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Siri AI ist gerade erst gestartet, und Apples neuer Chef will schon mehr. John Ternus soll Software-Chef Craig Federighi zu einem ehrgeizigeren KI-Kurs drängen. Am Ende soll Siri Aufgaben selbstständig erledigen, statt nur auf einzelne Anfragen zu antworten.
Das berichtet Mark Gurman in seinem Newsletter „Power On“ bei Bloomberg. Demnach prüft Apple, Siri zu einem autonomen Agenten auszubauen, der Aufgaben für Nutzer erledigt. Vorbild sind Dienste wie Dots von OpenAI und Muse von Meta.
Der Bericht setzt dort an, wo die aktuellen Testfassungen stehen. Mit den Betas von iOS 27.3 kann Siri AI in vielen Apple-Apps deutlich mehr erledigen. Was die Assistenz inzwischen kann und für welche Geräte sie gilt, steht im Gesamtbild zu Siri AI.
Das Wichtigste in Kürze
- Apples CEO John Ternus soll Craig Federighi zu einem ehrgeizigeren KI-Kurs drängen.
- Ziel ist laut Bericht ein Siri-Agent, der Aufgaben selbstständig erledigt, ähnlich wie Dots von OpenAI oder Muse von Meta.
- Die erweiterten Aktionen in Apples eigenen Apps sollen im Dezember für alle kommen, die Anbindung fremder Apps im Frühjahr 2027.
- Auf iPhone und iPad bleibt Siri AI in der EU gesperrt, die Schweiz ist ausgenommen. Deutsch gehört nicht zu den unterstützten Sprachen.
Was der Bericht über Ternus und Federighi sagt
Laut Gurman will Ternus, dass Federighi die KI-Entwicklung ehrgeiziger angeht. Federighi verantwortet als Software-Chef seit dem Umbau der KI-Organisation auch Siri und die KI-Modelle; mit dieser Struktur hatte Apple die KI-Strategie unter Federighi neu geordnet.
Die Richtung passt zu dem, was Ternus selbst gesagt hat. In seiner ersten Telefonkonferenz als Apple-CEO beschrieb er Siri AI so, dass die Assistenz bisher vor allem einzelne Anfragen beantwortet, die Technik sich aber erweitern lässt.
Vom Assistenten zum Agenten
Agenten wie Muse von Meta oder Grok von xAI erledigen Aufgaben über mehrere Unterhaltungen hinweg. Sie können eine Arbeit von sich aus unterbrechen und später fortsetzen, je nachdem, was ein Projekt verlangt und was der Nutzer mit der Zeit bevorzugt. In diese Richtung soll Apple Siri entwickeln: Hilfe bei längeren Aufgaben, ohne dass der Nutzer jeden Schritt begleiten muss.
Bis dahin geht es in kleineren Schritten voran. Die erweiterten Aktionen in Apples eigenen Apps, die Entwickler in der Beta von iOS 27.3 bereits testen, sollen laut Gurman im Dezember in der fertigen Version für alle ankommen. Fremde Apps folgen später: Apple selbst nennt für die Einreichung entsprechender Apps im App Store das Frühjahr, laut Bericht kommt die Funktion dann zunächst als Vorschau zu den Nutzern.
Der agentische Ausbau könnte laut Bericht schon Anfang 2027 folgen. Gurman ist bei Apples Software- und Personalplänen eine der verlässlichsten Quellen, seine Berichte stützen sich auf Personen mit Kenntnis der Vorgänge. Was genau zwischen Ternus und Federighi besprochen wurde, belegt der Bericht allerdings nicht im Detail.
Für Nutzer hierzulande vorerst ein Blick von außen
Ich halte den Bericht für ein Signal, dass Ternus Siri AI nicht als abgeschlossenes Projekt sieht, sondern als Anfang. Für den deutschsprachigen Raum ändert das kurzfristig wenig. Auf iPhone und iPad ist Siri AI in der EU nicht verfügbar, Apple begründet das mit dem Digital Markets Act. In der Schweiz gilt diese Einschränkung nicht.
Dazu kommt die Sprache: Auch bei den zuletzt angekündigten Erweiterungen fehlt Deutsch. Ein Siri-Agent würde hierzulande damit zunächst auf denselben Hürden landen wie die Assistenz heute.
Würdest du einem Siri-Agenten zutrauen, eine längere Aufgabe allein zu erledigen, oder willst du jeden Schritt selbst bestätigen? Schreib uns in den Kommentaren, wo für dich die Grenze liegt.





