auflösung | 2316 × 1512, 326 ppi | 2266 × 1488, 326 ppi |
| Helligkeit | 600 Nits (SDR), 1.200 Nits Spitze (HDR) | 500 Nits |
| Nanotexturglas | optional ab 256 GB | – |
| CPU | 5 Kerne (128/256 GB), 6 Kerne (512 GB) | 6 Kerne |
| GPU | 7 Kerne | 5 Kerne |
| Neural Engine | 16-Core, Dual 16-Core bei 512 GB | 16-Core |
| Maße | 195,3 × 132,6 × 5,4 mm | 195,4 × 134,8 × 6,3 mm |
| Gewicht | 255 g (Wi-Fi), 263 g (Cellular) | 293 g (Wi-Fi), 297 g (Cellular) |
| Wasser- und Staubschutz | IP67 | – |
| Frontkamera | 12 MP Center Stage im Querformat, ƒ/2.0 | 12 MP Center Stage, ƒ/2.4 |
| Blitz hinten | adaptiver True Tone Blitz | True Tone Blitz |
| Lautsprecher | Stereo mit Acoustic Display | Stereo im Querformat |
| Funk | WLAN 7, Bluetooth 6, Thread | WLAN 6E, Bluetooth 5.3 |
| Mobilfunk | 5G (sub-6 GHz), Modem Apple C2 | 5G (sub-6 GHz) |
| Akku | 18,9 Wh, bis zu 10 Std. | 19,3 Wh, bis zu 10 Std. |
| Schnellladen | bis 50 % in etwa 30 Min. (ab 35 W) | keine Angabe |
| Farben | Mitternacht, Polarstern | Blau, Violett, Polarstern, Space Grau |
| Preis Deutschland | ab 749 € | zuletzt ab 679 € |
Display: OLED ist der größte Unterschied
Den Unterschied, den man beim ersten Einschalten sieht, macht das Display. Der Vorgänger arbeitet mit einem LCD mit Hintergrundbeleuchtung und erreicht 500 Nits. Das neue OLED-Panel zeigt echtes Schwarz, kommt im Vollbild auf 600 Nits, bei HDR-Inhalten auf 1.200 Nits und lässt sich im Dunkeln bis auf 1 Nit herunterdimmen.

Die Fläche wächst von 8,3 auf 8,5 Zoll, bei gleicher Pixeldichte von 326 ppi. Wer viel draußen liest, bekommt ab 256 GB zusätzlich die Option auf Nanotexturglas. Eine höhere Bildwiederholrate bringt das neue Modell dagegen nicht: Apple führt es ausdrücklich ohne ProMotion, beim Scrollen bleibt der Eindruck also gleich.
Chip: mehr Grafik, aber nicht überall mehr CPU
Bei der Grafik legt das neue Modell klar zu, sieben GPU-Kerne statt fünf, laut Apple bis zu 2,7-fache Leistung. Neural Accelerators in jedem GPU-Kern beschleunigen lokale KI-Modelle, und die Speicherbandbreite steigt auf mehr als das Doppelte.
Bei der CPU ist das Bild gemischt. Der A17 Pro hat in jeder Speichergröße sechs Kerne, zwei für Leistung und vier für Effizienz. Der A20 Pro im neuen iPad mini hat bei 128 und 256 GB nur fünf Kerne, drei davon für Effizienz. Sechs Kerne und die Dual 16-Core Neural Engine gibt es erst mit 512 GB. Apples Angabe von bis zu 60 Prozent mehr Multithread-Leistung bezieht sich auf diese Variante.
Design, Gewicht und Wasserschutz
Das neue Gehäuse ist 0,9 Millimeter dünner und 38 Gramm leichter. In der Hand fällt das bei einem Gerät dieser Größe deutlich auf, gerade beim Lesen mit einer Hand. Die Grundfläche bleibt fast gleich, das neue Modell ist 2,2 Millimeter schmaler.
Neu ist der Schutz nach IP67: bis zu einem Meter Wassertiefe für bis zu 30 Minuten. Der Vorgänger hat keine Schutzklasse. Bei den Farben schrumpft die Auswahl dagegen von vier auf zwei, Blau und Violett gibt es nicht mehr.
