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Ein Display, das sich zum Sprecher dreht, nirgends anstößt und das Licht einschaltet, sobald jemand den Raum betritt: Ein zweiter Bericht beschreibt das größere HomeView-Modell genauer als bisher. Der Preis von rund 1.000 Dollar steht seit über zwei Jahren im Raum. Neu ist, dass Apple intern noch darüber streiten soll, was die erste Generation überhaupt können darf.
Mitte Oktober hatte Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, dass Apple über der aktuellen HomeView ein größeres Modell mit Roboterarm plant. Jetzt legt Aaron Tilley von The Information mit einem Bericht über Apples mühsamen Weg zum ersten Roboter nach.
Tilley berichtet für The Information über Apple und stützt sich auf ungenannte Quellen mit Einblick in die Entwicklung. Dieselbe Redaktion lag im Januar daneben, als sie für die erste HomeView eine drehbare Roboterbasis meldete. Display und Zeitraum decken sich diesmal mit Gurmans Angaben, die internen Konflikte stehen dagegen erstmals in einem Bericht.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Gerät soll ein 9-Zoll-Display auf einem schwenkbaren Arm tragen und an den iMac G4 oder Pixars Lampenmaskottchen erinnern.
- Kamera und Sensoren sollen es seine Umgebung erfassen und selbstständig handeln lassen.
- Apple soll einen Start 2027 für rund 1.000 Dollar in den USA anpeilen, möglicherweise wird es aber 2028.
- Intern soll umstritten sein, welche Softwarefunktionen in die erste und welche in eine zweite Generation kommen.
Ein Display, das mitdenkt
Laut dem Bericht hat ein Prototyp ein 9-Zoll-Display auf einem schwenkbaren Arm. Optisch soll das Gerät an Apples alten iMac G4 erinnern oder an die Lampe aus dem Pixar-Logo. Wie die aktuelle HomeView soll es FaceTime und die übrigen Grundfunktionen beherrschen.
Der Unterschied liegt in der Autonomie: Mit Kamera und Sensoren soll das Gerät laut The Information „seine Umgebung vollständig erfassen und selbstständig handeln“. Als Beispiele nennt der Bericht, dass es das Licht einschaltet, wenn jemand den Raum betritt, oder eine Katze auffordert, vom Tisch zu gehen. Außerdem soll es nicht versehentlich gegen Gegenstände in seiner Umgebung stoßen.
Streit um die Software
Die Hardware soll laut dem Bericht seit etwa zwei Jahren weitgehend feststehen. Offen ist offenbar die Software: Tilley schreibt von internen Meinungsverschiedenheiten darüber, welche Funktionen das erste Modell bekommt und welche auf eine zweite Generation warten, über die Apple bereits spricht.
Daran hängt auch der Zeitplan. Apple soll einen Start im Jahr 2027 anpeilen, das Gerät könnte aber erst 2028 bereit sein.
| Angabe | Bloomberg, Oktober 2026 | The Information, November 2026 |
|---|---|---|
| Display | rund 9 Zoll, um 360 Grad drehbar | 9 Zoll auf schwenkbarem Arm |
| Zeitraum | 2027 oder 2028 | Ziel 2027, eventuell 2028 |
| Preis | – | rund 1.000 Dollar (USA) |
| Autonomie | dreht sich zur sprechenden Person | erfasst die Umgebung, handelt selbstständig |
Zwei Redaktionen beschreiben damit dasselbe Gerät mit übereinstimmenden Eckdaten. Als unabhängige Bestätigung taugt das nur bedingt, weil sich beide auf ungenannte Quellen stützen. Einen offiziellen Namen gibt es nicht, Bezeichnungen wie HomeView Max oder HomeView Ultra sind bislang Vermutungen.
Apples übrige Roboter-Pläne
Der Tischroboter ist laut dem Bericht nicht Apples einziges Robotik-Projekt. Apple soll auch einen Roboter auf Rädern erkundet haben, der seinem Nutzer durch die Wohnung folgt, dazu ein fliegendes Gerät für den Innenraum und einen Roboter, der Wäsche faltet. Damit reiht sich der Bericht in eine längere Liste von Roboter-Projekten bei Apple ein.
Der Preis bleibt, alles andere wandert
Rund 1.000 Dollar als Preisziel nannte Gurman schon im August 2024. Seitdem ist das Display von rund 7 auf 9 Zoll gewachsen, der Start pendelt zwischen 2027 und 2028, und aus dem KI-Tischroboter für 2027 ist ein Modell der HomeView-Reihe geworden. Die aktuelle HomeView kostet in den USA ab 299 Dollar, das Robotermodell läge beim gut Dreifachen.
Ich halte den Streit um die Software für die wichtigste Neuigkeit. Wenn die Hardware seit zwei Jahren steht und der Zeitplan trotzdem wackelt, liegt der Engpass offenbar in dem, was das Gerät selbstständig entscheiden soll.
Für Käufer in Deutschland ist das Robotermodell damit doppelt weit weg. Schon die aktuelle HomeView kommt am 13. November ohne die EU in den Handel, auch die Schweiz fehlt auf der Startliste. Ich gehe davon aus, dass Apple sich mit der EU einigt und die HomeView irgendwann auch hierzulande verkauft, wie lange das dauert, ist aber kaum abzuschätzen. Ein Gerät, das mit Kamera und Sensoren selbstständig auf seine Umgebung reagiert, dürfte zudem eigene Hürden mitbringen. Bis das Robotermodell bei uns ankommt, kann es deshalb deutlich länger dauern als in den USA.
Würdest du einem Gerät vertrauen, das selbst entscheidet, wann es das Licht einschaltet oder die Katze vom Tisch schickt, oder soll so etwas nur auf Befehl reagieren? Schreib uns in den Kommentaren, wie viel Selbstständigkeit du einer Smart-Home-Zentrale zugestehen würdest.





