Im Streamingmarkt kommt es zu einer der größten Veränderungen der vergangenen Jahre. Paramount übernimmt Warner Bros. Discovery und plant im Zuge der Transaktion die Zusammenlegung von HBO Max und Paramount+. Damit entsteht – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung – ein neuer Streamingdienst mit rund 200 Millionen Abonnenten.
Ausgangspunkt war ein bereits ausgehandelter Deal zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery (WBD). Anfang Dezember hatte Netflix vereinbart, das Unternehmen ohne seine linearen TV-Vermögenswerte für etwa 83 Milliarden US-Dollar zu übernehmen.
Parallel dazu verfolgte jedoch auch Paramount Skydance eigene Pläne. Das Unternehmen verbesserte sein Angebot in den darauffolgenden Wochen deutlich. In der vergangenen Woche akzeptierte Warner Bros. Discovery schließlich das überarbeitete Angebot von Paramount.
Im Markt wurde ein Gegenangebot von Netflix erwartet. Stattdessen zog sich Netflix vollständig aus dem Bieterprozess zurück. Damit ging der Zuschlag an Paramount.
Die Übernahme durch Paramount
Mit der Entscheidung zugunsten von Paramount Skydance steht ein Eigentümerwechsel bei Warner Bros. Discovery bevor. Nach Abschluss der Transaktion wird Paramount die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen.
In einer Telefonkonferenz im Rahmen der Investoreninformation zur WBD-Transaktion äußerte sich Paramount-CEO David Ellison erstmals konkreter zu den strategischen Plänen nach der Übernahme. Ein zentrales Thema war die künftige Streamingstrategie (via CNBC).
HBO Max und Paramount+ werden ein Dienst
Ellison kündigte an, dass HBO Max und Paramount+ zu einem einzigen Streamingdienst zusammengeführt werden sollen. Voraussetzung ist die Zustimmung der Regulierungsbehörden zur Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance.
Auf Basis der aktuellen Abonnentenzahlen würde der kombinierte Dienst etwa 200 Millionen Nutzer erreichen. Diese Zahl nannte Ellison während der Investorenkonferenz. Offen blieb, wie der neue Dienst konkret bepreist wird. Auch zur Frage des Namens machte die Unternehmensführung keine detaillierten Angaben.
Die Zukunft der Marke HBO
Eine klare Aussage gab es jedoch zur Marke HBO. David Ellison stellte fest, dass HBO nicht angetastet werden solle. HBO stehe seit Jahrzehnten für hochwertige Programme und verfüge über eine starke Markenidentität.
Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld ist davon auszugehen, dass HBO als Untermarke innerhalb des neuen Streamingdienstes bestehen bleibt.
Namensfrage weiterhin offen
Welche Marke künftig im Vordergrund stehen wird, ist derzeit nicht entschieden. HBO Max ist aktuell der größere der beiden Streamingdienste, was für eine Beibehaltung dieses Namens sprechen könnte. Gleichzeitig ist Paramount Skydance das übernehmende Unternehmen, was ebenfalls Einfluss auf die Markenstrategie haben dürfte.
Ebenso möglich ist die Einführung eines vollständig neuen Namens für den gemeinsamen Dienst. Eine endgültige Entscheidung hierzu wurde bislang nicht kommuniziert.
Bedeutung für den Markt
Mit der geplanten Zusammenlegung von HBO Max und Paramount+ wird es künftig einen großen Streamingdienst weniger geben. Statt zweier eigenständiger Plattformen entsteht ein gemeinsames Angebot unter dem Dach von Paramount. Sollte die Fusion genehmigt werden, zählt der neue Dienst mit rund 200 Millionen Abonnenten zu den größten Streaminganbietern weltweit.
Streamingfusion: HBO Max und Paramount+ vor dem Zusammenschluss
Paramount hat sich im Bieterprozess gegen Netflix durchgesetzt und übernimmt Warner Bros. Discovery. Nach behördlicher Zustimmung sollen HBO Max und Paramount+ in einem gemeinsamen Streamingdienst aufgehen.
Details zu Preisgestaltung und Markenführung sind noch offen. Fest steht jedoch, dass die Marke HBO erhalten bleibt und der Streamingmarkt vor einer strukturellen Veränderung steht. (Bild: Shutterstock / Gorodenkoff)
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