Kamera und Audio
Die Frontkamera wandert beim neuen Modell an die lange Seite, wie bei den übrigen aktuellen iPads. Bei Videoanrufen im Querformat sitzt sie damit über der Bildmitte statt an der Seite. Die Blende ist mit ƒ/2.0 lichtstärker als die ƒ/2.4 des Vorgängers. Hinten bleibt es bei 12 MP, der Blitz wird zum adaptiven True Tone Blitz.
Beim Ton ersetzt das Acoustic Display die bisherigen Stereo-Lautsprecher im Querformat. Apple verspricht mehr Bass und Lautstärke, weil Tieftöner durch das Display arbeiten und Hochtöner zwischen Glas und Gehäuse sitzen.
Funk, Akku und Laden
Beim Funk springt das neue Modell eine Generation weiter: WLAN 7 statt 6E, Bluetooth 6 statt 5.3, dazu Thread für Smart-Home-Geräte. Die Cellular-Version nutzt Apples eigenes Modem C2.
Der Akku ist mit 18,9 Wattstunden etwas kleiner als die 19,3 Wattstunden des Vorgängers. Apple nennt für beide dieselbe Laufzeit von bis zu zehn Stunden. Neu ist die offizielle Schnellladeangabe: Mit einem Netzteil ab 35 Watt erreicht das A20-Pro-Modell in etwa 30 Minuten bis zu 50 Prozent. Für den Vorgänger nennt Apple keinen solchen Wert.
Preis: 70 Euro mehr zum Einstieg
Das iPad mini mit A17 Pro kostete im Apple Store zuletzt ab 679 Euro, als Cellular-Modell ab 849 Euro. Das neue Modell beginnt bei 749 Euro, mit Mobilfunk bei 919 Euro. Der Aufpreis beträgt in beiden Fällen 70 Euro. Bei Apple ist das alte Modell nicht mehr erhältlich, wer es kaufen will, ist auf Händlerbestände angewiesen.
Das Zubehör bleibt teilweise kompatibel. Beide Modelle arbeiten mit dem Apple Pencil Pro und dem Apple Pencil (USB-C). Für das neue Gehäuse bietet Apple ein eigenes Smart Folio an.
Für wen sich der Wechsel lohnt
Ich würde den Wechsel vom A17-Pro-Modell vor allem am Display festmachen. Wer viel liest, Serien schaut oder das iPad mini abends im Bett nutzt, bekommt mit OLED einen spürbaren Unterschied. Dazu kommen das geringere Gewicht und der Wasserschutz, die gerade bei einem Gerät für unterwegs zählen.
Wer dagegen auf flüssigeres Scrollen gehofft hat, bekommt es nicht. Und wer das iPad mini vor allem für Notizen, Lesen und Surfen nutzt, merkt vom neuen Chip wenig, zumal das Einstiegsmodell einen CPU-Kern weniger hat. Für diese Nutzung bleibt das A17-Pro-Modell ein gutes Gerät, das Apple Intelligence bereits unterstützt.
Von einem iPad mini der 6. Generation oder älter lohnt der Schritt dagegen fast immer. Wer erst jetzt einsteigt und zwischen beiden Modellen schwankt, sollte zum neuen greifen, solange das alte nicht deutlich günstiger zu haben ist. Welches iPad überhaupt am besten passt, beantwortet die iPad-Kaufberatung.
Steigst du vom iPad mini mit A17 Pro um, oder reicht dir das LCD-Modell noch für ein, zwei Jahre? Schreib uns in den Kommentaren, wofür du dein iPad mini hauptsächlich nutzt und ob OLED für dich den Ausschlag gibt.
Häufige Fragen: iPad mini A20 Pro vs. A17 Pro
Das Display: OLED mit bis zu 1.200 Nits beim neuen Modell, LCD mit 500 Nits beim Vorgänger.
Nein, wie der Vorgänger arbeitet es ohne ProMotion.
Bei der Grafik deutlich, mit sieben statt fünf GPU-Kernen. Bei der CPU haben die Modelle mit 128 und 256 GB fünf statt sechs Kerne, sechs gibt es erst mit 512 GB.
Apple nennt für beide bis zu zehn Stunden. Der Akku des neuen Modells ist mit 18,9 Wattstunden etwas kleiner.
Ja, beide Modelle unterstützen den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil (USB-C).
Nein, eine Schutzklasse hat erst das neue Modell mit IP67.
In Deutschland 70 Euro zum Einstieg: 749 Euro statt zuletzt 679 Euro, mit Mobilfunk 919 statt 849 Euro.




