Nach Jahren der Verschiebungen steht offenbar ein Termin fest. Am 13. Oktober soll Apple seinen Smart-Home-Hub mit Display vorstellen, zusammen mit einem neuen HomePod mini und einem neuen Apple TV. Der Bericht beschreibt den Hub ausführlich – vom Standfuß bis zum Gastmodus.
Apple will seinen Vorstoß ins Smart Home laut einem Bericht von Bloomberg am Dienstag, dem 13. Oktober, beginnen. Mark Gurman stützt sich dabei auf Personen mit Kenntnis der Pläne. Für John Ternus, seit dem 1. September Apple-Chef, wäre es der Einstieg in eine Produktkategorie, die Apple über Jahre immer wieder verschoben hat.
Bislang war nur ein Zeitraum bekannt: Die bisherigen Berichte zum HomePad legten den Start auf frühestens Oktober. Jetzt kommt das Datum dazu, und mit ihm eine ausführliche Beschreibung von Gehäuse, Bedienung und Personenerkennung.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 13. Oktober sollen drei Geräte erscheinen: ein Smart-Home-Hub mit Display, ein neuer HomePod mini und ein neues Apple TV.
- HomePod mini und Apple TV behalten ihr Design und bekommen schnellere Chips für Siri AI, der HomePod mini zusätzlich neue Farben wie Rosa und Grün.
- Der Hub soll ein quadratisches Display mit rund 6 Zoll haben, als Tischgerät im Stil des iMac G4 und als Wandversion.
- Er erkennt laut Bericht, wer vor ihm steht, und zeigt passende Inhalte – Gesichtserkennung auf Face-ID-Niveau gibt es aber nicht.
- Siri AI steht im Zentrum aller drei Geräte, spricht bislang aber kein Deutsch.
Drei Geräte an einem Tag
Neben dem Hub stehen zwei Aktualisierungen bekannter Geräte auf dem Plan. HomePod mini und Apple TV sollen äußerlich unverändert bleiben und schnellere Chips erhalten, die Siri AI ausführen können. Der HomePod mini kommt laut Bericht zusätzlich in neuen Farben, darunter Rosa und Grün.
Alle drei Geräte waren ursprünglich schon für 2024 geplant. Den Aufschub führt der Bericht auf Siri AI zurück. Apple hat die neue Assistenz erst Mitte September mit iOS 27 ausgeliefert. Dass HomePod mini und Apple TV kommen, stützen inzwischen auch Bilddateien aus Apples eigenem Material sowie ein Hinweis in einem Apple-Supportdokument.
| Gerät | Stand laut Bericht | Bisher letzte Generation |
|---|---|---|
| Smart-Home-Hub | neue Produktkategorie, Tisch- und Wandversion | – |
| HomePod mini | gleiches Design, schnellerer Chip, neue Farben | vorgestellt am 13. Oktober 2020 |
| Apple TV 4K | gleiches Design, schnellerer Chip | erschienen 2022 |
Beim HomePod mini fällt der Termin auf den Tag genau sechs Jahre nach der Vorstellung des ersten Modells. Beim Apple TV liegen zwischen den Generationen rund vier Jahre; Funde im tvOS-Code deuten auf einen Chip der A19-Generation.
So soll der Hub aussehen
Das Display soll quadratisch sein und rund 6 Zoll messen, eingefasst von einem schwarzen Rand von etwa einem Viertelzoll. Frühere Berichte hatten ein quadratisches Display mit 7 Zoll genannt. Das Gehäuse soll etwa so dick sein wie ein iPhone, aus grauem Aluminium bestehen und ohne Lautstärke- und Einschalttasten auskommen.
In der Tischversion sitzt der Bildschirm auf einem polierten Metallarm über einem runden Sockel mit mehreren Ringen aus Lautsprecheröffnungen. Das Display lässt sich von Hand nach vorn und hinten neigen, die Unterseite ist gummiert. Die Form erinnert an den iMac G4 von 2002, der seinen Bildschirm ebenfalls auf einem halbkugelförmigen Fuß trug.
Die Wandversion ersetzt den runden Sockel durch eine flache, quadratische Basis unter dem Display, in der Lautsprecher und Mikrofone stecken. Einen Akku haben beide Varianten nicht. Sie hängen dauerhaft an einem USB-C-Kabel.
Was der Hub können soll
Apple stellt sich laut Bericht mehrere Hubs in einem Haushalt vor. Sie sollen Smart-Home-Geräte steuern, Videoanrufe und Durchsagen zwischen Räumen ermöglichen, Musik abspielen und Fotos als Diashow zeigen. In der Küche sollen sie Videos abspielen und per Sprachbefehl Rezepte heraussuchen.
