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Bei iOS 28 hat Apple an einer Stelle gedreht, die Nutzer nie zu sehen bekommen: am Zeitplan der Entwicklung. In der ersten Phase blieb diesmal mehr Zeit für neue Funktionen und weniger für das Zusammenführen. Bei den Beschäftigten kommt das laut Bericht gut an.
Das berichtet Mark Gurman in seinem Newsletter „Power On“ bei Bloomberg. Betroffen sind iOS 28 und iPadOS 28, intern „Bell“ genannt, sowie macOS 28 mit dem Codenamen „Poppy“ und die übrigen Systeme dieser Generation. Dieselben Codenamen nannte Gurman schon im Mai, als bekannt wurde, dass Apple bereits an iOS 28 und macOS 28 arbeitet.
Damals befanden sich die Teams in der Phase, in der einzelne Funktionen entstehen; das Zusammenführen zu fertigen Systemen stand noch aus. Inzwischen ist der erste große Abschnitt der Entwicklung abgeschlossen, und genau dort hat Apple den Ablauf verändert. Alle Beiträge zur kommenden Generation bündelt die Seite zu iOS 28.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple teilt die Entwicklung seiner Systeme in drei große Meilensteine, M1 bis M3.
- Üblich sind je acht Wochen: vier Wochen Programmieren, vier Wochen Zusammenführen.
- Bei der ersten Phase für iOS 28 und macOS 28 waren es sechs Wochen Programmieren und nur zwei Wochen Zusammenführen.
- Die Beschäftigten mögen die Änderung laut Bericht, weil mehr Zeit für Ideen bleibt.
Drei Meilensteine, eine verschobene Gewichtung
Apple gliedert den Jahreszyklus seiner Betriebssysteme laut Gurman in drei Meilensteine, intern M1, M2 und M3. Jeder dauert normalerweise acht Wochen: In den ersten vier Wochen wird programmiert, in den folgenden vier Wochen werden die neuen Funktionen in das System eingebunden. Diese zweite Phase nennt Apple laut Gurman „Convergence“, also Zusammenführung.
Bei M1 für die 28er-Generation sah die Aufteilung anders aus. Die Ingenieure hatten sechs Wochen für Programmieren, Ausprobieren und die Entwicklung von Funktionen, für das Zusammenführen blieben nur zwei Wochen. Der Anteil der reinen Entwicklungszeit stieg damit innerhalb des Meilensteins von der Hälfte auf drei Viertel. M1 ist bereits abgeschlossen.
Warum die Beschäftigten die Änderung mögen
Gurman zufolge kommt der neue Ablauf intern gut an. Er schaffe mehr Zeit, um Ideen zu entwickeln und auszuprobieren, bevor sie festgezurrt werden müssen.
Gurman ist bei Apples internen Abläufen und Softwareplänen eine der verlässlichsten Quellen, seine Angaben zum neuen Ablauf stützen sich auf Aussagen von Beschäftigten.
Ein Signal für die Richtung von iOS 28
Ich halte die Änderung für mehr als eine Kalenderfrage. Wer am Anfang mehr Zeit für Ideen und weniger für das Zusammenführen einplant, setzt auf neue Funktionen statt auf frühe Integration. Für die frühe Phase passt das: Später kommen die Funktionen aller Meilensteine zusammen, dann steigt der Aufwand für die Integration ohnehin.
Sichtbar wird das Ergebnis erst nächstes Jahr. Nach Apples üblichem Rhythmus zeigt das Unternehmen die neue Generation auf der WWDC im Juni und veröffentlicht sie im September, so wie iOS 27 in diesem Jahr.
Was erwartest du von iOS 28 eher: mehr neue Funktionen oder ein System, das vor allem rund läuft? Schreib uns in den Kommentaren, was dir bei iOS 27 bislang gefehlt hat.





