Das iPhone Fold gilt seit Jahren als eines der spannendsten, aber auch widersprüchlichsten Projekte im Apple-Umfeld. Während andere kommende Modelle bereits Monate vor Marktstart durch detaillierte Leaks auffallen, bleibt es rund um das faltbare iPhone ungewöhnlich still. Wenn das iPhone Fold tatsächlich 2026 erscheinen soll, wäre genau jetzt der Zeitpunkt, an dem erste klare Produktionshinweise auftauchen müssten. Doch bislang fehlt davon jede Spur.
Skepsis gegenüber dem iPhone Fold ist nicht neu. Zwar gab es bereits Leaks zu Komponenten des iPhone 18 Pro, doch beim faltbaren iPhone sieht die Lage völlig anders aus. Das wirkt merkwürdig, besonders wenn man den typischen Ablauf in Apples Lieferkette kennt.
Ein Leaker mit guter Erfolgsbilanz meldete kürzlich, dass die Testproduktion des iPhone 18 Pro begonnen hat. Das passt zum üblichen Zeitplan für ein Gerät, das im Herbst erscheinen soll. Gleichzeitig tauchten ein durchgesickertes Selfie-Kameramodul sowie Hinweise auf eine mögliche Verkleinerung der Dynamic Island auf. Auch Gerüchte zu neuen Farben sind bereits im Umlauf.
Das iPhone Fold wurde in diesem Zusammenhang nicht erwähnt.
Bis zum heutigen Tag, dem 24. Februar 2026, sind keine physischen Leaks zum iPhone Fold aufgetaucht. Keine Bauteile, keine Gehäuse-Dummys, keine Produktionsformen. Für ein Gerät, das angeblich 2026 kommen soll, ist das ungewöhnlich.
Entwicklungsphasen: Vom Prototyp bis zur Serienfertigung
Bisher stammen alle Informationen zum iPhone Fold aus frühen Entwicklungsstadien. Die bekannten Details gehen auf EVT-Tests (Engineering Validation Testing) und Prototypen zurück. Dabei wurden verschiedene Maße, Diagramme und Funktionsgerüchte bekannt. Solche Informationen entstehen, weil Apple physische Prototypen für Tests herstellen muss.
Ein Gerücht über einen ersten Produktionsprototypen des iPhone Fold tauchte im Juli 2025 auf. Das war vergleichsweise früh. Umso auffälliger ist, dass seitdem keine finalen Produktionseinheiten oder seriennahen Komponenten durchgesickert sind. Apples Entwicklungsprozess folgt klaren Phasen:
- EVT (Engineering Validation Testing): Technische Validierung früher Prototypen
- DVT (Design Validation Testing): Prüfung des finalen Designs
- PVT (Production Validation Testing): Validierung der Serienproduktion
Erst in der PVT-Phase tauchen üblicherweise die bekannten physischen Leaks auf. Fotos von Komponenten, Chassis-Dummys oder Produktionsformen stammen typischerweise aus dieser Phase, wenn die Lieferkette hochgefahren wird.
Beim iPhone 18 Pro scheint diese Phase begonnen zu haben. Beim iPhone Fold gibt es keinerlei Anzeichen dafür.
Das schrumpfende Zeitfenster für 2026
Soll das iPhone Fold im Herbst 2026 erscheinen, müsste die Massenproduktion spätestens im Juni oder Juli anlaufen. Nur so kann die Nachfrage zum Marktstart gedeckt werden.
Zwar könnte sich der Produktionsbeginn aufgrund des erwarteten hohen Preises und einer vermutlich geringeren Nachfrage etwas verzögern, doch das Zeitfenster schließt sich schnell.
Ein Vergleich verdeutlicht die Situation: Bereits bis März 2025 existierten Fotos von Produktionsformen, der Kameraleiste, detaillierten Schaltplänen, CAD-Dateien und sogar Dummy-Modellen des iPhone Air. Beim iPhone Fold ist nichts Vergleichbares aufgetaucht.
Beim iPhone 18 Pro lässt sich das Fehlen größerer Design-Leaks einfacher erklären. Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max werden voraussichtlich weitgehend das Design des iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max übernehmen. Die wichtigsten Änderungen – etwa eine mögliche rote Farbvariante oder das neue Selfie-Kameramodul – sind bereits durchgesickert.
Gerade deshalb wirkt es umso auffälliger, dass das deutlich stärker differenzierte iPhone Fold keine vergleichbaren Leaks aufweist.
