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iPhone Fold: Flüssigmetall-Scharnier und Titan-Gehäuse

Milan Jovicic by Milan Jovicic
14. Januar 2026 - 19:21 CET
in Apple Gerüchte
0
Konzeptdesign des iPhone Ultra im aufgeklappten Zustand mit großem Innendisplay

Bild: FrontPageTech x Asherdipps

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Das iPhone Fold gilt als eines der am meisten erwarteten Apple-Produkte des Jahres. Neue Informationen aus der Lieferkette liefern nun konkrete Hinweise darauf, welche Materialien Apple für sein erstes faltbares iPhone einplant. Im Mittelpunkt stehen Flüssigmetall für das Scharnier sowie eine weiterentwickelte Titanlegierung für das Gehäuse. Beide Entscheidungen zielen klar auf Haltbarkeit, Stabilität und Gewichtsoptimierung ab.

Apple ist bekannt dafür, neue Produktkategorien nicht als Erster zu besetzen, sondern erst dann einzusteigen, wenn Technik und Materialien den eigenen Qualitätsansprüchen genügen. Beim iPhone Fold scheint genau dieser Ansatz verfolgt zu werden. Statt bestehende Lösungen zu übernehmen, setzt Apple offenbar auf Werkstoffe, mit denen das Unternehmen sich bereits seit vielen Jahren beschäftigt, die bislang aber kaum sichtbar zum Einsatz kamen.

Flüssigmetall als Basis für das Scharnier

Laut dem koreanischen Naver-Nutzer „yeux1122“, der sich auf eine Quelle aus der Materialbranche beruft, soll das Scharnier des iPhone Fold aus Flüssigmetall bestehen. Dabei handelt es sich um ein amorphes Metall ohne kristalline Struktur. Diese Eigenschaft sorgt für eine besonders hohe Festigkeit und dafür, dass sich das Material auch bei dauerhafter Belastung kaum verformt.

Apple arbeitet bereits seit über 15 Jahren mit Flüssigmetall. Die Grundlage dafür wurde 2010 mit einer Vereinbarung mit Liquidmetal Technologies geschaffen. Apple erhielt damals eine unbefristete, weltweite und vollständig bezahlte exklusive Lizenz zur Nutzung von Liquidmetal-Technologien im Bereich der Unterhaltungselektronik.

In der Praxis wurde Flüssigmetall bislang nur für kleine Bauteile wie das SIM-Auswurfwerkzeug von iPhone und iPad verwendet. Der Grund dafür lag vor allem in der schwierigen Skalierbarkeit des Materials für größere Komponenten. Trotz wiederholter Verlängerungen und Anpassungen der Vereinbarung blieb der Einsatz auf Nischenanwendungen beschränkt. Gleichzeitig tauchte Flüssigmetall über Jahre hinweg immer wieder in Apple-Patenten und Gerüchten auf.

Gerade für faltbare Geräte bietet das Material jedoch klare Vorteile. Flüssigmetall widersteht dauerhafter Biegung, hält wiederholten mechanischen Belastungen stand und besitzt ein federartiges Verhalten. Diese Eigenschaften sind für Scharniere entscheidend, da sie bei jedem Öffnen und Schließen des Geräts beansprucht werden. Aus diesem Grund untersuchte Apple Flüssigmetall in Patenten gezielt für Scharniere und andere bewegliche Bauteile.

Weiterentwickeltes Titan für das Gehäuse

Neben dem Scharnier soll auch das Gehäuse des iPhone Fold auf einer neuen Materialbasis stehen. Geplant ist laut Bericht ein überarbeitetes Titanmaterial, das gegenüber den bisherigen Titanrahmen der iPhones eine höhere Festigkeit bietet und gleichzeitig das Gesamtgewicht reduziert. Die äußere Oberfläche soll dabei nahezu unverändert bleiben.

Titan besitzt grundsätzlich ein besseres Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht als Aluminium oder Edelstahl. Bei faltbaren Smartphones entstehen jedoch zusätzliche Anforderungen. Die größere Bauform und das zentrale Scharnier machen eine präzise Gewichtskontrolle notwendig, insbesondere im Bereich der Faltmechanik. Anpassungen an der Titanlegierung selbst sowie am Herstellungsprozess könnten diese Probleme gezielt adressieren.

Das iPhone Fold dürfte bereits Apples vierter Anlauf sein, Titan in einem iPhone-Gehäuse einzusetzen. Diese Erfahrung über mehrere Generationen hinweg gibt dem Unternehmen ausreichend Spielraum, die Legierungszusammensetzung gezielt zu optimieren, um Eigenschaften wie Stabilität, Leichtigkeit und Widerstandsfähigkeit weiter zu verbessern.

Erwartete Ausstattung des iPhone Fold

Neben den Materialien gibt es auch erste konkrete Gerüchte zur technischen Ausstattung des iPhone Fold. Das Gerät soll ein breites, buchähnliches Faltdesign erhalten. Im aufgeklappten Zustand ist ein 7,8 Zoll großes Innendisplay im Gespräch, ergänzt durch ein 5,5 Zoll großes Außendisplay.

Besonders auffällig ist das Gerücht um ein nahezu faltenfreies Display. Genau dieser Punkt gilt bei aktuellen Foldables als eine der größten Schwächen. Apple könnte hier mit der Kombination aus Scharnierkonstruktion und Displaytechnik einen neuen Standard setzen.

Angetrieben werden soll das iPhone Fold vom A20-Chip sowie von Apples eigenem C2-Modem. Auf der Rückseite werden zwei Kameras erwartet. Zudem soll Touch ID zum Einsatz kommen, vermutlich integriert in den Power-Button, was Platz im Inneren des Geräts spart und besser zu einem faltbaren Design passt.

Möglicher Marktstart

Aktuellen Berichten zufolge soll das iPhone Fold im Herbst dieses Jahres erscheinen. Der Marktstart soll gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max erfolgen. Sollte sich dieser Zeitplan bestätigen, würde Apple den Foldable-Markt bewusst spät betreten, dafür aber mit einer technisch stark ausgereiften Lösung.

Das iPhone Fold als technisch ausgereifte Lösung

Das iPhone Fold zeichnet sich nach aktuellem Stand weniger durch spektakuläre Experimente als durch einen klaren Fokus auf Materialien und Haltbarkeit aus. Flüssigmetall für das Scharnier und eine optimierte Titanlegierung für das Gehäuse zeigen, dass Apple bekannte Schwachstellen faltbarer Smartphones gezielt angeht. Sollte Apple diese Konzepte wie geplant umsetzen, könnte das iPhone Fold einen wichtigen Referenzpunkt für die nächste Generation faltbarer Geräte setzen. (Bild: FrontPageTech x Asherdipps)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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