Nach Tab-Leiste und Sprachnachrichten-Player nimmt sich Meta nun den Bereich vor, in dem WhatsApp-Nutzer die meiste Zeit verbringen.
WhatsApp hat den Liquid-Glass-Look von Apple bereits an mehreren Stellen integriert – allerdings deutlich langsamer, als viele iPhone-Nutzer erwartet hatten. Jetzt zeigt sich, wo Meta als Nächstes ansetzt: Im Quellcode der TestFlight-Beta finden sich erste Hinweise darauf, dass auch das eigentliche Chat-Interface den glasartigen Look erhält. Damit würde der vielleicht wichtigste Bildschirm der App endlich zum neuen Designsystem passen.
Was WABetaInfo entdeckt hat
Zwar ist die Funktion noch nicht in der öffentlichen Beta verfügbar, doch WABetaInfo gelang es, den neuen Look bereits zu aktivieren. Zu sehen sind dort eine schwebende Chat-Eingabeleiste sowie eine halbtransparente Navigationsleiste mit feinen Tiefen-, Schatten- und Unschärfeeffekten. Die typischen Merkmale von Liquid Glass also – jenem Designsystem, das Apple mit iOS 26 eingeführt hat und seither nach und nach durch das System wandert.
Der Schritt ist konsequent: Die untere Navigationsleiste und Teile des Chats-Tabs hatte WhatsApp bereits im vergangenen Jahr in Liquid-Glass-Optik überarbeitet. Anfang 2026 folgte der Player für Sprachnachrichten. Die Chat-Oberfläche schließt nun eine der größten verbleibenden Lücken im Designkonzept.
Warum sich der Rollout so lange hinzieht
Schon im Oktober 2025 hatte WhatsApp begonnen, das neue Design an einzelne iOS-Nutzer auszuspielen. Doch der Rollout verlief deutlich schleppender als erwartet. Auch ein halbes Jahr später sehen viele Anwender beim Öffnen der App noch immer die alte Optik. Meta scheint die Verbreitung bewusst gedrosselt zu haben – wohl, um den neuen Look nicht in einem fragmentierten Zustand auszurollen.
Die jetzt entdeckten Codespuren passen zu dieser Strategie. Statt nur die Tab-Leiste umzustellen, dehnt WhatsApp das Designsystem zunächst auf möglichst viele Bereiche aus, bevor die breite Verfügbarkeit kommt. Wer sich also gefragt hat, warum die eigene App nach wie vor im alten Stil läuft, bekommt damit zumindest einen plausiblen Grund: Meta liefert offenbar erst dann an alle aus, wenn das neue Design konsistent über die gesamte App reicht.
Was Liquid Glass im Chat verändert
Der visuelle Unterschied zum aktuellen Design ist deutlich. Die Chat-Eingabeleiste schwebt künftig leicht über dem Hintergrund, statt fest am unteren Bildschirmrand zu kleben. Die Navigationselemente werden halbtransparent, sodass darunterliegende Inhalte leicht durchscheinen. Hinzu kommen die für Liquid Glass typischen Reflexionen und Tiefenwirkungen – Effekte, die das Interface wirken lassen, als bestünde es aus echten Glasplatten.
Funktional ändert sich dadurch nichts am Messaging selbst. Der Effekt ist rein visuell, soll aber für mehr Konsistenz mit den iOS-26-Systemoberflächen sorgen. Wer Apples neues Designsystem mag, dürfte den Schritt begrüßen. Wer Liquid Glass kritisch sieht, wird auch in WhatsApp wenig Begeisterung verspüren.
Liquid Glass: Wann der Rollout kommt
Eine Ankündigung von Meta gibt es bislang nicht. Da die Funktion derzeit nur über Codespuren erkennbar ist und nicht einmal Beta-Tester sie regulär aktivieren können, wäre es verfrüht, von einem baldigen Release auszugehen. Vermutlich wartet Meta zunächst die breite Verfügbarkeit der bisherigen Liquid-Glass-Elemente ab, bevor das Chat-Interface offiziell folgt. Realistisch ist eine Aktivierung erst, wenn die TestFlight-Beta sie freigibt – und auch dann dürfte sie zunächst nur an einen kleinen Nutzerkreis gehen.
WhatsApp passt sich Schritt für Schritt an iOS 26 an
Der Schritt ist klein im Code, aber groß im Effekt. Mit dem überarbeiteten Chat-Interface würde WhatsApp endgültig zur App, die sich nahtlos in Apples neues Designsystem einfügt. Der lange Atem von Meta zeigt allerdings auch: Drittanbieter brauchen Zeit, bis sie tief verwurzelte Designsprachen wie Liquid Glass komplett übernehmen. Wer also auf den großen Optik-Wechsel im eigenen Chatfenster wartet, sollte sich noch in Geduld üben. (Bild: Primakov / DepositPhotos.com)
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