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iOS 26 installiert sich auf jedem iPhone ab dem iPhone 11. Die auffälligsten Funktionen des Updates laufen trotzdem nur auf einem Teil dieser Geräte: Live-Übersetzung, visuelle Intelligenz und Bildgenerierung setzen Apple Intelligence voraus, und die beginnt beim iPhone 15 Pro. Andere Neuerungen ziehen die Grenze an ganz anderer Stelle – der Tiefeneffekt auf dem Sperrbildschirm läuft schon ab dem iPhone 12.
Apple knüpft die Funktionen von iOS 26 an zwei verschiedene Voraussetzungen. Der größere Teil hängt an Apple Intelligence und damit an einem iPhone 15 Pro oder neuer; die Anforderungen stehen im Support-Dokument zu Verfügbarkeit und Systemvoraussetzungen. Der kleinere Teil hängt an einzelnen Hardwaremerkmalen und reicht weiter zurück.
Ob dein Gerät das Update überhaupt bekommt, klärt die Übersicht der kompatiblen Apple-Geräte. Hier geht es um die Frage danach: welche Neuerung welches Modell verlangt. Den vollständigen Funktionsumfang der Generation hält die Ankündigung zu iOS 26 fest, und wie die aktuelle Generation die Grenze zieht, steht in der Referenz zu iOS 27.
Das Wichtigste in Kürze
- iOS 26 läuft ab dem iPhone 11, die KI-Funktionen erst ab dem iPhone 15 Pro
- Live-Übersetzung, visuelle Intelligenz, Genmoji, Image Playground, intelligente Kurzbefehle, Erinnerungsvorschläge und die Sendungsverfolgung in Wallet hängen alle an Apple Intelligence
- Der Tiefeneffekt auf dem Sperrbildschirm braucht kein Apple Intelligence und läuft ab dem iPhone 12
- Live-Übersetzung unterstützt Deutsch von Beginn an, die Kalenderübernahme der visuellen Intelligenz dagegen nur Englisch
- Neue Stile im Image Playground laufen über ChatGPT und verlassen dabei das Gerät
Welche Funktion welches iPhone verlangt
| Funktion | Läuft ab | Grundlage |
|---|---|---|
| Live-Übersetzung in Nachrichten, Telefon und FaceTime | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Visuelle Intelligenz für Bildschirminhalte | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Intelligente Aktionen in Kurzbefehlen | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Vorschläge und Kategorien in Erinnerungen | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Sendungsverfolgung in Wallet | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Genmoji und Image Playground | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Umfragevorschläge in Nachrichten | iPhone 15 Pro | Apple Intelligence |
| Umfragen und Chat-Hintergründe in Nachrichten | iPhone 11 | alle unterstützten Geräte |
| Tiefeneffekt auf dem Sperrbildschirm | iPhone 12 | Neural Engine |
| Liquid Glass, Apple Games, CarPlay-Neuerungen | iPhone 11 | alle unterstützten Geräte |
Wer ein Gerät mit Apple Intelligence hat, muss die Funktionen einmalig freischalten. Wie das läuft und was dabei an Speicherplatz und Sprachpaketen zusammenkommt, steht in der Anleitung zum Einrichten von Apple Intelligence.
Visuelle Intelligenz: Suche direkt aus dem Screenshot
Apple hat die visuelle Intelligenz auf Bildschirminhalte ausgeweitet. Mit derselben Tastenkombination, die einen Screenshot erzeugt, lässt sich ein Objekt im Bild markieren und gezielt suchen – über Google und über Apps wie eBay, Poshmark oder Etsy, die die Funktion eingebaut haben. Zu allem, was auf dem Display steht, lassen sich außerdem Fragen an ChatGPT stellen, sofern die Verbindung zu ChatGPT eingerichtet ist.
Eine Einschränkung nennt Apple in der Fußnote der Mitteilung zu den neuen Apple-Intelligence-Funktionen: Das Übernehmen eines Termins von einem Plakat oder Flyer in den Kalender ist nur auf Englisch verfügbar. Auf einem deutschsprachig eingerichteten iPhone bleiben Suche, Zusammenfassung und Übersetzung – die Kalenderfunktion, die in fast jeder Beschreibung des Features auftaucht, fehlt.
