Apples eigene Dateien verraten, was in den nächsten beiden iPads steckt. Das kleinste Modell bekommt den Chip aus dem iPhone 18 Pro und eine Frontkamera an neuer Stelle, das Einsteiger-iPad endlich Apple Intelligence. Auf eines der beiden Geräte muss allerdings deutlich länger gewartet werden.
Seit Monaten deutet die Lieferkette auf einen Marktstart des iPad mini 8 im Oktober. Jetzt liegen Hinweise aus Apples eigenem Code vor – zum iPad mini ebenso wie zum Einsteiger-iPad. Gefunden hat sie Aaron Perris, der die Dateien für MacRumors ausgewertet hat: zum iPad mini 8 samt offizieller Produktbilder und zu den technischen Daten des iPad der 12. Generation.
Die Produktbilder des iPad mini 8 zeigen ausschließlich die Vorderseite. Zum iPad 12 enthält der Code nur technische Angaben, keine Bilder.
Das Wichtigste in Kürze
- Das iPad mini 8 bekommt laut Apples Code den A20 Pro – denselben Chip wie iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und iPhone Duo.
- Die Frontkamera des iPad mini wandert an die lange Seite, am oberen Displayrand zeigt sich eine kleine Aussparung.
- Das iPad 12 erhält den A19, 8 GB Arbeitsspeicher, den N1-Funkchip und das C1X-Modem – und damit Apple Intelligence.
- Das iPad mini 8 dürfte im Oktober erscheinen, das iPad 12 nach Einschätzung von MacRumors nicht vor dem Frühjahr 2027.
- Heute kostet das iPad (A16) ab 499 Euro, das iPad mini (A17 Pro) ab 679 Euro.
iPad mini 8: A20 Pro statt A19 Pro
Frühere Funde in Apple-Code hatten das iPad mini 8 mit dem A19 Pro in Verbindung gebracht, dem Chip aus iPhone 17 Pro und iPhone Air. Im Überblick zu allen Gerüchten rund um das iPad mini 8 galt er entsprechend als wahrscheinlicher Kandidat, der A20 Pro nur als Möglichkeit für den Fall eines späten Starts. Der aktuelle Fund nennt nun den neueren Chip.
Beide Stände schließen sich nicht aus. Der A19-Pro-Fund ist der ältere, und zwischen beiden liegt die Vorstellung des A20 Pro im iPhone 18 Pro am 9. September. Mit einem Start im Oktober erscheint das iPad mini 8 erst danach.
Für das iPad mini wäre es ein großer Schritt. Das aktuelle Modell arbeitet mit dem A17 Pro aus dem iPhone 15 Pro, mit dem A20 Pro übersprünge das kleine Tablet zwei Chipgenerationen. Wie groß allein der letzte Schritt ausfällt, zeigt der Vergleich zwischen A20 Pro und A19 Pro mit Messwerten aus beiden iPhone-Generationen. Ob Apple im iPad mini die volle Ausbaustufe verbaut, geht aus dem Code nicht hervor – beim Vorgänger war es eine Variante mit fünf statt sechs Grafikkernen.
iPad mini 8: Frontkamera an der langen Seite
Die sichtbarste Änderung betrifft die Frontkamera. Im aktuellen iPad mini sitzt sie laut Apples technischen Daten an der kurzen Oberkante neben der oberen Taste, ausgerichtet auf das Hochformat. Alle anderen aktuellen iPads tragen sie bereits an der langen Seite, wie die iPad Kaufberatung für das gesamte Sortiment aufschlüsselt. Das iPad mini 8 zieht nach.
Bei Videoanrufen im Querformat sitzt die Kamera damit mittig über dem Bild statt seitlich am Rand, hochkant kehrt sich das um. Ein Magic Keyboard, das das Tablet dauerhaft ins Querformat bringt, gibt es für das iPad mini nicht: Es ist das einzige aktuelle iPad ohne Smart Connector.
