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Apple hat iOS 26 zur Eröffnung der WWDC gezeigt. Das Update bringt mit Liquid Glass das auffälligste Design seit Jahren, verankert Apple Intelligence tief im System und baut Telefon, Nachrichten, Karten und Wallet um. Ein Teil davon läuft auf jedem unterstützten iPhone, ein anderer nur auf den neueren Modellen.
iOS 26 ist mehr als eine neue Oberfläche. Apple hat die Versionszählung auf das Jahr umgestellt, in dem eine Software hauptsächlich im Einsatz ist – auf iOS 18 folgt deshalb iOS 26 und nicht iOS 19. Die Neuerungen betreffen Design, Kommunikation, Navigation, Unterhaltung, Datenschutz und Barrierefreiheit, und viele Funktionen rechnen direkt auf dem Gerät.
Die Grundlage dafür beschreibt Apple in der Mitteilung zum neuen Softwaredesign. Diese Seite fasst zusammen, was in der Generation steckt. Welche der Funktionen an neuere Hardware gebunden sind, steht gesondert in der Übersicht zu den geräteexklusiven Funktionen.
Das Wichtigste in Kürze
- Liquid Glass ist das plattformübergreifende Designmaterial der Generation
- Apple Intelligence bringt Live-Übersetzung, visuelle Intelligenz für Bildschirminhalte und intelligente Aktionen in Kurzbefehlen
- Telefon, Nachrichten, Karten und Wallet bekommen eigenständige Umbauten
- iOS 26 läuft ab dem iPhone 11, die KI-Funktionen erst ab dem iPhone 15 Pro
Liquid Glass: das neue Design
Liquid Glass ist ein durchscheinendes Material mit Umgebungsreflexionen, das Bedienelemente, Navigation, App-Symbole und Widgets überzieht. Auf dem Sperrbildschirm bestehen auch die Ziffern der Uhr daraus und passen sich dem freien Platz im Hintergrundbild an.
Safari zeigt Websites vom oberen bis zum unteren Bildschirmrand, ohne dass Aktualisieren oder Suche verloren gehen. In Apple Music, Podcasts und News schwebt die Tab-Leiste über dem Inhalt, minimiert sich beim Scrollen und kehrt beim Zurückblättern zurück. Die Kamera-App wurde entschlackt, die Fotos-App trennt zwischen Mediathek und Sammlung.
Dazu kommen räumliche Szenen: Ein Foto bekommt Tiefe und bewegt sich beim Neigen des Geräts. Was sich sonst noch am Startbildschirm geändert hat, steht in der Übersicht zum Sperrbildschirm unter iOS 26.
Apple Intelligence im System
Mit iOS 26 rückt Apple Intelligence von einzelnen Apps in die Systemebene. Live-Übersetzung arbeitet in Nachrichten, FaceTime und Telefon: Getippte Texte werden während des Schreibens übertragen, FaceTime blendet übersetzte Untertitel ein, im Telefonat wird die Übersetzung vorgelesen. Deutsch gehört zu den Startsprachen; die Anleitung zur Live-Übersetzung zeigt, wo die Funktion in den Apps sitzt.
Die visuelle Intelligenz erfasst nun auch Bildschirminhalte statt nur Kamerabilder. Über die Screenshot-Tasten lässt sich ein Objekt markieren und suchen, etwa bei eBay, Poshmark oder Etsy; Fragen zum Bildschirminhalt beantwortet ChatGPT. Genmoji lässt sich aus mehreren Emojis mischen, Image Playground bekommt zusätzliche Stile, die bei ChatGPT gerechnet werden.
In der Kurzbefehle-App greifen neue Aktionen direkt auf Apples Modelle zu – wahlweise lokal oder über Private Cloud Compute. Dazu kommen Vorschläge in Erinnerungen und ein Framework, mit dem Entwickler das Modell auf dem Gerät in eigene Apps einbauen. Welche Automationen sich damit bauen lassen, steht in der Übersicht zur Kurzbefehle-App; die Freischaltung erklärt die Anleitung zum Einrichten von Apple Intelligence.
Telefon und Nachrichten
Die Telefon-App bündelt Favoriten, letzte Anrufe und Voicemails in einer Ansicht. Die Anrufüberprüfung zeigt Informationen zum Anrufer, bevor abgehoben wird, und Hold Assist wartet in der Warteschleife, bis sich am anderen Ende jemand meldet.