Die Bedienung im Detail zeigt die Anleitung zur visuellen Intelligenz für Bildschirminhalte.
Live-Übersetzung in Nachrichten, FaceTime und Telefon
Die Live-Übersetzung arbeitet systemweit. In Nachrichten wird der getippte Text noch während des Schreibens in die Sprache des Empfängers übertragen, eingehende Nachrichten laufen in die Gegenrichtung. In FaceTime erscheinen übersetzte Untertitel, während die Originalstimme hörbar bleibt, und beim Telefonat wird die Übersetzung laut vorgelesen.
Deutsch gehört bei allen drei Wegen zu den Startsprachen – in Telefon und FaceTime allerdings nur für Einzelgespräche. Wo die Funktion in den jeweiligen Apps sitzt, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Live-Übersetzung.
Tiefeneffekt auf dem Sperrbildschirm
Neben dem Liquid-Glass-Design bringt iOS 26 räumliche Szenen: Ein gewöhnliches Foto bekommt Tiefe, und beim Neigen des iPhones bewegt sich das Motiv gegenüber dem Hintergrund. Die Uhrzeit passt sich dabei dem freien Platz im Bild an.
Die Berechnung läuft über die Neural Engine und nicht über Apple Intelligence. Damit ist das die einzige der hier genannten Neuerungen, die auch auf Geräten ohne KI-Funktionen ankommt – ab dem iPhone 12. Anwenden lässt sie sich auf dem Sperrbildschirm, im Fotos-Widget und direkt in der Fotos-App.
Kurzbefehle greifen auf die Modelle zu
Die Kurzbefehle-App hat Aktionen bekommen, die direkt auf Apples Modelle zugreifen – wahlweise auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute. Damit lassen sich Texte zusammenfassen, Bilder erzeugen oder Informationen aus einem PDF ziehen und in eine Tabelle schreiben, ohne den Kurzbefehl um externe Dienste herumzubauen.
Praktisch ist das vor allem bei wiederkehrenden Abläufen: eine Audiotranskription gegen getippte Notizen prüfen, ein Dokument nach Inhalt zusammenfassen, eine Liste sortieren. Was sich sonst an der App geändert hat, steht in der Übersicht zu den Neuerungen der Kurzbefehle-App.
Erinnerungen sortieren sich selbst
Die Erinnerungen-App erkennt Aufgaben in Mails, Webseiten oder Notizen und schlägt sie als Eintrag vor. Längere Listen werden zusätzlich automatisch in Kategorien einsortiert, etwa Einkauf, Reise oder Arbeit.
Beides läuft über Apple Intelligence und bleibt älteren Modellen verschlossen; die manuelle Listenführung funktioniert dort unverändert weiter. Wie sich die Vorschläge im Alltag schlagen, steht im Beitrag zu den smarteren Erinnerungen.
Sendungsverfolgung in Wallet
Wallet liest Sendungsdetails aus den Bestätigungs-Mails von Händlern und Lieferdiensten aus und fasst sie zusammen. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Händler eine Apple-Schnittstelle bedient oder ob mit Apple Pay bezahlt wurde – die Bestätigungsmail im Posteingang genügt.
Damit landen auch Bestellungen in der App, die dort früher gar nicht auftauchten. Die übrigen Änderungen der Generation stehen in der Übersicht zur Wallet-App.
Genmoji und Image Playground
Genmoji lässt sich aus mehreren Emojis mischen und per Beschreibung ergänzen. Bei Bildern von Freunden oder Familie lassen sich Gesichtsausdruck und Merkmale wie die Frisur anpassen, damit das Ergebnis zum aktuellen Aussehen passt. Im Image Playground kommen Stile wie Aquarell oder Ölgemälde dazu, dazu eine freie Stilwahl per Beschreibung.
Diese Stile rechnen allerdings nicht auf dem iPhone, sondern bei ChatGPT: Apple schickt die Beschreibung oder das Foto an OpenAI, das daraus das Bild erzeugt. Wer Wert darauf legt, dass Bildmaterial das Gerät nicht verlässt, bleibt bei den hauseigenen Stilen – die laufen lokal.