Eine FaceTime-Kamera an der Vorderseite erkennt zusammen mit der Stimmerkennung, wer spricht oder sich nähert. Die Oberfläche stellt sich dann auf diese Person ein, für Besuch gibt es einen Modus, der persönliche Inhalte ausblendet. Die Gesichtserkennung soll allerdings ohne Tiefensensor auskommen und weniger zuverlässig sein als Face ID. Wer möchte, kann eine zusätzliche Bestätigung über das iPhone einschalten, das auch einspringt, wenn der Hub jemanden nicht erkennt.
Die Bedienung mischt laut Bericht Elemente von Apple Watch, Apple TV und iPad. Der Home-Bildschirm zeigt Apps wie auf der Watch, die sich dann in mehrspaltigen Ansichten wie auf dem iPad öffnen. An Bord sein sollen unter anderem Kalender, Nachrichten, Fotos, FaceTime, Notizen, Erinnerungen, Musik und Podcasts; Widgets und eigene Hintergrundbilder sind möglich. Wie die Oberfläche aufgebaut ist, hatte sich bereits im Code von Apple abgezeichnet.
Was nach dem 13. Oktober folgen soll
Der Termin ist laut Bericht nur der Anfang. Apple arbeitet demnach daran, seine Smart-Home-Plattform HomeKit um neue Gerätekategorien zu erweitern, und entwickelt mit Drittherstellern Geräte, die auf Siri AI ausgelegt sind. Der große HomePod soll später aktualisiert werden, einen Termin nennt der Bericht nicht.
Eine Sicherheitskamera für das Zuhause steht schon länger auf Apples Liste. Laut aktuellem Bericht gehört ein Sensor dazu, der erkennen soll, in welchem Raum sich jemand aufhält, ohne Video aufzuzeichnen. Weiter verfolgt Apple auch ein höherwertiges Modell des Hubs mit 9-Zoll-Display auf einem Roboterarm, der sich um 360 Grad drehen kann – eine Idee, die schon Anfang des Jahres in Berichten auftauchte.
Wie belastbar der Termin ist
Der Bericht stammt von Mark Gurman, dessen Angaben zu Apples Produktplänen seit Jahren zu den verlässlichsten gehören. Das Datum ist konkret, und die Beschreibung des Hubs reicht bis in Details wie die gummierte Unterseite.
Für HomePod mini und Apple TV kommt eine zweite Stütze dazu: Die Geräte selbst sind durch Apples eigene Bilddateien belegt. Beim Hub reichen die Belege aus Apples Material bislang nur bis zum Code der Bedienoberfläche, Produktbilder gibt es nicht.
Siri AI spricht noch kein Deutsch
Alle drei Geräte sind auf Siri AI ausgelegt. Die Assistenz startete Mitte September nur auf Englisch, für Oktober hat Apple Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch angekündigt. Deutsch ist nicht darunter, einen Termin dafür nennt Apple nicht.
Für Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz fällt der Start damit in eine Phase, in der die zentrale Funktion der Geräte nur auf Englisch nutzbar ist. Die fünf neuen Sprachen stecken bereits in der Beta von iOS 27.2, Deutsch fehlt dort ebenfalls.
Ein Bildschirm in der Küche, der Gesichter lesen soll
Ich halte den Termin für belastbar. Die Beschreibung ist zu detailliert für ein Planspiel, und bei zwei der drei Geräte liegt Apples eigenes Bildmaterial vor. Dass der HomePod mini auf den Tag genau sechs Jahre nach seinem Vorgänger erscheinen soll, ist eine hübsche Randnotiz, aber kein zusätzlicher Beleg.
Den heikelsten Punkt sehe ich bei der Personenerkennung. Ein Gerät, das in der Küche oder im Flur hängt und dort Nachrichten, Kalender und Fotos anzeigt, erkennt Menschen laut Bericht weniger zuverlässig als Face ID. Die Bestätigung per iPhone ist deshalb mehr als eine Komfortoption, und ich würde sie vom ersten Tag an einschalten.
Hierzulande kommt die Sprachfrage dazu. Wer den Hub wegen Siri AI kaufen will, bekommt die Assistenz vorerst nur auf Englisch.
Würdest du einem Bildschirm in deiner Küche erlauben, dich am Gesicht zu erkennen und deine Nachrichten anzuzeigen – oder käme die Bestätigung per iPhone bei dir sofort dazu? Schreib uns in die Kommentare, wie viel Zugriff du dem Hub geben würdest.




