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Einen Tag vor dem Verkaufsstart liegen die ersten Tests zum MacBook Pro mit PROLED XDR Display vor. Das Display begeistert fast alle Tester, beim Touchscreen fällt das Urteil deutlich nüchterner aus. Und beim Akku liegen die Ergebnisse weit auseinander.
Am 6. November kommt das MacBook Pro mit PROLED XDR Display in den Handel, in Deutschland ab 3.299 Euro. Es ist der erste Mac mit OLED und Touchscreen, bei den Chips bleibt es bei M5 Pro und M5 Max. Seit dem 5. November sind die Tests online, unter anderem von Tom’s Guide, Tom’s Hardware, Gizmodo, TechRadar, XDA und 9to5Mac.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Display gilt in mehreren Tests als bestes Laptop-Display, das die Autoren bisher gesehen haben.
- Touch funktioniert gut, ist für die meisten Tester aber kein Kaufgrund.
- Beim Akku reichen die Werte je nach Verfahren von rund acht Stunden gemischter Nutzung bis 24:21 Stunden Video.
- Kritik gibt es vor allem am Preis, daneben am fehlenden Face ID und am Scharnier.
So fallen die Urteile aus
| Test | Urteil | Testgerät | Akkulaufzeit |
|---|---|---|---|
| Tom’s Guide | 4,5 von 5, Editor’s Choice | 14 Zoll M5 Pro, 16 Zoll M5 Max | 16:56 und 21:24 Stunden Surfen bei 150 Nits, vorläufig |
| Tom’s Hardware | Editor’s Choice | 16 Zoll M5 Max | 15:57 Stunden bei 150 Nits |
| Gizmodo | 4,5 von 5, Editor’s Choice | 14 Zoll M5 Pro, 16 Zoll M5 Max | rund 8 Stunden gemischte Nutzung |
| TechRadar | 4,5 von 5, Best in Class | 16 Zoll M5 Max | 24:21 Stunden Video bei 50 Prozent Helligkeit |
| XDA | 8 von 10 | 16 Zoll M5 Max | 20 bis 25 Prozent Rest nach einem Arbeitstag |
| 9to5Mac | keine Note | 16 Zoll M5 Pro | kein systematischer Test |
Am klarsten formuliert es XDA:
Das ist das beste OLED, das ich in einem Laptop gesehen habe.
Tom’s Guide nennt das Display das beste, das es je an einem Laptop gab. Für Gizmodo ist das Gerät trotz des Preises das rundum beste Mac-Erlebnis.
Das Display überzeugt, die Messwerte liegen unter Apples Angabe
Beim Kontrast und bei der Schwarzdarstellung liegt das Display in den Tests deutlich vor dem Mini-LED-Modell, das Blooming fällt laut 9to5Mac weg. Tom’s Hardware hält dem Display allerdings eine etwas geringere Farbabdeckung als beim Mini-LED-Modell vor.
Bei SDR messen Tom’s Guide am 14-Zoll-Modell 557,5 Nits und Tom’s Hardware am 16-Zoll-Modell 542,6 Nits. Apple nennt bis zu 1000 Nits durchgehend im Vollbild und 2000 Nits Spitze im Freien, in welchem Modus gemessen wurde, geben beide Tests nicht an. Bei HDR kommen sie mit rund 1.980 und 1.964 Nits nah an Apples 2000 Nits.
Touch funktioniert, reißt aber niemanden mit
Die Reaktion des Touchscreens lobt Tom’s Guide als beste, die der Tester an einem Touch-Laptop erlebt hat. Trotzdem sieht kaum ein Test darin den Grund für den Kauf. Tom’s Hardware bringt es auf den Punkt:
Touch ist bei den neuen MacBook Pro eindeutig eine Funktion, aber nicht die Funktion.
TechRadar findet die Bedienung noch etwas unausgereift und würde kein Modell allein wegen des Touchscreens kaufen. Tom’s Hardware berichtet von müden Armen bei längerer Nutzung, und auch 9to5Mac sieht Touch als Ergänzung. Nützlich ist er laut den Tests etwa bei iPad-Apps, in Blender, beim Andocken von Fenstern und beim Testen von Apps im Xcode-Simulator.
Die Dynamic Island kommt gut an. Tom’s Hardware und 9to5Mac finden sie gelungen, XDA merkt an, dass sie bisher wenig mehr kann, als die Notch zu ersetzen.
Akku und Leistung
Die Akkuwerte lassen sich kaum vergleichen, weil jeder Test anders misst. Beim 16-Zoll-Modell mit M5 Max liegen 15:57 Stunden bei Tom’s Hardware neben vorläufigen 21:24 Stunden bei Tom’s Guide und 24:21 Stunden bei TechRadar. Im Alltag nennt Gizmodo rund acht Stunden gemischte Nutzung.
Die Spitzenleistung entspricht laut Tom’s Guide den M5-Modellen vom März. Tom’s Hardware und Gizmodo berichten von einer warmen Tastatur oder lauten Lüftern unter Last. Kritisiert werden außerdem das fehlende Face ID und das Scharnier, das sich nicht ganz flach legen lässt. Stiftunterstützung fehlt laut Gizmodo und TechRadar ebenfalls.
Warum das Display den Preis tragen muss
Ich lese die Tests als klares Signal: Wer dieses MacBook Pro kauft, zahlt vor allem für Display und geringeres Gewicht, nicht für Touch. XDA empfiehlt für die meisten Nutzer ausdrücklich das reguläre MacBook Pro, und auch im Vergleich mit dem MacBook Pro M6 bleibt für normale Arbeit das günstigere Modell die vernünftigere Wahl.
Wer beruflich mit HDR-Schnitt oder Adobe RGB arbeitet, profitiert am ehesten, auch wenn Gizmodo den Abstand zum Mini-LED-Modell bei Foto- und Videoschnitt kleiner sieht als im normalen Gebrauch. Beantworten kann die Frage nach der Lebensdauer des OLED-Displays und dem Einbrennen noch kein Test. Wer noch zwischen allen Macs schwankt, findet die Modelle in der Mac-Kaufberatung nebeneinander.
Wäre dir das OLED-Display den Aufpreis wert, oder bleibst du beim Mini-LED-Modell, solange Touch keinen echten Mehrwert bringt? Schreib uns in den Kommentaren, wofür du dein MacBook Pro am meisten nutzt.





