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iPhone 18 Pro: Neue Kamera kostet Apple 50 Prozent mehr

by Milan
29. Mai 2026
in Allgemein
iPhone 18 Pro Apple

Bild: Shutterstock / Jess Rodriguez

Die lang erwartete variable Blende kommt mit den nächsten Pro-Modellen – und sie hat ihren Preis. Laut einem Lieferketten-Analysten zahlt Apple für das neue Objektiv rund die Hälfte mehr als für die bisherige Kameraeinheit. Dahinter steht ein Zulieferer, der bei Apple gerade auffällig schnell aufsteigt.

Bei den Pro-iPhones dreht sich vor jeder Generation viel um die Kamera, und in diesem Jahr ist die variable Blende das technische Aushängeschild. Sie zählt seit Längerem zu den hartnäckigsten Kameragerüchten überhaupt und fügt sich in das umfassende Bild der iPhone-18-Pro-Erwartungen ein. Neu ist nun eine Zahl, die zeigt, wie viel Apple dieser Schritt tatsächlich abverlangt – und welche Rolle ein bislang weniger bekannter Zulieferer dabei spielt.

Was die variable Blende technisch bringt

Bisher arbeitet jedes iPhone Pro vom 14 Pro bis zum 17 Pro mit einer festen Blende von f/1.78. Eine variable Blende verändert dagegen die Größe der Lichtöffnung mechanisch und steuert so, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Das erlaubt eine präzisere Belichtung und mehr Spielraum bei der Tiefenschärfe – etwa, um den Hintergrund gezielt unscharf zu halten oder bei wenig Licht mehr Helligkeit auf den Sensor zu lassen.

Die Funktion geistert nicht erst seit gestern durch die Gerüchteküche. Der Analyst Ming-Chi Kuo brachte sie bereits Ende 2024 ins Spiel, seither stützten mehrere Berichte das Vorhaben, und Anfang dieses Jahres soll die Produktion angelaufen sein. Damit reiht sich die variable Blende in das größte Kamera-Upgrade ein, das Apple für die Pro-Reihe plant.

Rund 50 Prozent teurer als das aktuelle Objektiv

Den Aufpreis beziffert Kuo recht konkret: Der durchschnittliche Verkaufspreis des neuen Bauteils liege rund 50 Prozent über dem des Objektivs, das Apple derzeit in der Hauptkamera des iPhone 17 Pro einsetzt. Dort kommt ein Objektiv mit sieben Kunststofflinsen zum Einsatz – eine bewährte und vergleichsweise günstige Bauweise.

Eine variable Blende ist mechanisch deutlich anspruchsvoller, da sich Lamellen im Inneren bewegen müssen. Dass ein solches Modul mehr kostet, ist insofern wenig überraschend. Die genannte Größenordnung macht aber deutlich, wie viel Apple bereit ist, allein in die Kamera zu stecken – ein Hinweis darauf, welchen Stellenwert das Fotografieren für die Kaufentscheidung in dieser Klasse hat.

Sunny Optical liefert einen großen Teil der Module

Neben dem Preis nennt der Bericht auch einen Namen aus der Lieferkette: Sunny Optical soll zwischen 40 und 50 Prozent der Aufträge für das neue Kameramodul übernehmen. Für Apple ist das Unternehmen ein vergleichsweise frischer Partner im Bereich kompakter Kameramodule. Den Einstieg markierte die Kamera des MacBook Neo.

Genau dort läuft es für den Zulieferer offenbar besser als gedacht: Die Auslieferungen des MacBook Neo übertreffen die Erwartungen deutlich, weshalb Kuo seine Prognose für 2026 von fünf auf zehn Millionen Einheiten verdoppelt hat. Der Einsteiger-Mac entwickelt sich damit zu einem unerwarteten Erfolg – passend dazu hat Apple die Produktion des MacBook Neo zuletzt deutlich hochgefahren.

Sunny Optical bleibt zudem nicht auf Apple beschränkt. Laut Kuo hat sich das Unternehmen auch Komponenten-Aufträge für zwei Geräte von OpenAI gesichert – ein Smartphone sowie ein kleineres Taschen- oder Mobilgerät. OpenAI arbeitet bereits an einem eigenen KI-Smartphone, dessen Start vorgezogen werden soll.

Was sich bis 2028 ändern könnte

Über das iPhone 18 Pro hinaus richtet sich der Blick bereits auf das Jahr 2028. Für das dann erwartete iPhone soll das Ultraweitwinkel-Modul von der bisherigen Flip-Chip-Bauweise auf ein verbessertes COB-Verfahren (Chip-on-Board) umgestellt werden. Sunny Optical gilt auch hier als gut positioniert, um als Zulieferer einzusteigen.

Der Vorteil eines COB-Moduls liegt in der Bauform: Es könnte dünner oder kleiner ausfallen und damit Platz für andere Komponenten schaffen – oder bei gleicher Größe schlicht eine bessere Bildqualität liefern. Beides würde Apple zusätzliche Freiheiten beim Innenleben künftiger iPhones geben.

Höhere Kosten, ein klares Verkaufsargument

Vorgestellt werden iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max im Herbst, gemeinsam mit dem ersten faltbaren iPhone von Apple. Bis dahin bleiben die genannten Kosten eine Analysten-Schätzung – Kuos Prognosen treffen häufig zu, sind aber nicht in Stein gemeißelt.

Klar ist die Stoßrichtung dennoch: Apple investiert spürbar in die Kamera, weil sich gerade beim Fotografieren ein echtes Upgrade unmittelbar zeigen lässt. Ob die höheren Komponentenkosten am Ende auf den Verkaufspreis durchschlagen oder Apple sie selbst trägt, dürfte zu den spannendsten Fragen der nächsten Pro-Generation gehören. (Bild: Shutterstock / Jess Rodriguez)

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