Ein kleiner grüner Kreis am Profilbild verrät künftig, wer gerade in WhatsApp aktiv ist. Nachdem das Signal im vergangenen Monat zuerst in der Android-Beta auftauchte, testet Meta es jetzt auch in der iPhone-App – und baut dabei zwei Schutzmechanismen ein, die bei Meta-Apps nicht selbstverständlich sind.
WhatsApp erweitert die iPhone-App über die TestFlight-Beta in kurzen Abständen um neue Funktionen – erst kürzlich zeigte sich dort die Option, Textnachrichten nur ein einziges Mal lesbar zu machen. Die jüngste Entdeckung ist optisch unauffälliger, im Alltag aber womöglich präsenter: ein grüner Punkt, der anzeigt, wann ein Kontakt gerade online ist. Aufgefallen ist die Neuerung dem auf WhatsApp spezialisierten Portal WABetaInfo, das sie in der aktuellen iOS-Beta entdeckt hat.
Ein kleiner grüner Kreis am Profilbild
Sobald ein Kontakt in WhatsApp aktiv ist, erscheint ein kleiner grüner Kreis in der Ecke seines Profilbilds. Verlässt die Person die App, verschwindet der Punkt sofort wieder – die Anzeige spiegelt den Status damit in Echtzeit wider und bleibt nicht als veraltete Information stehen. Der praktische Nutzen liegt auf der Hand: Vor dem Verfassen einer Nachricht lässt sich auf einen Blick erkennen, ob das Gegenüber überhaupt erreichbar ist.
Das Prinzip ist keine Erfindung – vergleichbare Online-Indikatoren kennt man von zahlreichen anderen Messengern. Für WhatsApp ist es dennoch ein neuer, deutlich sichtbarerer Weg, Präsenz darzustellen, als es die bisherige „zuletzt online“-Angabe war.
Bisher nur an einer Stelle sichtbar
Aktuell hält sich der grüne Punkt noch stark zurück. Weder in der Chat-Übersicht noch innerhalb eines geöffneten Chats taucht er auf – sichtbar wird er nur, wenn man oben in einem Chat auf den Namen des Kontakts tippt und dessen Info-Seite öffnet. In der Praxis ist das Signal damit vorerst gut versteckt.
Dabei dürfte es nicht bleiben. Berichten zufolge soll der Indikator mehr Sichtbarkeit bekommen, sobald sich die Nutzerschaft an ihn gewöhnt hat. Parallel arbeitet Meta offenbar an einer eigenen Kontakte-Ansicht, die alle Personen auflistet, die gerade online oder kürzlich aktiv waren – ein Schritt, der aus dem dezenten Punkt eine zentrale Präsenz-Übersicht machen könnte.
Zwei Schutzschichten für die Privatsphäre
Bemerkenswert ist, dass die Funktion die Privatsphäre gleich doppelt berücksichtigt. Zum einen greift die bestehende Datenschutz-Einstellung: Wer den eigenen Online-Status beziehungsweise „zuletzt online“ bereits verborgen hat, wird auch nicht über den grünen Punkt als aktiv angezeigt. Die Anzeige richtet sich also nach den Regeln, die im Konto ohnehin schon gelten.
Zum anderen erscheint der Punkt nur, solange WhatsApp tatsächlich geöffnet ist. Läuft die App lediglich im Hintergrund, gilt man nicht als online. Damit lässt sich aus dem Signal nicht ableiten, dass jemand permanent am Gerät hängt – ein Detail, das gerade bei Meta-Apps nicht immer gegeben ist.
Wann der grüne Punkt breiter ausrollt
Freigeschaltet ist die Neuerung bislang in der WhatsApp-Beta für iOS in der Version 26.26.10.72, und auch dort zunächst nur für einen Teil der Tester. WhatsApp verteilt neue Funktionen traditionell schrittweise, weshalb der grüne Punkt selbst in der aktuellen Beta nicht bei jedem sofort auftaucht. In den kommenden Wochen soll die Testphase auf mehr Beta-Nutzer ausgeweitet werden.
Wann das Feature die stabile Version für alle erreicht, ist noch offen. Bis dahin bleibt der grüne Punkt ein Vorgeschmack darauf, wie WhatsApp die Präsenz-Anzeige auf dem iPhone sichtbarer machen will. (Bild: Shutterstock / Thaspol Sangsee)
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