Umfragen und Hintergründe in Nachrichten
In der Nachrichten-App lassen sich Umfragen erstellen und Chat-Hintergründe setzen. Beides funktioniert auf jedem iPhone, das iOS 26 bekommt.
An Apple Intelligence hängen nur die Zusätze: der automatische Vorschlag, eine Umfrage zu starten, wenn sich in einem Gruppenchat eine Entscheidung abzeichnet, und der eigene Hintergrund aus dem Image Playground. Weitere KI-Funktionen der App stehen im Beitrag zu Apple Intelligence in der Nachrichten-App.
Wo die Gerätegrenze im Alltag wirklich auffällt
Die Trennlinie verläuft nicht zwischen schönem und langweiligem iPhone, sondern zwischen zwei Nutzungsarten. Wer das Gerät vor allem zum Schreiben, Telefonieren und Fotografieren nutzt, merkt von der Grenze wenig: Design, Sperrbildschirm, Wallet-Pässe, Apple Games und die Neuerungen in CarPlay laufen auf jedem unterstützten Modell. Spürbar wird der Unterschied dort, wo Sprache ins Spiel kommt – Übersetzung im Gespräch, Zusammenfassungen, Suche nach Bildschirminhalten.
Der ehrlichste Punkt dabei: Die Funktion mit dem größten Alltagsnutzen ist die Live-Übersetzung, und sie ist zugleich die einzige, für die ein Gerätewechsel handfeste Argumente liefert. Genmoji und Bildstile sind nett, tragen aber keine vierstellige Anschaffung. Und die Kalenderübernahme, die in jeder Feature-Liste auftaucht, bleibt hierzulande ohnehin außen vor.
Welche dieser Funktionen hat dir auf deinem Gerät am meisten gefehlt – oder hast du nach dem Update gemerkt, dass du keine davon vermisst? Schreib uns in die Kommentare, wo bei dir die Grenze verlief.
Häufige Fragen: iOS 26 auf älteren iPhones
Ja. iOS 26 läuft auf allen iPhones ab dem iPhone 11 sowie auf dem iPhone SE der 2. Generation und neuer. Das Update selbst ist kostenlos, die Kompatibilität hat nichts mit Apple Intelligence zu tun.
iPhone 15 Pro und 15 Pro Max sowie alle Modelle ab der iPhone-16-Reihe. Bei allen älteren Geräten reicht die Hardware für die Modelle nicht aus – auch das iPhone 15 und 15 Plus bleiben außen vor, obwohl sie aus derselben Generation stammen wie die beiden Pro-Modelle.
Die Funktion setzt Apple Intelligence voraus. Ist sie auf einem unterstützten Gerät nicht sichtbar, muss sie meist erst in den Einstellungen aktiviert werden; danach lädt das iPhone die Modelle herunter, was je nach Verbindung eine Weile dauert.
Apple gibt für die lokal gespeicherten Modelle rund 7 GB an. Auf einem Gerät mit 128 GB ist das ein spürbarer Posten, der sich durch Abschalten von Apple Intelligence wieder freigeben lässt.
Größtenteils ja. Live-Übersetzung, Genmoji und Image Playground unterstützen Deutsch. Eine Ausnahme nennt Apple beim Übernehmen eines Termins per visueller Intelligenz in den Kalender – das funktioniert nur auf Englisch.
Ja. Räumliche Szenen laufen über die Neural Engine und nicht über Apple Intelligence. Voraussetzung ist ein iPhone 12 oder neuer sowie ein Foto mit klar erkennbarem Motiv; bestehende Hintergrundbilder lassen sich nachträglich nicht umstellen, das Bild muss neu ausgewählt werden.
Das hängt daran, wie oft Sprachbarrieren im Alltag vorkommen. Die Live-Übersetzung in Telefon und Nachrichten ist die einzige Funktion mit echtem Gewicht; Bildgenerierung und Emoji-Basteln ersetzen kein Kaufargument. Wer ohnehin vor einem Wechsel steht, bekommt sie mit – wer zufrieden ist, verpasst wenig.





