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Zwei Wochen nach dem Wechsel vom Pro Max hat sich meine Liste der Nachteile anders sortiert als erwartet. Face ID und die Aktionstaste habe ich schneller verschmerzt als gedacht. Gebremst werde ich an einer Stelle, mit der ich nicht gerechnet hatte: an der Kasse.
Seit dem 23. Oktober ist das iPhone Duo mein Hauptgerät, davor war es jahrelang die Pro-Max-Reihe. Nach den ersten Tagen mit dem iPhone Duo ging es um Scharnier, Falz und den Umzug vom 17 Pro Max. Jetzt geht es um das, was mir fehlt, und um das, was ich nur zu vermissen glaubte. Das iPhone 18 Pro Max habe ich seit September als Zweitgerät, deshalb zeige ich auch, wofür ich es noch in die Hand nehme. Die technischen Daten stehen in der Übersicht zum iPhone Duo, weitere Beiträge auf der Themenseite zum iPhone Duo. Beide Geräte habe ich selbst gekauft.
Das Wichtigste in Kürze
- Touch ID ist im Alltag kaum ein Thema, weil ich das Duo immer gleich halte. Jeder der drei hinterlegten Finger wird zuverlässig erkannt.
- Ausgerechnet beim Bezahlen bremst Touch ID: Nach dem Doppelklick für Apple Pay muss der Finger noch einmal auf die Taste, und das klappt nicht immer im ersten Anlauf.
- Fotos mache ich vermehrt, FaceTime-Anrufe fast immer mit dem 18 Pro Max. Am Duo fehlt mir dafür die Telekamera, und die Innenkamera ist zu schwach.
- Meine MagSafe-Wallets sind am Duo nutzlos, sie stehen unten über.
- Einem Pro-Max-Nutzer ohne Zweitgerät würde ich in den meisten Fällen vom Wechsel abraten. Wer vor allem das große Display zum Arbeiten will, bekommt einen Gamechanger.
Touch ID: Im Alltag unauffällig, an der Kasse nicht
Nach Jahren mit Face ID war Touch ID anfangs ungewohnt. Inzwischen merke ich es meistens kaum noch, mit einer Ausnahme, zu der ich gleich komme. Warum es sonst so reibungslos läuft, habe ich erst vor Kurzem bemerkt: Ich halte das Duo in jeder Lage immer gleich, deshalb liegt die Taste immer an derselben Stelle.

Zugeklappt halte ich es praktisch immer in der rechten Hand, dann übernimmt der rechte Daumen. Aufgeklappt im Querformat liegt die Taste bei mir immer rechts, weil die Kameras für mich auf diese Seite gehören. Hochkant halte ich es mit den Kameras oben, dann sitzt die Taste oben links und der linke Zeigefinger übernimmt. Das gilt beim Streamen, beim Spielen und beim Schreiben.
Hinterlegt habe ich drei Finger: Daumen und Zeigefinger rechts, Zeigefinger links. Egal welchen davon ich nehme und wie das Gerät gerade liegt, die Eingabe wird bislang sofort erkannt. Banking-Apps, der Passwort-Manager und alle anderen Apps, die sonst Face ID nutzen, lassen sich ohne Auffälligkeiten entsperren. Wer das Duo ständig anders hält, wird es schwerer haben und sollte drei bis vier Finger hinterlegen. Wem es zu lange dauert, die Taste zu drücken, kann einstellen, dass das Auflegen des Fingers direkt öffnet.
Auch die Lautstärke ist für mich kein Thema, seit ich die Belegung der Lautstärketasten beim Drehen angepasst habe.
Bezahlen mit Apple Pay
Mit Face ID lief das Bezahlen in einem Zug: Doppelklick, Gesicht erkannt, iPhone ans Terminal, fertig. Am Duo löse ich den Doppelklick mit dem Daumen aus, danach will Apple Pay den Finger noch einmal zur Bestätigung. Anfangs habe ich das iPhone ans Terminal gehalten und nichts ist passiert, bis mir die Bestätigung einfiel.
Inzwischen lasse ich den Daumen nach dem Doppelklick einfach auf der Taste liegen. Das beschleunigt den Vorgang, bei etwa jeder zweiten bis dritten Zahlung erkennt das System die Eingabe so aber nicht. Dann muss ich den Daumen abheben und neu auflegen, und erst dann klappt es. Weil ich mit Apple Pay zahle, wann immer es geht, ist das der einzige Punkt, an dem mich Touch ID wirklich ausbremst.
Ich wünsche mir deshalb eine Mischung aus beidem: Face ID für das zugeklappte Gerät, damit das Bezahlen wieder schnell geht, und Touch ID für das Innendisplay. Dass Face ID Touch ID ganz ablöst, halte ich für unwahrscheinlich, weil der Sensor dafür zugeklappt wie aufgeklappt arbeiten müsste. Apple soll bereits Prototypen mit Face ID testen. Ausschließen will ich das nicht, fest damit rechnen aber auch nicht. Schön wäre es, und die nächsten Berichte dazu werde ich genau verfolgen.
Die Aktionstaste habe ich schneller vergessen als gedacht
Auf meinen Pro-Max-Modellen lag nur Shazam auf der Aktionstaste. Am Duo starte ich Shazam jetzt über ein Steuerelement auf dem Sperrbildschirm, das rechts unten über der Kamera sitzt. Anfangs war das komisch, inzwischen habe ich mich daran gewöhnt.

