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Paramount kämpft gegen den Verkauf von Warner Bros an Netflix

Milan Jovicic by Milan Jovicic
8. Dezember 2025 - 19:20 CET
in Apple News
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Paramount Warner Bros.

Bild: Shutterstock / Grand Warszawski

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Der geplante Verkauf von Warner Bros an Netflix für 82,7 Milliarden Dollar sorgt für Streit hinter den Kulissen. Paramount versucht, den Deal zu stoppen und behauptet, ein höheres und sichereres Angebot abgegeben zu haben. Auch politisch gibt es Gegenwind. Die Situation zeigt, wie hart die Konkurrenz im Film- und Streamingmarkt geworden ist und wie wichtig ein Studio wie Warner Bros für die Zukunft der Branche bleibt.

Paramount sieht Warner Bros als strategischen Kern für Wachstum, Markenrechte und eine weltweit gefragte Filmmediathek. Der Versuch, die Übernahme zu blockieren, hängt nicht nur an Zahlen. Es geht um Marktpositionen, Machtverhältnisse und die Frage, wie viel Einfluss große Tech- und Streamingunternehmen künftig erhalten. Der Konflikt um Warner Bros ist damit ein Beispiel für den Druck, der derzeit in der Branche herrscht.

Netflix übernimmt Warner Bros – und Paramount widerspricht

Am 5. Dezember 2025 meldete Warner Bros, dass ein Deal mit Netflix steht. Der Streaminganbieter soll das gesamte Unternehmen übernehmen. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörden fehlt allerdings noch. Direkt nach der Ankündigung gab Präsident Trump zu verstehen, dass der Deal „ein Problem sein könnte“. Netflix würde durch die Übernahme Zugang zu Marken wie DC, HBO und einer umfangreichen Filmmediathek erhalten.

Paramounts Gegenangebot und die Kritik am Vorgehen

Genau hier setzt Paramount an. Laut CNN geht das Unternehmen an die Aktionäre von Warner Bros Discovery (WBD), um die Transaktion aufzuhalten. CEO David Ellison erklärt, Paramount habe ein höheres Angebot abgegeben. Das Angebot soll bei 30 Dollar pro Aktie liegen (insgesamt 108 Milliarden Dollar) und vollständig in bar erfolgen. Netflix bietet 27,75 Dollar pro Aktie (rund 83 Milliarden Dollar), und das eigene Modell ist nicht komplett barbasiert.

Ellison kritisiert, dass der Vorstand von WBD das Netflix-Angebot akzeptiert habe, ohne die Aktionäre einzubeziehen. Er betont, die Aktionäre hätten das Recht, das „überlegene Barangebot“ zu prüfen. Seiner Ansicht nach verfolge der Vorstand einen Vorschlag, der schlechter sei als das eigene Angebot von Paramount.

Politische Rückendeckung und zusätzliche Spannungen

Laut BBC News berichtet Ellison, er habe „tolle Gespräche“ mit Präsident Trump über den Deal geführt. Aus seiner Sicht wäre Netflix als Eigentümer „wettbewerbswidrig“ und „ein schrecklicher Deal für Hollywood“. Die Verbindung der Familie Ellison zu Trump spielt dabei eine Rolle. Larry Ellison, Vater von David, hatte in der Vergangenheit bereits Unterstützung von Trump bei den Verhandlungen über die US-Rechte an TikTok erhalten. Trump bezeichnete David Ellison mehrfach als „großartigen Mann“.

Netflix’ Strategie zur Wertsteigerung

Netflix hält dagegen und verweist auf seine Pläne zur Umstrukturierung. Der Streaminganbieter möchte die Kabelaktivitäten von Warner Bros Discovery ausgliedern. Dieser Schritt soll den Aktienwert steigern und die Differenz zum höheren Barangebot von Paramount ausgleichen. Netflix geht davon aus, dass diese Strategie für Aktionäre langfristig attraktiver ist als ein direkter Barverkauf.

Zeitplan und zusätzliche Komplexität

Unabhängig vom aktuellen Streit gilt als sicher, dass die Übernahme mit behördlicher Genehmigung frühestens Ende 2026 abgeschlossen wäre. Warner Bros Discovery bereitet parallel die Abspaltung des internationalen Geschäftsbereichs Discovery Global vor, der als eigenes börsennotiertes Unternehmen entstehen soll. Dieser zusätzliche Prozess macht den gesamten Ablauf komplizierter.

Der Showdown zwischen Paramount und Netflix

Paramount versucht, den Verkauf von Warner Bros an Netflix aufzuhalten und verweist auf ein höheres und klar strukturiertes Barangebot. Netflix setzt auf eine langfristige Strategie mit Umstrukturierungen, die den Wert der Übernahme steigern sollen. Die Entscheidung liegt bei Aktionären und Aufsichtsbehörden. Wie sie ausfallen wird, entscheidet mit darüber, wie sich die Machtverhältnisse im Film- und Streamingmarkt verschieben. Der Konflikt zeigt, wie viel für die beteiligten Unternehmen auf dem Spiel steht und welche Rolle Paramount in diesem Wettbewerb einnehmen will. (Bild: Shutterstock / Grand Warszawski)

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