In Nachrichten landen Zuschriften unbekannter Nummern in einem eigenen Ordner, stumm und sortierbar. Gruppenchats bekommen eigene Hintergründe, Umfragen und Apple Cash direkt im Chatverlauf.
CarPlay
CarPlay bekommt eine kompakte Ansicht für eingehende Anrufe, die die Navigation nicht mehr überdeckt. Nachrichten unterstützen Tapbacks und angeheftete Chats, Widgets und Live-Aktivitäten halten Musik, Route und Termine im Blick.
CarPlay Ultra geht darüber hinaus und verbindet iPhone- und Fahrzeugsysteme über alle Bildschirme hinweg zu einer Oberfläche.
Apple Music, Karten und Wallet
Apple Music übersetzt Liedtexte und zeigt auf Wunsch die Aussprache; AutoMix blendet Titel nach Takt und Tempo ineinander. Karten führt besuchte Orte, die lokal und verschlüsselt auf dem Gerät liegen, und schlägt bevorzugte Routen vor.
Wallet unterstützt Ratenzahlungen mit Apple Pay, zeigt Prämienprogramme und liest Sendungsdetails aus Bestätigungs-Mails aus. Überarbeitete Bordkarten bringen Live-Aktivitäten, Flughafenkarten und eine Anbindung an „Wo ist?” für das Gepäck. Alle Änderungen der App stehen in der Wallet-Übersicht zu iOS 26.
Apple Games, AirPods und Kindersicherung
Die neue Apple Games App bündelt Spiele, Updates, Events und Apple Arcade an einer Stelle. AirPods 4 und AirPods Pro 2 bekommen Aufnahmen in Studioqualität, eine Kamerasteuerung über den Stiel und eine verbesserte Sprachisolierung.
Für Kinderkonten hat Apple die Einrichtung vereinfacht und die Kindersicherung erweitert: Unscharf dargestellte Inhalte in FaceTime und Fotoalben, dazu die Möglichkeit, einzelne Apps gezielt freizugeben, auch wenn sie über der eingestellten Altersgrenze liegen.
Datenschutz und Barrierefreiheit
Safari schützt standardmäßig mit erweitertem Schutz vor Fingerprinting. Der Barrierefreiheitsleser bietet ein anpassbares Leseerlebnis, der Braille-Zugriff wurde neu aufgebaut, und Live Listen, persönliche Stimme sowie Hintergrundgeräusche stehen systemweit zur Verfügung.
Verfügbarkeit und Voraussetzungen
| Plattform | Update läuft ab | Apple Intelligence ab |
|---|---|---|
| iPhone | iPhone 11, iPhone SE (2. Generation) | iPhone 15 Pro |
| iPad | siehe Kompatibilitätsliste | A17 Pro oder M-Chip |
| Mac | siehe Kompatibilitätsliste | M1 |
Die vollständige Geräteliste über alle Systeme hinweg steht in der Übersicht der kompatiblen Apple-Geräte, die Anforderungen an Sprache und Region im Support-Dokument zu Apple Intelligence. Vor der Installation gehört ein aktuelles Backup dazu; wenn das Update hängt oder nicht auftaucht, hilft der Leitfaden zu Update-Problemen am iPhone.
Warum das Design die kleinere Neuerung ist
Liquid Glass hat die Ankündigung dominiert, weil es sofort ins Auge fällt. Im Alltag wiegt der Umbau der Kommunikations-Apps schwerer: Eine Anrufüberprüfung, die Werbeanrufe abfängt, und eine Übersetzung, die im laufenden Gespräch mitläuft, verändern die Nutzung deutlich stärker als transparente Schaltflächen.
Der zweite Punkt betrifft die Geräteauswahl. Apple zieht mit iOS 26 eine Linie durch den eigenen Bestand: Design, Wallet-Pässe, Apple Games und CarPlay erreichen jedes unterstützte iPhone, die Sprachfunktionen nur Geräte ab dem iPhone 15 Pro. Wer mit einem älteren Modell aktualisiert, bekommt ein sichtbar neues, aber nicht wesentlich klügeres iPhone.
Was ist bei dir hängen geblieben – das neue Design oder eine der Funktionen aus Telefon und Nachrichten? Schreib uns in die Kommentare, was du nach dem Umstieg tatsächlich täglich nutzt.