Die Kamerasteuerung nutze ich am 18 Pro Max kaum. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn Apple beim Duo die Kamerasteuerung gestrichen hätte statt der Aktionstaste, oder wenn sie deren Funktion übernehmen könnte. Genau so soll es laut einem Leak beim iPhone 20 kommen, bei dem die Aktionstaste in der Kamerasteuerung aufgehen soll.
Kamera und FaceTime: Hier greife ich zum 18 Pro Max
Zum Fotografieren greife ich inzwischen öfter zum 18 Pro Max. Ich bin es gewohnt, mit dem Pro Max zu fotografieren, und es hat mehr zu bieten, vor allem den optischen Zoom. Den nutze ich gern mal, und da ist das Duo mau. Dabei bin ich nicht einmal der Typ, der das Maximum aus einer Kamera holt.
| Kamera | iPhone Duo | iPhone 18 Pro Max |
|---|---|---|
| Hauptkamera | 48 MP, 26 mm, ƒ/1.6 | 48 MP, 24 mm, variable Blende ƒ/1.48 bis ƒ/4.0 |
| Zoom | 2x aus der Hauptkamera | 4x-Tele mit 48 MP, bis 8x in optischer Qualität |
| Frontkamera | außen 12 MP, innen Kamera unter dem Display mit ƒ/1.8 | 18 MP |
Deutlicher merke ich den Unterschied bei FaceTime. Das Außendisplay ist mir für Videoanrufe zu klein, und die Kamera hinter dem Innendisplay liefert zu schlechte Bilder. Für FaceTime nehme ich deshalb eigentlich immer das 18 Pro Max, außer ich telefoniere gleich am iPad Pro.
Zugeklappt: Außendisplay und Bedienung mit einer Hand
Am Außendisplay fehlt mir nichts vom Pro Max. Rund 95 Prozent der Zeit nutze ich ohnehin das große Display, das Außendisplay nur für einen kurzen Blick auf neue Nachrichten oder abends im Bett. Always-On gibt es dort genauso.
Zugeklappt bediene ich das Duo einhändig ohne Probleme. Ich bin Linkshänder, mache aber das meiste mit rechts, und dort liegt es bequem in der Hand, jede Stelle des Displays ist erreichbar. Nehme ich danach das Pro Max in die Hand, wirkt es auf einmal auffällig schmal und lang.
Zum Test habe ich das Duo eine Weile in der linken Hand gehalten. Auch dort liegt es bequem und lässt sich einwandfrei bedienen. Wer links hält, sollte zusätzlich den linken Mittelfinger für Touch ID hinterlegen, um flexibel zu sein.
MagSafe-Zubehör: Wallets nein, Ladestationen ja
Beim Zubehör trifft es bei mir die MagSafe-Wallets. Dockt eine Wallet an der optimalen Stelle an, steht sie wegen der kürzeren Bauform unten über, damit sind alle meine Wallets am Duo nutzlos. Wie Zubehörhersteller auf das neue Format reagieren, wird spannend.

Meine Ladestationen von Nomad funktionieren dagegen normal weiter. Auf der Base One Max liegt das Duo flach auf und lädt wie jedes andere iPhone. Die Base One Max gibt es inzwischen nicht mehr zu kaufen, Nomad ist auf die stehende Stand One Max umgestiegen, mit der sich StandBy nutzen lässt. Auch dort hält das zugeklappte Duo problemlos, die Magneten sind stark genug.
Das 18 Pro Max ist mein Gerät für Betas
Das 18 Pro Max hat bei mir eine feste Aufgabe: Darauf laufen die Betas, über die ich berichte. Außerdem nutze ich es zum Schreiben von Nachrichten und für Anrufe, denn jedes der beiden Geräte hat seine eigene Nummer. Täglich dabei habe ich beide nur in bestimmten Fällen.
Beim Wechsel vom 17 Pro Max aufs Duo ist die eSIM mit meiner Nummer per Schnellstart mit umgezogen. Das System fragt beim Einrichten, ob man die Nummer mitnehmen will, und die Übertragung geht schnell. Ich bin bei der Telekom und mache das bei jedem Gerätewechsel so, für mich ist das fast einfacher als das Hantieren mit SIM-Fach und Nadel. Der Umzug beim Schnellstart ist dabei nur einer von mehreren Wegen, eine eSIM auf dem iPhone einzurichten.
Für wen sich der Wechsel vom Pro Max lohnt
Face ID und die Aktionstaste habe ich anfangs vermisst, bin aber schneller darüber hinweggekommen als gedacht. Das liegt am Innendisplay: zwei Apps in Split View, ein komplett umgebauter Home-Bildschirm und vor allem lange Texte, für die ich nicht mehr zum iPad Pro oder MacBook wechsle. Zum ersten Mal seit Jahren macht mir ein iPhone wieder richtig Spaß, weil Formfaktor und Möglichkeiten neu sind.
Einem Pro-Max-Nutzer ohne Zweitgerät würde ich trotzdem meistens vom Wechsel abraten. Ein iPhone kauft man für mehrere Jahre, und wer die Kamera voll ausnutzt, ist mit dem Duo falsch bedient. Wer vor allem das große Display will, um produktiver zu arbeiten, und dafür bisher ein iPad mitträgt, bekommt dagegen einen Gamechanger und muss nur noch ein Gerät mitnehmen.
Zu Versicherungen rate ich normalerweise nicht. Beim Duo würde ich aber über AppleCare nachdenken, dafür ist es zu teuer, wie die Reparaturkosten beim iPhone Duo zeigen.
Würdest du für das große Display auf Face ID und die Telekamera verzichten, oder ist das langsamere Bezahlen mit Apple Pay für dich schon ein Ausschlusskriterium? Erzähl uns in den Kommentaren, welcher Nachteil bei dir am schwersten wiegt.