Verzögerung oder Strategiewechsel?
Während viele Beobachter auf das unvermeidliche Auftauchen von Komponenten oder Dummy-Modellen warten, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst Gerüchte über eine Verzögerung auftauchen. Hinweise auf mögliche Verzögerungen gibt es bereits.
Seit mindestens 2021 berichten Quellen aus der Lieferkette von internen Diskussionen über das Design des ersten faltbaren Apple-Geräts. Teilweise hieß es, Apple habe faltbare Geräte ganz aufgegeben. Andere Berichte behaupteten, Apple arbeite zunächst an einem großen faltbaren Mac.
Diese widersprüchlichen Aussagen könnten darauf hindeuten, dass Apple mehrere Prototypen parallel entwickelt und unterschiedliche Ansätze getestet hat. Möglich ist, dass die vergangenen Jahre vor allem der Suche nach einer tragfähigen Produktstrategie für faltbare Geräte dienten. Aktuell verdichten sich die Erwartungen auf folgende mögliche Produktlinie:
- iPhone Fold im Herbst
- ein iPhone Flip-Modell
- ein faltbares großes iPad
- ein faltbares 20-Zoll-MacBook
Voraussetzung ist allerdings, dass Apple die Kategorie weiterhin aktiv verfolgt.
Konkurrenz im eigenen Haus: Spatial Computing
Technologisch sind faltbare Geräte zweifellos interessant. Sie ermöglichen, Smartphone und Tablet in einem Gerät zu vereinen. Ein aufgeklapptes iPhone im Format eines iPad mini könnte Software flexibler nutzbar machen, Spiele-Emulation ermöglichen und mit Funktionen wie Stage Manager auf einem externen Display mehrere Geräte ersetzen.
Doch innerhalb Apples existiert eine andere strategische Richtung: Spatial Computing.
Mit Apple Vision Pro hat das Unternehmen eine neue Kategorie eröffnet. Auch wenn sich diese Technologie noch in einer frühen Phase befindet, deutet vieles darauf hin, dass Apple langfristig stärker auf räumliches Computing setzt.
Faltbare Geräte wirken in diesem Kontext fast wie eine Übergangslösung. Sie kombinieren zwei Gerätekategorien, bringen aber Kompromisse mit sich:
- dickeres Gehäuse
- mechanisch anfällige Bauteile
- potenziell eingeschränkte Kamerafunktionen
- sichtbare Display-Falz
- unklare Unterstützung für Apple Pencil
Die bekannte „Toaster-Kühlschrank“-Analogie von Steve Jobs beschreibt genau dieses Problem: Ein kombiniertes Produkt kann zwei Funktionen abdecken, überzeugt aber in keiner vollständig.
Löst das iPhone Fold ein aktuelles Problem?
Der Smartphone-Markt ist ausgereift. Tablets haben eine feste Rolle. Viele Nutzer kommen mit einem iPhone und einem iPad mini gut zurecht.
Ein iPhone Fold würde beide Geräte in einem Formfaktor vereinen. Gleichzeitig könnte es teurer sein als ein iPhone plus iPad mini. Hinzu kommen mögliche Kompromisse bei Dicke, Gewicht und Kameraqualität.
Während Spatial Computing die Grenzen physischer Displays langfristig auflösen könnte, bleibt das faltbare Konzept ein physischer Ansatz zur Gerätekombination. Ob dieser Ansatz nachhaltig ist oder lediglich eine technische Spielart darstellt, ist offen.
Die Zeit läuft für das iPhone Fold
Wenn das iPhone Fold 2026 erscheinen soll, müssten bald erste seriennahe Leaks auftauchen. Bislang fehlen sämtliche Anzeichen für eine laufende Produktionsvalidierung oder Massenfertigung. Drei Szenarien erscheinen realistisch:
- Apple schützt das Projekt außergewöhnlich effektiv vor Leaks.
- Der Marktstart verzögert sich.
- Das Unternehmen verschiebt den Fokus langfristig stärker auf Spatial Computing.
Das Zeitfenster für eine Veröffentlichung im Jahr 2026 ist noch nicht vollständig geschlossen, doch es wird enger. Solange keine konkreten Produktionshinweise auftauchen, bleibt das iPhone Fold eines der unklarsten und zugleich spannendsten Projekte im Apple-Portfolio. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: FrontPageTech x Asherdipps)
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