Am oberen Rand des Displayglases zeigen die Bilder außerdem eine kleine Aussparung, ähnlich der Hörmuschel am iPhone. MacRumors deutet sie als Teil eines neuen Lautsprechersystems. Das passt zu früheren Berichten von Bloomberg, wonach Apple beim iPad mini 8 auf ein Lautsprecherdesign mit Vibrationstechnik setzt, das weniger Gehäuseöffnungen braucht und erstmals Wasserschutz bei einem iPad ermöglichen soll. Die obere Taste mit Touch ID und die Lautstärketasten bleiben an der Oberseite.
| Merkmal | iPad mini (A17 Pro) | iPad mini 8 laut Code-Fund |
|---|---|---|
| Chip | A17 Pro | A20 Pro |
| Frontkamera | kurze Seite (Hochformat) | lange Seite (Querformat) |
| Tasten | Oberseite | Oberseite |
| Aussparung am Displayrand | – | ja |
Das OLED-Display, das seit Langem als wichtigste Neuerung gilt, lässt sich aus dem Code nicht ablesen. Die Hinweise darauf stammen weiterhin aus der Lieferkette, wo Samsung Display die Massenproduktion der Panels im Juni aufgenommen haben soll.
iPad 12: A19, N1 und C1X
Beim Einsteiger-iPad bestätigt der Code, was sich in der Gerüchte-Übersicht zum iPad der 12. Generation über Monate abgezeichnet hat: Das Gerät bekommt den A19 aus dem iPhone 17 und 8 GB Arbeitsspeicher. Zwischenzeitlich war auch der A18 im Gespräch.
Die wichtigste Folge betrifft Apple Intelligence. Das aktuelle iPad (A16) ist das einzige Modell im Sortiment ohne Unterstützung, Apples KI-Funktionen setzen am iPad mindestens den A17 Pro oder einen M-Chip voraus. Mit dem A19 fällt diese Grenze im Einstiegssegment weg.
Dazu kommen der N1-Funkchip und das C1X-Modem. Beide stecken bereits im iPad Air und im iPad Pro. Damit würde das günstigste iPad beim Funk zu den teureren Modellen aufschließen.
| Merkmal | iPad (A16) | iPad 12 laut Code-Fund |
|---|---|---|
| Chip | A16 | A19 |
| Apple Intelligence | nein | ja |
| WLAN / Bluetooth | WLAN 6, Bluetooth 5.3 | N1 (WLAN 7, Bluetooth 6, Thread) |
| Mobilfunk-Modem | Qualcomm | C1X |
| Arbeitsspeicher | – | 8 GB |
Zu Design und Farben enthält der Code keine Angaben. Ursprünglich stand für das iPad 12 das Frühjahr 2026 im Raum, erschienen ist es bis heute nicht. Das iPad (A16) kam im März 2025 auf den Markt, das iPad Air mit M4 im März 2026. Wir rechnen damit, dass Apple beim iPad 12 bei diesem Rhythmus bleibt und es nicht vor dem Frühjahr 2027 vorstellt.
Zwei iPads, zwei Zeitpläne
Anders als bei Zulieferer- oder Leaker-Angaben stammen die Informationen diesmal aus Apples eigenen Dateien, beim iPad mini samt offizieller Produktbilder. Eine Einschränkung bleibt: MacRumors veröffentlicht die Dateien selbst nicht, eine unabhängige Prüfung ist damit nicht möglich.
Beim iPad mini 8 sprechen die fertigen Produktbilder im Code für eine baldige Vorstellung. Wir rechnen damit, dass es noch im Oktober kommt, wie es die Berichte aus der Lieferkette seit dem Sommer nahelegen. Beim iPad 12 fehlt ein solcher Hinweis auf einen nahen Termin.
Wer heute ein iPad mit Apple Intelligence will, kommt am iPad mini ab 679 Euro nicht vorbei, das iPad (A16) für 499 Euro bietet die Funktionen nicht. Planst du den Kauf eines iPad mini, lohnen sich die wenigen Wochen bis zum Nachfolger. Beim Einsteiger-iPad ist die Wartezeit dagegen offen und dürfte eher Monate dauern.
Würdest du für Apple Intelligence bis ins Frühjahr auf das iPad 12 warten – oder ist das iPad mini 8 im Oktober für dich die bessere Wahl? Schreib uns in die Kommentare, welches der beiden bei dir infrage kommt.





