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A20 Pro: Leak nennt 18 Prozent mehr Leistung

Milan Jovicic by Milan Jovicic
18. August 2026 - 00:32 CEST
in Apple Gerüchte
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Untere Kante eines orangefarbenen iPhone 17 Pro Max, dessen Nachfolger den A20 Pro erhalten soll

Das iPhone 17 Pro Max mit A19 Pro – der Nachfolger soll spürbar zulegen. (Bild: Apfelpatient)

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Ein chinesischer Leaker beziffert am Wochenende, was Apples kommender Spitzenchip bringen soll: 18 Prozent mehr Tempo und 30 Prozent bessere Effizienz gegenüber dem A19 Pro. Beide Werte decken sich auffällig genau mit den Angaben, die der Fertiger TSMC selbst veröffentlicht hat.

Der A20 Pro wird im September in iPhone 18 Pro und iPhone Ultra stecken und ist Apples erster Chip aus TSMCs 2-Nanometer-Fertigung. Konkrete Leistungszahlen gab es bislang nicht – ein geleaktes Bild hatte Ende Juni lediglich auf einen Leistungsschub hingedeutet. Nun liegen erstmals Prozentangaben vor. Bestätigt ist davon nichts, und die Zahlen werfen eine eigene Frage auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Weibo-Konto Fixed Focus Digital nennt unter Berufung auf Zulieferquellen 18 Prozent mehr Leistung und 30 Prozent bessere Effizienz.
  • Der A20 Pro ist Apples erster Chip in TSMCs 2-Nanometer-Verfahren, dazu kommt ein neues Gehäuseverfahren namens WMCM.
  • TSMC selbst nennt für dieses Verfahren 10 bis 15 Prozent mehr Tempo oder 25 bis 30 Prozent weniger Verbrauch – entweder, nicht beides.
  • Für die zweite Ausbaustufe des Verfahrens gibt TSMC exakt 18 Prozent an.
  • Dieselbe Quelle lag in der Vergangenheit mehrfach daneben, zuletzt bei den Displays von iPhone 17 und iPhone Air.

Was der Leak genau sagt

Die Angaben stammen von Fixed Focus Digital, einem auf Weibo aktiven Konto, das sich auf Kontakte in der Zulieferkette beruft. Gegenüber dem A19 Pro soll der neue Chip 18 Prozent schneller arbeiten und dabei 30 Prozent effizienter sein.

Eine Aufschlüsselung fehlt. Apple selbst weist die Zuwächse üblicherweise getrennt für Hauptprozessor, Grafikeinheit und Neural Engine aus, und diese Werte fallen selten gleich aus. Eine einzelne Prozentzahl für den ganzen Chip ist deshalb eine Vereinfachung, deren Bezugspunkt offenbleibt.

Warum die Zahlen bekannt vorkommen

Hier lohnt der Abgleich mit dem Fertiger. TSMC gibt für sein N2-Verfahren gegenüber dem bisherigen N3E offiziell 10 bis 15 Prozent mehr Leistung bei gleichem Verbrauch an – oder 25 bis 30 Prozent weniger Verbrauch bei gleicher Leistung. Die beiden Werte sind Alternativen, kein Paket: Ein Chip kann den Spielraum in Tempo oder in Laufzeit umsetzen, nicht vollständig in beides.

Für die zweite Ausbaustufe N2P, die ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in Serie geht, nennt TSMC dagegen rund 18 Prozent mehr Leistung und etwa 36 Prozent weniger Verbrauch gegenüber N3E.

AngabeLeistungEffizienz
Leak zum A20 Pro+18 %+30 %
TSMC N2 gegenüber N3E+10 bis 15 %25 bis 30 % weniger Verbrauch
TSMC N2P gegenüber N3Erund +18 %rund 36 % weniger Verbrauch

Die genannten 18 Prozent treffen damit exakt TSMCs Zahl für die zweite Ausbaustufe. Das lässt zwei Deutungen zu: Entweder fertigt Apple den A20 Pro bereits in N2P – oder die Zahl stammt nicht aus der Lieferkette, sondern aus einem öffentlich einsehbaren Datenblatt.

Unsere Einschätzung fällt entsprechend vorsichtig aus: Ein Wert, der sich haargenau mit einer veröffentlichten Herstellerangabe deckt, ist als Beleg schwächer als einer, der davon abweicht. Möglich bleibt beides.

Was Apple zusätzlich beisteuern könnte

Gegen die reine Datenblatt-These spricht, dass Apple nicht allein vom Fertigungsverfahren profitiert. Der A19 Pro läuft auf einer verbesserten 3-Nanometer-Stufe, nicht auf dem N3E, gegen das TSMC rechnet – der reale Abstand fällt also kleiner aus als die Tabelle nahelegt.

Dazu kommt das neue Gehäuseverfahren WMCM, bei dem mehrere Bausteine direkt auf Waferebene zusammengefügt werden. Kürzere Wege zwischen den Komponenten wirken sich sowohl auf Tempo als auch auf Verbrauch aus, unabhängig vom Fertigungsverfahren. Und die Architektur der Rechenkerne ändert sich mit jeder Generation ohnehin.

Beides zusammen kann erklären, warum ein Chip in beiden Dimensionen zulegt, statt sich für eine entscheiden zu müssen. Belegt ist es nicht.

Wie verlässlich die Quelle ist

Das Konto hat eine gemischte Bilanz. Beim Namen des iPhone 16e lag es richtig, bei dessen Verkaufszahlen daneben. Für iPhone 17 und iPhone Air sagte es ein fest auf 120 Hertz laufendes Display ohne adaptive Bildwiederholrate voraus – ausgeliefert wurde das Gegenteil.

Dieselbe Quelle hat sich am Wochenende auch zum Marktstart des faltbaren iPhone geäußert und dort einem Bericht über einen US-Alleinstart widersprochen. Wer beide Wortmeldungen zusammen liest, sollte sie mit demselben Maß bewerten.

Was davon für dich zählt

Der praktisch interessantere Wert ist die Effizienz, nicht das Tempo. Ein Zuwachs von 18 Prozent Rechenleistung fällt im Alltag kaum auf – die Grenze liegt bei aktuellen iPhones selten am Prozessor. Eine deutlich sparsamere Recheneinheit verlängert dagegen die Laufzeit spürbar, besonders in Verbindung mit den Tempoverbesserungen, die Apple für iOS 27 angekündigt hat.

Belastbar wird die Sache im September. Apple nennt auf der Bühne eigene Zahlen, und die sind ihrerseits mit Vorsicht zu lesen: Der Vergleich läuft je nach Folie mal gegen den direkten Vorgänger, mal gegen ein drei Jahre altes Modell. Die unabhängigen Messwerte kommen erst mit den ersten Testgeräten.

Sind dir 18 Prozent mehr Rechenleistung überhaupt einen Umstieg wert, oder wäre die längere Akkulaufzeit für dich das eigentliche Argument? Schreib uns in die Kommentare, worauf du beim nächsten iPhone schaust.

  • iPhone Ultra: Widerspruch beim Marktstart, Zweifel am Namen
  • iPhone Ultra: Bericht erwartet gestaffelten Marktstart
  • iPhone 18: Kleinere Dynamic Island schon im Basismodell
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Tags: iPhoneiPhone 18iPhone 18eiPhone 2026iPhone 2027iPhone Air
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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