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Seit dem Verkaufsstart liegt das iPhone Duo bei mir auf dem Tisch, nicht als Leihgerät, sondern selbst gekauft und als neues Hauptgerät. Nach Jahren mit der Pro-Max-Reihe ist das ein echter Wechsel. Manches hat mich überrascht, anderes braucht Gewöhnung.
Ich habe das iPhone Duo in Sternenweiß mit 1 TB am 23. Oktober im Apple Store abgeholt, kurz nach Mittag. Eine Schlange gab es zu dem Zeitpunkt nicht mehr, der Store war ausverkauft und die Warteschlange hatte sich aufgelöst. Die Abholung war mir lieber als die Lieferung: Ich wollte am ersten Verkaufstag sicher ein Gerät haben und nicht auf den Paketdienst warten. Mit 1 TB liegt mein Modell in der zweithöchsten Speicherstufe des iPhone Duo, das es mit 256 GB bis 2 TB gibt.
Mein bisheriges Hauptgerät war das iPhone 17 Pro Max, als Zweitgerät nutze ich seit September das iPhone 18 Pro Max.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Scharnier geht leicht auf, hält aber jede Zwischenstellung stabil und schnappt beim Zuklappen satt zu.
- Den Falz sehe ich vor allem bei hellem Licht auf dunklen Inhalten, im Arbeitsfluss übersehe ich ihn.
- Rund 95 Prozent der Zeit nutze ich das große Innendisplay, die matte Nanotextur ist mein persönliches Highlight.
- Die Lautsprecher klingen für die dünne Bauform überraschend gut, das 18 Pro Max bleibt aber lauter und kräftiger.
- Touch ID ist nach Jahren mit Face ID die größte Umstellung.
Einrichtung in zwei bis drei Stunden
Die Übertragung vom 17 Pro Max lief über den Schnellstart per iCloud, das Duo hing dabei am Ladekabel. Ohne Kabel hätte es nach meinem Eindruck länger gedauert. Vom Start der Übertragung bis alle Apps wieder geladen waren, vergingen etwa zwei bis drei Stunden.
Probleme gab es keine. Die Dauer hängt vor allem an der Datenmenge, und auf meinem Hauptgerät war entsprechend viel drauf.
Schwerer als das 17 Pro Max, gleichauf mit dem 18 Pro Max
Zugeklappt merke ich das Gewicht. Das Duo ist etwas schwerer als mein 17 Pro Max, gegenüber dem 18 Pro Max spüre ich dagegen keinen Unterschied. Laut Apple liegen beide nur fünf Gramm auseinander.
| iPhone Duo (zugeklappt) | iPhone 18 Pro Max | |
|---|---|---|
| Gewicht | 254 g | 249 g |
| Dicke | 11,3 mm | 8,75 mm |
Die Dicke macht den Unterschied in der Tasche. Zugeklappt fühlt sich das Duo an wie ein dickes Sandwich, und so wird es nun einmal transportiert. Aufgeklappt wirkt es dagegen leichter, als es ist, weil sich das Gewicht auf die größere Fläche verteilt.
Mich stört das wenig, weil ich seit Jahren große iPhones nutze und am Telefon viel arbeite. Wer bisher kleine und leichte Modelle gewohnt ist, dürfte sich deutlich schwerer umgewöhnen.
Scharnier: leichter Widerstand, fester Halt
Das Scharnier lässt sich ohne Kraftaufwand öffnen und schließen. Ein leichter Widerstand ist spürbar, das wirkt wertig. Jede Zwischenstellung hält bisher bombenfest, egal wie weit ich das Gerät öffne.
Geräusche macht es nur beim Zuklappen, und dieses Zuschnappen hat etwas Befriedigendes. Einhändig geht das Öffnen, mit zwei Händen fühlt es sich aber sicherer an. Ob das Scharnier mit der Zeit nachgibt, kann ich nach ein paar Tagen natürlich noch nicht sagen.
Der Falz: da, aber unauffälliger als erwartet
Den Falz gibt es, sichtbar wie fühlbar. Am deutlichsten sehe ich ihn bei hellem Licht auf dunklen Inhalten, etwa auf einem schwarzen Ladebildschirm. Im Vergleich zu Faltgeräten anderer Hersteller fällt er mir aber weniger auf, als ich erwartet hatte.
Mit dem Finger spüre ich ihn ebenfalls. Sobald ich arbeite, vergesse ich ihn trotzdem. Apples Hardware-Manager Tom Marieb hatte versprochen, dass die matte Oberfläche den Falz auch langfristig unauffällig halten soll, und gesagt, man solle Apple beim Wort nehmen. Zudem lässt sich die Deckschicht des Innendisplays austauschen.
