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Zwei Wochen nach dem Verkaufsstart will Apple wissen, wie das iPhone Duo im Alltag ankommt. Per E-Mail verschickt der Konzern einen Fragebogen an einen Teil der Käufer, der sich auffällig eng an den Punkten entlanghangelt, über die seit dem Start am meisten diskutiert wird. Auch hierzulande ist er angekommen.
Seit dem 23. Oktober ist das iPhone Duo im Handel, jetzt bittet Apple die ersten Käufer um eine Rückmeldung. Die Umfrage kommt per E-Mail und fragt nach dem Kaufgrund, nach dem äußeren Display, dem Falz und der FaceTime Kamera unter dem Display. Auch ich habe sie zu meinem iPhone Duo bekommen.
Neu ist das Vorgehen nicht. Apple befragt Kunden immer wieder gezielt zu einzelnen Produkten, im vergangenen Jahr etwa Besitzer der Vision Pro zur Nutzung des Headsets und zu Smart Glasses.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple verschickt per E-Mail eine Umfrage an ausgewählte Käufer des iPhone Duo.
- Gefragt wird nach dem Kaufgrund, der Größe des äußeren Displays, der Sichtbarkeit des Falzes, der Kamera unter dem inneren Display und der Bildqualität, außerdem nach der Stabilität sowie nach Touch ID und Face ID.
- Ein freies Feld fragt, was Käufer am Gerät ändern oder ergänzen würden.
- Noch nicht angepasste Apps und die Risse im inneren Display kommen im Fragebogen nicht vor.
- Der Fragebogen ist umfangreich und deckt auch Akku, Lautsprecher, Gewicht und Handhabung im zugeklappten Zustand ab.
Die Themen des Fragebogens
Der Fragebogen beginnt mit dem Kaufgrund. Zur Auswahl stehen unter anderem der Wunsch, Apples erstes Foldable auszuprobieren, ein spontaner Kauf und die Erwartung, dass Smartphones teurer werden. Danach geht es um das 5,4 Zoll große äußere Display, also um die Frage, ob die Größe im geschlossenen Zustand passt.
Zwei Fragen drehen sich um das innere Display. Apple will wissen, wie deutlich Käufer den Falz wahrnehmen und ob die Kamera unter dem Bildschirm beim Nutzen stört. Eine weitere Frage zielt auf die Bildqualität der Kamera, eine andere auf die Stabilität des Geräts.
Auch die Entsperrung ist Thema, und zwar in mehreren Fragen. Apple will wissen, wie zufrieden Käufer mit Touch ID in der Seitentaste sind, mit der Apple beim Duo auf Face ID verzichtet, und ob sie Touch ID oder Face ID vorziehen. Am Ende steht ein offenes Feld für Ergänzungen und Änderungswünsche.
Was im Fragebogen fehlt
Einige Themen, die seit dem Start eine Rolle spielen, tauchen in der Umfrage nicht auf. Wie sich Apps verhalten, die noch nicht auf die beiden Displays zugeschnitten sind, wird nicht gefragt. Wie groß der Anteil bereits angepasster Apps ist, bestimmt im Alltag allerdings mit, wie gut sich das innere Display nutzen lässt.
Nach der Stabilität fragt Apple zwar, die Risse im inneren Display spricht der Fragebogen aber nicht an. Apple hat das Problem bei einer kleinen Zahl von Geräten öffentlich bestätigt und den Stores per internem Memo Vorgaben zur Reparatur gemacht, ohne das Gerät zurückzurufen. Der Fragebogen misst Zufriedenheit mit Eigenschaften des Geräts, nicht die Häufigkeit von Defekten.
Die deutsche Fassung im Postfach
Apple verschickt die Umfrage auch in Deutschland, und zwar auf Deutsch. In meiner Fassung steht ein Block unter der Frage „Wie zufrieden bist du mit den folgenden Aspekten deines iPhone Duo?“, beantwortet wird Zeile für Zeile.

Der Block ist nur ein Teil eines deutlich längeren Fragebogens. Abgefragt werden darin Leistung, Touch ID, Batterielaufzeit, Lautsprecherqualität und Zuverlässigkeit ohne Abstürze oder Hänger. Dazu kommen Punkte, die beim Foldable besonders ins Gewicht fallen: ob das Gerät in die Tasche passt, das Gewicht, die Bildschirmgröße im zugeklappten Zustand und wie bequem es sich zugeklappt in der Hand hält.
Das iPhone Duo mit allen Daten, Preisen und Terminen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit dem 23. Oktober im Handel. Alle bisherigen Beiträge zum Gerät bündelt die Themenseite zum iPhone Duo.
Wo Apple beim Duo genauer hinschaut
Ich halte die Auswahl der Fragen für aufschlussreicher als die Umfrage selbst. Äußeres Display, Falz und Innenkamera sind genau die Stellen, an denen sich ein Foldable von einem klassischen iPhone unterscheidet, und damit die Stellen, an denen Apple für die nächste Generation am ehesten nachjustieren kann.
Am deutlichsten wird das bei der Entsperrung. Dass Apple gleich mehrfach nach Touch ID und Face ID fragt, passt zu einem Bericht von Bloomberg-Reporter Mark Gurman, wonach Apple intern bereits Prototypen des iPhone Duo 2 mit Face ID unter dem äußeren Display testen soll. Ich rechne damit, dass die Antworten auf genau diese Fragen in die Entscheidung einfließen, ob Face ID schon in der zweiten Generation kommt.
Wer die E-Mail bekommt, sollte das freie Feld nutzen. Dort lassen sich auch die Punkte unterbringen, nach denen der Fragebogen nicht fragt, und es ist der einzige Teil der Umfrage, in dem die eigenen Prioritäten statt Apples Themen den Ton angeben.
Hast du die Umfrage ebenfalls bekommen, und was würdest du Apple ins freie Feld schreiben, wenn du am iPhone Duo genau eine Sache ändern dürftest? Verrat uns in den Kommentaren, welcher Punkt bei dir ganz oben steht.