Fast immer aufgeklappt
Ich habe mich dabei ertappt, wie ich das Duo fast immer aufklappe. Das Außendisplay nutze ich zum Nachsehen, wer mir schreibt, und für kurze Antworten oder einen schnellen Blick in die Mails. Sobald es mehr wird, klappe ich auf, unterm Strich in rund 95 Prozent der Zeit.

Das liegt vor allem am Schreiben. Hochkant tippt es sich auf dem Innendisplay so bequem, dass ich darauf problemlos lange Texte schreiben könnte. Quer mit geteilter Tastatur geht es genauso gut, diese Variante wird gerade zu meinem Favoriten.
Mein persönliches Highlight ist das Innendisplay selbst. Die Nanotextur macht die Oberfläche matt und nimmt Spiegelungen deutlich zurück. Das zahlt sich vor allem draußen bei hellem Umgebungslicht aus.
Lautsprecher: besser als gedacht
Die Lautsprecher haben mich überrascht. Für ein so dünnes Gehäuse klingen sie gut, Apple verbaut Stereolautsprecher. Das wirft für mich die Frage auf, warum das iPhone Air nur einen Lautsprecher bekommen hat.
Im direkten Vergleich ist das 18 Pro Max allerdings lauter und klingt kräftiger.
Touch ID: die größte Umstellung
Face ID nutze ich seit dem ersten Gerät, das es hatte. Entsprechend oft schaue ich das Duo noch erwartungsvoll an und warte, dass es sich entsperrt, bis mir einfällt, dass ich den Finger auf die Seitentaste legen muss. Ein Abschied von Face ID ist das für mich nicht, das 18 Pro Max bleibt ja im Einsatz.
Gut klappt das Entsperren mit der Apple Watch. Damit fühlt es sich fast an wie Face ID und geht schnell. Ich trage die Watch bisher nicht durchgehend, das könnte sich mit dem Duo ändern.
Apps und Folio
Manche Apps sehen auf dem großen Display noch nicht gut aus. Ein echtes Problem ist das für mich nicht. Bei jedem neuen Formfaktor mussten Apps erst nachziehen, und beliebte Apps dürften bald so weit sein. Notion, das ich viel nutze, ist bereits voll an das Duo angepasst.

Ich habe alle vier Hüllen von Apple gekauft und nutze hauptsächlich das Folio. Eigentlich wollte ich das Duo ohne Hülle verwenden, aber der Aufsteller des Folio ist so praktisch, dass es fast immer dran bleibt. Davon profitiert auch Standby auf dem iPhone Duo. Die Cases sind dagegen nicht meins, damit sieht das Gerät für mich nach Outdoor-Ausrüstung aus.
Hauptgerät, aber nicht allein
Das Duo bleibt mein Hauptgerät, das steht nach den ersten Tagen fest. Das große Display, das Tippen und das matte Innendisplay verändern, wie ich das iPhone nutze, und genau deshalb klappe ich es fast immer auf. Gewicht und Dicke nehme ich dafür in Kauf, weil ich große Geräte ohnehin gewohnt bin.
Das 18 Pro Max möchte ich trotzdem nicht missen. Es ist lauter, entsperrt per Face ID und ist flacher als das zugeklappte Duo. In diesen Punkten ist das Duo keine Weiterentwicklung.
Die größte Einschränkung sehe ich bei der Kamera. Wer viel per FaceTime telefoniert, dürfte sich an der schwächeren Innenkamera stören und eher zugeklappt telefonieren. Die Bauweise eröffnet neue Möglichkeiten, aber wer die Pro-Kamera gewohnt ist und schätzt, geht mit dem Duo einen großen Kompromiss ein. Ich kann das auffangen, weil ich das 18 Pro Max weiter nutze, doch die meisten werden nicht beide Geräte haben.
Wer ein Gerät mit Face ID will, das auch in der Tasche flach bleibt, ist mit der Pro-Reihe weiter gut bedient. Wer viel am iPhone schreibt und liest, bekommt mit dem Duo etwas, das es bei Apple bisher nicht gab. Weitere Meldungen und Anleitungen zum Gerät bündelt die Seite zum iPhone Duo.
Hast du dein iPhone Duo schon in der Hand, und klappst du es auch fast immer auf, oder reicht dir im Alltag das Außendisplay? Schreib uns in den Kommentaren, wie oft du das große Display tatsächlich nutzt.





